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Landeshauptstadt Stuttgart

Bildung

Lernräume in Gemeinschaftsunterkünften

Dank der finanziellen Unterstützung der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung konnten die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer, und die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, Anfang Dezember den dritten Lernraum in Stuttgart eröffnen.

Anfang Dezember wurde der dritte Lernraum in der Gemeinschaftsunterkunft in der Kameralamtstraße in Stammheim digital eröffnet.
Anfang Dezember wurde der dritte Lernraum in der Kameralamtstraße in Stammheim digital eröffnet.

Edgar Kurz und Werner Krieger, die von Rudolf Schmid und Hermann Schmid eingesetzten Testamentsvollstrecker, sind überzeugt, „die Idee der Lernräume ist ganz im Sinne der beiden Stifter, denen es wichtig war, Räume zum Wohle der Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger zu schaffen, die die Begegnung fördern und in denen große und kleine Menschen Begleitung erfahren. Die Lernräume sind solche Orte. Schön, dass wir sie mit Stiftungsmittel ermöglichen können.“

Der Stiftungsrat hat die Umsetzung von zwei Lernräumen mit 160.000 Euro bezuschusst. Mit den Mitteln können neben der Ausstattung auch zwei Fachkraftstellen in Teilzeit finanziert werden. Diese entwickeln, den Bedarfen der Kinder und Jugendlichen entsprechend, unterschiedliche Lernsettings, bauen Netzwerke aus, sind Ansprechpartner für die ehrenamtlich Engagierten, um eine bessere Bildungsteilhabe zu ermöglichen. Künftig können die 33 Kinder und Jugendlichen im Schulalter in der Gemeinschaftsunterkunft in Stammheim diesen Lernraum nutzen.

Ersatz für den eigenen Schreibtisch

Mit Hilfe der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung ist ein vierter Lernraum derzeit in der Planung und soll zeitnah eröffnet werden.

Die Lernräume sollen zum einen bei Schulschließungen anhand technischer Ausstattung und Begleitung das Homeschooling ermöglichen. Darüber hinaus bietet der Lernraum Ersatz für einen eigenen Schreibtisch, die notwendige Ruhe und Begleitung für konzentriertes Lernen. Koordiniert durch eine hauptamtliche Leitung werden dort Computerarbeitsplätze bereitstellt und unterschiedliche Lernsettings ermöglicht. Ehrenamtlich Engagierte unterstützen die Kinder und Jugendlichen im Lernraum bei den Hausaufgaben oder im Rahmen einer Lernbegleitung.

Entwickelt wurde die Lernraumidee von der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt. In Kooperation mit dem Projekt „Digital for all Kids“ wird eine technische Ausstattung mit Notebooks und einem begleitenden ehrenamtlichen Engagement ermöglicht.

Schulische Bildung als Voraussetzung für gelungene Integration

Bürgermeisterin Isabel Fezer unterstreicht die Bedeutsamkeit der Lernräume: „Es muss unser Ziel sein, dass alle Kinder und Jugendliche in Stuttgart einen niederschwelligen Zugang zu Bildung haben. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten müssen wir uns verstärkt um die Kinder und Jugendlichen kümmern, die erschwerte Bedingungen haben und versuchen, die Nachteile auszugleichen.“

Bürgermeisterin Dr. Alexandra Sußmann ergänzt: „Dank der großzügigen Unterstützung der Rudolf Schmid und Hermann Schmid Stiftung können wir nun den dritten Lernraum in einer unserer Flüchtlingsunterkünfte eröffnen, wo besonders viele Kinder leben. Schulische Bildung ist eine wichtige Grundvoraussetzung für eine gelungene Integration. Die Stadt Stuttgart ist den beiden außerordentlich großzügigen Stiftern für ihr vorbildliches soziales Engagement zutiefst verbunden und wird sich ihrer stets mit großer Dankbarkeit erinnern. Aus diesem Grund, wurde der dritte Lernraum auch nach einem der Stifter ‚Lernraum Rudolf Schmid‘ benannt. Der ‚Lernraum Hermann Schmid‘ wird in Kürze folgen.“

Schnelle Umsetzung dank Kooperationspartner

Durch die Stiftungsmittel, Mobiliar des Schulverwaltungs- und Sozialamts sowie die enge Zusammenarbeit mit dem Kooperationsprojekt „Digital for all Kids“ des Ausbildungscampus Stuttgart wurde die schnelle Umsetzung des Vorhabens möglich. Darüber hinaus hat der Stuttgarter Klett Verlag umfangreiche Lernmaterialien zur Verfügung gestellt, so dass die ehrenamtlichen Lernbegleitenden auf fundiertes Material zurückgreifen können und die Schüler mit Arbeitsmaterialen beim Lernen unterstützt werden.