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Landeshauptstadt Stuttgart

Stadtentwicklung

Die „Produktive Stadtregion“ steht im Mittelpunkt der IBA'27

Die Internationale Bauausstellung StadtRegion Stuttgart 2027 hat in einem virtuellen Pressegespräch am 23. März die Idee der „Produktiven Stadtregion“, die Wohnen und Freizeit mit Arbeit, industrieller und landwirtschaftlicher Produktion zusammenbringt als zentrales Thema vorgestellt.

Die Weissenhofsiedlung feiert im Präsentationsjahr der Internationalen Bauausstellung ihren hundersten Geburtstag und wird ein wichtiger Besuchermagnet sein.

Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart und zugleich neuer Aufsichtsratsvorsitzender der IBA’27 GmbH, sagte, die Internationale Bauausstellung (IBA’27) passe zu Stuttgart und der Region wie angegossen. „Hier lebt noch immer der Geist der Werkbundausstellung von 1927, die uns mit den Le Corbusier-Häusern das bisher einzige Unesco-Weltkulturerbe beschert hat. Wir gehören deutschland- und europaweit zu den herausragenden Architektenstädten. Die Industrie- und Automobilregion Stuttgart bietet wie nur wenige die herausragende Chance, Mobilität und Nachhaltigkeit, Ökonomie und Ökologie, ja, die Transformation der Wirtschaft und den Klimawandel zusammen zu denken. Zu guter Letzt: Stuttgart und unsere Region stehen, wie nur ganz wenige in der Welt, für einen Tüftler-, Erfinder- und Ingenieursgeist, der Innovationen hervorbringt, die überallhin getragen werden“, so Nopper.

Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart und stellvertretender Vorsitzender des IBA-Aufsichtsrats, erklärte: „Ein so innova­tives und wegweisendes Vorhaben wie die Internationale Bauausstellung muss von vielen Schultern getragen werden. Die IBA ist die ideale Plattform, um neue Konzepte für bezahlbaren und flächensparenden Wohnraum, für zukunftsfähige Industrie- und Gewerbeflächen, für die Zukunft der Innenstädte und die Praxis des klimaneutralen und ressourcenschonenden Bauens auszuprobieren.“ 

Fünf Themen für die Zukunft urbaner Regionen

Neckar als Lebensraum: Ausgewählte IBA'27-Projekte wollen die "Stadt am Fluss" ermöglichen.

Das Erbe der Moderne ist ­eines von insgesamt fünf „Kapiteln“, welche die IBA parallel zur Arbeit an den konkreten Projekten zu einer IBA’27-Geschichte zusammenfasst. IBA’27-Intendant Andreas Hofer sagte: „Mit der Weissenhof-Siedlung hat die Moderne starke Wurzeln in Stuttgart. Mit der intensiven Nutzungsmischung in der produktiven Stadt überwinden wir die Funktionstrennung als Planungsprinzip vor allem der Nachkriegsmoderne.“

Die produktive Stadt, die Zukunft der Zentren, Bahnhöfe als „Orte der Bewegung und Begegnung“ sowie der Neckar als Lebensraum bilden die weiteren vier Kapitel zur Zukunft urbaner Regionen. Sie betreffen sowohl Stadt als auch Region in besonderem Maße, sollen aber auch über die Region hinaus Beachtung finden und andere Städte und Regionen inspirieren. 

Die IBA habe sich bewusst kein Motto gesetzt, als sie 2018 gestartet ist, erklärte Intendant Andreas Hofer. Die fünf Themen seien aus den Projekten heraus entstanden. „Mit der ‚Produktiven Stadtregion‘ hat die IBA’27 ihr Programm gefunden“, so Hofer zur laufenden Projektarbeit. 

Mehr Lebensqualität in der Stadt

Neben der Frage nach dem Nutzungsmix in dichten, urbanen Quartieren soll thematisiert werden, wie Fabriken der Zukunft aussehen, welche Räume die digitale Industrie be­nötigt und wie diese mit Wohn- und anderen Nutzungskonzepten zusammengebracht werden können. 

Folgende Fragen zur Zukunft der Zentren stellt sich der Intendant, die sich vor der Erfahrung der Corona-Pandemie nochmals akzentuiert haben: Was macht Innenstädte künftig attraktiv, wo treffen wir uns als Stadtgesellschaft und wie können Flächen besser genutzt werden? Die Transformation des Neckars bezeichnet Hofer als „eines der dicksten Bretter, die wir uns vorgenommen haben“. Für eine bessere ökologische und Lebensqualität sei es wichtig, Zugänge zum Neckar zu schaffen. 

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