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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Bürgermeister Pätzold stellt neue Flächen des Stuttgarter Artenschutzkonzepts und neuaufgelegte Streuobstförderung vor

Passend zur laufenden Obsternte hat Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, am Freitag, 23. September, mit dem Streuobstgebiet am Rohrer Weg eine der neuen Top-E-Flächen (Top-Effizienz-Flächen) des städtischen Artenschutzkonzepts vorgestellt.

Im Beisein lokaler Streuobstakteure erläuterte Pätzold den Grundgedanken hinter dem Artenschutzkonzept und das Prinzip der sogenannten Top-E-Flächen. Auf diesen wird seit 2017 durch gezielte Pflegemaßnahmen ein wichtiger Beitrag zum Erhalt gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und zum landesweiten Biotopverbund geleistet.

Bürgermeister Pätzold sagte: „Es macht mich stolz, dass es uns 2021 mit einem Gemeinderatsbeschluss gelungen ist, die ursprünglich 20 Flächen um elf zusätzliche Flächen zu erweitern. Neben dem Gebiet am Rohrer Weg sind mit der Sternhäule in Möhringen und dem Naturschutzgebiet Greutterwald in Weilimdorf noch weitere bedeutende Streuobstgebiete hinzugekommen. Insgesamt können wir nun 178 Hektar Top-E-Flächen ausweisen.“ Unter den Top-E-Flächen befinden sich auch viele Feuchtgebiete mit Amphibienvorkommen, ehemalige Steinbrüche, trockenwarme Säume oder Magerrasenreste als Lebensräume z.B. für seltene Wildbienen.

Großer Dank an private Bewirtschafter der Streuobstwiesen

Für die Pflege und Optimierung der stadteigenen Flurstücke innerhalb der Artenschutzflächen wurden im aktuellen Doppelhaushalt extra Gelder eingestellt. In einigen Top-E-Gebieten befindet sich jedoch auch ein erheblicher Anteil der Flurstücke in Privatbesitz. Um auch für Privateigentümer einen Anreiz für eine naturschutzangepasste Pflege zu schaffen, stellt die Stadtverwaltung unter anderem über den städtischen Naturschutzfonds finanzielle Zuwendungen für freiwillige Naturschutzmaßnahmen bereit. Renate Kübler, Leiterin der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Stuttgart, stellte in diesem Zusammenhang die Neuauflage der Naturschutzfonds-Förderrichtlinie mit angepassten und erweiterten Förderbeträgen vor allem im Streuobstbereich vor. Sie sagte: „Am Beispiel Rohrer Weg zeigt sich, wie eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Umweltamt und den Bewirtschaftern funktionieren kann, denn ohne die Bewirtschafter kann der Erhalt unserer Kulturlandschaft und insbesondere der Streuobstwiesen nicht funktionieren.“

Während eines Rundgangs durch das Gebiet stellten langjährig aktive Streuobstakteure und Naturschützer ihre Aktivitäten rund um die Streuobstwiesenpflege und Naturschutzmaßnahmen vor. Bei einer abschließenden Verkostung von Streuobst-Produkten, welche aus Obst vom Rohrer Weg hergestellt wurden, gab es noch die Gelegenheit zum weiteren Austausch. Bürgermeister Pätzold bedankte sich dabei für das große Engagement der Aktiven vor Ort.

Zur Verfügung gestellte Bilder dürfen nur im Zusammenhang mit einer redaktionellen Berichterstattung zu dieser Pressemitteilung verwendet werden.

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