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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Sichtbarkeit stärken – Angebote bündeln – Zugänge erleichtern: Start der Befragung „Regenbogenhaus Stuttgart“

Für Stuttgart gibt es seit längerem die Idee, ein „Regenbogenhaus“ zu etablieren.

Die Einrichtung soll ein offener, barrierefreier Ort der Begegnung, des Austausches, der vielfältigen Kultur und der kurzen Arbeits- und Kommunikationswege für haupt- und ehrenamtlich Engagierte, aber auch Anlaufstelle für eine persönliche Beratung sein und einen verlässlichen Schutz bieten. Der Gemeinderat hat mit der Bereitstellung von Mitteln im Doppelhaushalt 2020/2021 den Weg für einen ersten Umsetzungsschritt freigemacht. Der Verein Weissenburg – Zentrum LSBTTIQ Stuttgart als Träger der Projektstudie startet in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Stuttgarter und weiteren Vereinen eine Umfrage, die klären soll, was sich die Regenbogen-Community und die Stadtgesellschaft wünschen.

Joachim Stein, Weissenburg e. V. – Zentrum LSBTTIQ Stuttgart, erklärt: „Mit den finanziellen Mitteln, die uns der Gemeinderat zur Verfügung gestellt hat, wollen wir genau das im Rahmen einer Projektstudie, die mit einem breiten Beteiligungsprozess einhergeht, herausfinden.“
Seit Oktober konzipiert die Projektleiterin Philine Pastenaci diesen Beteiligungsprozess, um Ideen und Bedarfe möglichst vieler Vereine, Strukturen, Organisationen, aber auch Einzelpersonen abzubilden. Projektkoordinatorin Maria Flendt sagt: „Uns ist es wichtig, dass ein Regenbogenhaus in Stuttgart ein offener Ort für viele Menschen ist und gleichzeitig auch Schutzraum.“

Die Idee für dieses Haus steht schon lange im Raum, für die Planung der Umsetzung haben sich mehrere Organisationen der Regenbogen-Community zusammengetan: neben dem Verein Weissenburg sind das Fetz-Frauenberatungs- und Therapiezentrum, die IG CSD, das Projekt 100%MENSCH und der LSVD Baden-Württemberg beteiligt. Die Stuttgarter Trans*Community wird durch Mission Trans* vertreten. Die Abteilung für individuelle Chancengleichheit (Gleichstellungsstelle) unterstützt das Vorhaben von Beginn an.

Beatrice Olgun-Lichtenberg, die als Mitarbeiterin der Gleichstellungsstelle die Stuttgarter LSBTTIQ-Community koordiniert, sagt: „Die geplanten neuen Häuser in Stuttgart, wie das Regenbogenhaus, das Haus der Kulturen und das Haus des bürgerschaftlichen Engagements sollen keine Inseln werden – im Gegenteil. Sie sollen kraftvolle sichtbare Signale senden für eine weltoffene, solidarische und vielfältige Stadtgesellschaft und Bedarfe gezielter aufgreifen. Räume für Engagement, Begegnung und Bildung sind unerlässlich in dieser schnelllebigen Zeit.“

Noch bis zum 31. März sind alle Menschen eingeladen, sich an der Online-Befragung zu beteiligen. Auf der Website  www.regenbogenhaus-stuttgart.de gibt es den Link zum Fragebogen und auch die Kontaktdaten für weitere Informationen.