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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Hilfe für bedrohte Wildbienen

Das Gemeinschaftsprojekt „Lass es blühen! – Gemeinsam für Insektenvielfalt“ des Amts für Umweltschutz der Stadt Stuttgart und des Umweltbüros der Evangelischen Landeskirche Württemberg startet wieder.

Unter dem Motto „Lass es blühen“ setzen sich die Projektpartner für den Erhalt der Insektenvielfalt ein und verteilen Blumensamentüten mit Infoblättern. Diese sind ab Donnerstag, 18. März, im Rathaus der jeweiligen Stadtbezirke, in den Bürgerbüros Süd, Ost, West und Nord und an der Rathausinfothek Mitte erhältlich (solange der Vorrat reicht). Das Umweltbüro der Evangelischen Landeskirche in Württemberg verteilt die Samentütchen als kleine Hoffnungszeichen in ihren Kirchengemeinden und Einrichtungen. Corona-bedingt kann es zu Änderungen der Öffnungszeiten kommen.

Die Blumensamentüten enthalten 20 fast ausschließlich heimische einjährige Wildblumenarten, wie zum Beispiel Klatschmohn, Echter Frauenspiegel, Kornblume, Ringelblume oder Feldrittersporn.

Durch das Gemeinschaftsprojekt erfahren Bürgerinnen und Bürger, wie sie im eigenen Garten oder auf dem Balkon einen Beitrag zum Erhalt der Insektenvielfalt leisten können. Mit kleinen Wildblumeninseln in den Stuttgarter Hausgärten, in Kindergärten, in den zahlreichen Schul- und urbanen Gärten erhalten Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten ein wichtiges Nahrungsangebot an Nektar und Pollen. Selbst ein Balkonkasten als artenreiche Blühfläche angelegt, leistet auf kleinem Raum einen Beitrag, um diesen Insekten zu helfen. Damit die Blumenvielfalt gedeihen kann, werden torffreie Blumenerde und ein sonniger Standort empfohlen. Während der Wachstums- und Blütezeit benötigen die Pflanzen keine Düngergabe. Nähere Informationen zu Aussaat, Pflege und Blüte finden sich auf dem Samentütchen, Tipps zum insektenfreundlichen Garten enthält außerdem das beigefügte Faltblatt.

Von den über 550 in Deutschland beheimateten Wildbienenarten sind laut Roter Liste mittlerweile 31 vom Aussterben bedroht, 197 gefährdet und 42 Arten stehen auf der Vorwarnliste. Die Ursachen für den Rückgang und die Gefährdung der Insekten liegen in der Zerstörung ihrer Nistplätze und in der Vernichtung oder Verminderung ihres Nahrungsangebots. Dem wirkt die Initiative „Lass es blühen! Gemeinsam für Insektenvielfalt“ mit der Verteilung von Samen einheimischer Arten entgegen.

An der Kampagne nehmen auch die Stadtteilprojekte der Sozialen Stadt in Neugereut, Münster und Dürrlewang teil, die mit eigenen Informationsveranstaltungen für eine naturnahe Ausgestaltung der Hausgärten, Balkone und Terrassen werben. Beratung zu artenreichen Blühflächen und Verteilung von Samentütchen gibt es in Münster am Donnerstag, 18. März, von 15 bis 18 Uhr. Je ein Aktionsstand „Münster blüht“ ist im Stadtteilbüro Austraße 12 und vor dem Bonus-Markt in der Freibergstraße. Informationen sind auch auf der Internetseite  www.stm-muenster.de/muensterblueht (Öffnet in einem neuen Tab) zu finden. Auskunft erhalten Interessierte auch in Neugereut am Samstag, 20. März, von 10 bis 14 Uhr beim Wochenmarkt auf dem Marktplatz und in Dürrlewang am Freitag, 26. März, von 14 bis 18 Uhr am Stadtteilbüro, Osterbronnstraße 60.