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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Klimamobilitätsplan der Landeshauptstadt Stuttgart beschlossen: „Großer Schritt für die Mobilität der Zukunft“

Den Beschluss des Stuttgarter Gemeinderats am Donnerstag, 16. Mai, zum Klimamobilitätsplan würdigt Martin Körner, Leiter des Grundsatzreferats der Landeshauptstadt, als großen Schritt für die Mobilität der Zukunft.

Mit mehr als siebzig konkreten Maßnahmen will die Stadt die CO2-Emissionen im Verkehr bis 2030 und im Vergleich zu 2010 um 46 Prozent reduzieren. Stuttgart würde damit die Zielvorgabe des Landes um sechs Prozentpunkte übertreffen. Das Land hat zugesagt, bei einem Erreichen der 40-Prozentmarke besonders wirksame Klimaschutzmaßnahmen des Klimamobilitätsplans zum Beispiel beim Ausbau des ÖPNV nicht nur mit den üblichen 50 Prozent, sondern durch einen Klimabonus von 25 Prozent sogar mit 75 Prozent zu fördern.

Martin Körner betont: „Stuttgart zeigt, wie der Klimaschutz im Verkehr funktionieren kann, ohne zu viele Menschen vor den Kopf zu stoßen. Mit einem starken ÖPNV und der Elektromobilität schaffen wir einen Riesenschritt in Richtung Mobilität der Zukunft.“

Stuttgart ist eine von fünf Modellkommunen, die vom Land Baden-Württemberg bei der Erstellung eines Klimamobilitätsplans gefördert wird. Die siebzig Maßnahmen des Stuttgarter Klimamobilitätsplans wurden vom Amt für öffentliche Ordnung, vom Amt für Stadtplanung und Wohnen, vom Tiefbauamt und von den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) erarbeitet und vom Grundsatzreferat Klimaschutz, Mobilität und Wohnen zusammengeführt. Die Karlsruher Firma ptv hat berechnet, wie stark die CO2-Emissionen durch dieses Maßnahmenpaket in Stuttgart reduziert werden können. Dabei wurde angenommen, dass der Anteil der elektrisch betriebenen Autos im Jahr 2030 bei 23 Prozent liegt, was aus Sicht der Stadt eine eher vorsichtige Schätzung ist.

Einen besonders wirksamen Beitrag zur klimaneutralen Mobilität der Zukunft leistet in der Tat die Antriebswende. Ungefähr zwei Drittel der Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase lässt sich im Klimamobilitätsplan auf die Umstellung der Busflotte der SSB auf alternative Antriebe sowie auf den Anstieg der Zahl elektrisch betriebener Autos zurückfahren. Hilfreich ist darüber hinaus, dass durch zahlreiche Ausbaumaßnahmen im ÖPNV die Zahl derer zunehmen soll, die ihre Wege in Stuttgart mit Bussen und Bahnen zurücklegen. Schließlich geht ptv davon aus, dass die Umsetzung des Klimamobilitätsplans zu weniger Autoverkehr in Stuttgart führt, was ebenfalls zu einem Rückgang der CO2-Emissionen im Verkehr führt.

Beispielhaft können folgende Maßnahmen des Klimamobilitätsplans aufgeführt werden: Verlängerung der U13 bis Hausen/Ditzingen, Bau eines vierten Betriebshofes der SSB für Stadtbahnen, längere Stadtbahnzüge für die Verbindung von Heslach bis Fellbach, Pop-up-Fußgängerzone in der Seelbergstraße in Bad Cannstatt, Radweg entlang der Jahn- und Pischekstraße, E-Lastenradförderung für Familien, Umgestaltung des Löwenmarktes in Weilimdorf, Ausweitung des Carsharing-Angebots, Jobticket der Stadt, kontinuierliche aber moderate Anpassung von Parkgebühren, Ausweitung des Parkraummanagements.

Weiter Informationen zum Klimamobilitätsplan der Stadt Stuttgart finden sich  hier (Öffnet in einem neuen Tab). Die Gemeinderatsvorlage ist  hier (Öffnet in einem neuen Tab) abrufbar, der komplette Klimamobilitätsplan selbst ist  hier (Öffnet in einem neuen Tab) zugänglich.

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