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Landeshauptstadt Stuttgart

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Wettbewerb „Kunst am Steg“: Fünf Konzepte in engerer Auswahl für die temporäre Gestaltung des Martin-Mayer-Stegs

Im November 2020 startete der zweistufige Kunstwettbewerb zur Gestaltung des Martin-Mayer-Stegs im Stadtbezirk Bad Cannstatt. Anfang Februar hat die zweite Phase des Wettbewerbs begonnen.

Das Amt für Stadtplanung und Wohnen der Stadt Stuttgart hat den Wettbewerb in Kooperation mit der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH (IBAʼ27) umgesetzt. Zuvor hatte die sechsköpfige Auswahlkommission fünf Konzepte aus insgesamt 73 Einreichungen ausgewählt, die bis zum 12. April vertieft ausgearbeitet werden sollen.

Freischaffende Künstlerinnen und Künstler, Künstlergruppen und -initiativen sowie Teilnehmende aus dem universitären Kontext haben sich beworben. Sie kommen aus Stuttgart, ganz Deutschland und aus benachbarten Ländern wie Frankreich, Österreich und Tschechien. Dabei decken sie ein breites Spektrum an Kunstrichtungen ab, in denen sie tätig sind: Von plastischen Installationen und der Arbeit mit Farbe und Folierungen über Ideen zur Begrünung und aus der Graffiti-Szene bis hin zu Ansätzen für Interventionen, Performances oder Licht- und Toninstallationen war alles vertreten.

Die fünf ausgewählten künstlerischen Beiträge haben das Potenzial, einen positiven Beitrag zu leisten, wie der öffentliche Raum rund um den Martin-Mayer-Steg in Zukunft wahrgenommen und erfahren wird.

Folke Köbberling, Vorsitzende der Wettbewerbs-Jury, Professorin für Künstlerisches Gestalten am Institut für Architekturbezogene Kunst an der Technischen Universität Braunschweig und Mitglied des IBA’27-Kuratoriums, sagt: „Die eingereichten Ideen der Bewerberinnen und Bewerber waren gestalterisch anspruchsvoll und dabei äußerst divers: von dezent bis sofort ins Auge fallend, minimalistisch, großformatig, gesellschaftskritisch, diskursiv und partizipativ. Wir sind gespannt, was daraus noch entstehen wird. Die hohe Vielfalt und Qualität der Konzepte verdeutlichten den Stellenwert von Kunst im öffentlichen Raum – und wie dieser gerade in Zeiten der Corona-Pandemie nochmal zugenommen hat.“ Am 4. Mai wird die Jury den Siegerentwurf küren.

Den Martin-Mayer-Steg betreten Fußgängerinnen und Fußgänger auf ihrem Weg zwischen S-Bahnhof Bad Cannstatt und Stadtbahn-Haltestelle Bad Cannstatt Wilhelmsplatz. Er ist ein klassischer Durchgangsort, an dem sich Menschen nicht lange aufhalten. Gleichzeitig ist er als wichtige Verbindung zur Altstadt stark frequentiert. Mit der künstlerischen Gestaltung des Martin-Mayer-Stegs im Zuge des städtischen Handlungskonzepts „Stadtteilzentren konkret“ setzt die Stadt Stuttgart einen ersten sichtbaren Impuls für eine langfristige Entwicklungsperspektive dieses zentralen Verkehrsknotenpunkts und seines näheren Umfelds. Die Nutzerinnen und Nutzer sollen im Rahmen des Kunstwettbewerbs aktiviert und einbezogen werden. Für die Umsetzung steht im städtischen Investitionsfonds „Stadtteilzentren konkret“ ein Gesamtbudget von 50.000 Euro (brutto) zur Verfügung. Die Umgestaltung soll im Sommer 2021 starten.