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Landeshauptstadt Stuttgart

Stuttgart Rosenstein

Stadt baut Ersatzflächen für Mauereidechsen

Die Stadt schafft Ersatzflächen für Mauereidechsen, die bislang in der Nähe der Wagenhallen siedeln. Die Eidechsen wechseln in den kommenden Jahren in Habitate im Tapachtal in Zuffenhausen und in der Löwentorstraße in Bad Cannstatt.

Die Umsiedlung der Mauereidechsen ist Grundlage für die Entwicklung der „Maker City“ von Stuttgart Rosenstein.

In einem ersten Schritt werden in der kommenden Woche Sträucher und Bäume entfernt. Anschließend entstehen auf insgesamt 34.000 m² offene Flächen mit trockenwarmen Standorten für Mauereidechsen – zudem artenreichen Blühflächen für Schmetterlinge, Bienen oder Heuschrecken. Solche Lebensräume sind rar in Stuttgart.

Die Umsiedlung ist wichtig, damit die so genannte Maker City gebaut werden kann. Die Entwicklung des Gebiets C1 rund um die Wagenhallen ist ein offizielles Projekt der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart. In den kommenden fünf Jahren entstehen dort die ersten Bausteine und die Ausweichspielstätte für die Stuttgarter Oper. Da die Stadt strenge Auflagen des Artenschutzes achtet, müssen dort lebende Tierarten umgesiedelt werden. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik hatte der Maßnahme Mitte Dezember zugestimmt.

Die städtischen Flächen sind größtenteils ungenutzt. Einige wenige Flächen nutzen Gärtner, zudem gibt es Hanggrundstücke mit relativ artenarmem Bewuchs. Die neuen Habitate werten das ökologische Umfeld der Tiere erheblich auf.

Zunächst stellt die Stadt in den kommenden Wochen die Habitate am Löwentor, danach im Tapachtal her. Fachleute mit Expertise in Naturschutz und Tierökologie begleiten die Maßnahmen. Prägnante Bäume und Gehölzstreifen bleiben erhalten. Sechszehn Exemplare der gefällten Bäume haben einen Stammumfang von über 80 cm. Sie sollen an anderer Stelle ersetzt werden. Die Verwaltung sucht bereits geeignete Standorte. Die ersten Tiere werden nach der Winterruhe 2023 umgesiedelt, alle weiteren Umsiedlungen folgen schrittweise bis 2025.

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Bildnachweise

  • Amt für Umweltschutz/stadt Stuttgart