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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Flächendeckende WLAN-Versorgung in Gemeinschaftsunterkünften für geflüchtete Menschen

Richtungsweisende Grundsatzentscheidung durch Stuttgarter Gemeinderat

Die WLAN-Versorgung in den Gemeinschaftsunterkünften für geflüchtete Menschen soll in zwei Stufen an 49 Standorten ausgebaut werden. Diesem Vorschlag der Verwaltung hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 14. Oktober zugestimmt.

Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, sagte dazu: „Wir wollen den Kindern und Jugendlichen in unseren Unterkünften ermöglichen, an digitalen Bildungsangeboten teilzuhaben. So schaffen wir Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit und damit die Voraussetzungen für eine gute Entwicklung und Integration. Mit zunehmender Digitalisierung des Alltags und der Arbeitswelt, gehört ein Internetzugang zur Daseinsvorsorge aller Bürgerinnen und Bürger. Ich freue mich sehr, dass die Verwaltung mit breiter Unterstützung des Gemeinderats noch in diesem Jahr mit der ersten WLAN-Ausbaustufe starten wird.“

Das Konzept der Verwaltung sieht für insgesamt 49 Standorte einen zweistufigen Ausbau der WLAN-Versorgung in Kooperation mit der Netze BW vor. Hierdurch ermöglicht die Stadt eine zeitnahe „WLAN-Grundversorgung“ in den Gemeinschaftsunterkünften. Für den anschließenden flächendeckenden Ausbau ist jeweils eine Standortanalyse erforderlich. Hierbei ist insbesondere Rücksicht auf die jeweiligen Gebäudestrukturen, die Gebäudelage und den vorhandenen Breitbandanschluss notwendig.

Erste Ausbaustufe noch 2021 machbar

In der ersten Ausbaustufe ist es möglich, bei 41 Standorten direkt eine sogenannte „WLAN-Grundversorgung“ zu installieren. Dies geschieht vorrangig in den Gemeinschaftsräumen der Gemeinschaftsunterkünfte. So wird sichergestellt, dass möglichst alle Bewohnerinnen und Bewohner Zugang zu dieser WLAN-Grundversorgung bekommen. Für die erste Ausbaustufe und die damit verbundene WLAN-Grundversorgung investiert die Verwaltung im Jahr 2021 gut 173.000 Euro und im Jahr 2022 insgesamt 311.000 Euro. Nach Einschätzung aller Beteiligten ist ein Ende der ersten Ausbaustufe noch im Jahr 2021 machbar.

An den verbleibenden 8 Standorten liegt eine sehr schlechte oder eine fehlende Breitbandversorgung vor. Für die WLAN-Grundversorgung, bzw. den nachfolgenden flächendeckenden WLAN-Ausbau, sind an den Standorten unter anderem aufwendige Tiefbauarbeiten zwingend erforderlich. Die Verwaltung rechnet frühestens im Sommer 2022 mit einem Abschluss.

In jedem Zimmer soll WLAN-Empfang möglich sein

Die Ausbaustufe 2 sieht vor, für jeden Standort alle notwendigen baulichen und technischen Maßnahmen zu planen und durchzuführen. Hierfür rechnet die Stadt für den kommenden Doppelhaushalt 2022/2023 mit jährlichen Investitionen von 1,758 Mio. Euro. Momentan steht an 23 Standorten eine VDSL-Bandbreite von mindestens 250 Mbit zur Verfügung. Der Ausbau einer flächendeckenden WLAN-Versorgung in den Gemeinschaftsunterkünften stellt eine immense bauliche und technische Herausforderung dar, die Zug um Zug pro Standort erfolgt. Das Ziel dieser Ausbaustufe ist, dass in jedem Zimmer einer Gemeinschaftsunterkunft ein WLAN-Empfang möglich ist.

Bei der zukünftigen Nutzung neuer Gemeinschaftsunterkünfte gilt eine flächendeckende WLAN-Ausstattung als Grundversorgung und ist somit Teil der jeweiligen Planungen.