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Landeshauptstadt Stuttgart

Stadtentwicklung

Entwicklung des Wagenhallen-Quartiers C1

Am 31. März hat das Amt für Stadtplanung und Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart dem Ausschuss S21/Rosenstein über die aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet C1, dem Quartier rund um die Wagenhallen, berichtet.

Akteursprozess "Vision Maker City". Virtuelle Veranstaltung mit Live-Übertragung aus den Wagenhallen.

Planungsfortschritt und direkter Dialog

Erläutert wurden die Fortschritte im Planungsverfahren, der laufende Akteursprozess und die Gespräche mit den aktuellen Nutzergruppen vor Ort. Die Teilfläche des Gebiets C1 soll bis zur Eröffnung der Internationalen Bauausstellung StadtRegion Stuttgart 2027 (IBA’27) zur so genannten Maker City entwickelt werden. Es ist eines der ersten 14 offiziellen IBA’27-Projekte und Teil der Entwicklungsfläche Rosenstein.

Bebauungsplanverfahren

Die Landeshauptstadt Stuttgart bereitet derzeit einen Bebauungsplan für das Gebiet C1 vor. Im Rahmen der Vorbereitung werden aktuell die unterschiedlichen fachlichen Belange, z. B. die notwendigen Maßnahmen zur Erschließung des Gebiets, abgestimmt, um die nächsten Schritte für die städtebauliche Neuordnung einzuleiten. Die Ergebnisse dieser fachlichen Abstimmungen werden zusammen mit den Ergebnissen der lokalen Akteursbeteiligung in den Entwurf des Bebauungsplans übertragen. Die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Erörterungstermin im Zuge des Verfahrens sollen noch im ersten Halbjahr 2021 durchgeführt werden. Im darauffolgenden Verfahrensschritt soll der Bebauungsplan zur öffentlichen Auslegung beschlossen werden.

Mögliche Flächennutzungen in Zukunft

Das Amt für Stadtplanung und Wohnen hat im Ausschuss S21/Rosenstein mögliche zukünftige Flächennutzungen vorgestellt, die auf einem Entwurf der asp Architekten GmbH basieren (Stand: März 2021). Im Rahmen der IBA’27 sind dort je eine Fläche für „Pioniere urbaner Produktion“, mit einem Schwerpunkt auf gemischter Nutzung, und „Öko- und Sozialpioniere“, mit einem Schwerpunkt auf gemeinschaftlichem Bauen, vorgesehen. Weiterhin zeigt der Entwurf Möglichkeiten für einen „Quartiershub“ und einen „Kulturhub“.

Akteursprozess „Vision Maker City“

Im Januar 2021 hat die Stadt Stuttgart einen Akteursprozess ins Leben gerufen. Dieser wird bis Ende April fortgesetzt und findet in Form virtueller, nicht-öffentlicher Veranstaltungen und Gespräche statt. Ziel ist es, gemeinsam mit vor Ort ansässigen Nutzergruppen langfristige Perspektiven für das Gebiet C1 zu erarbeiten. Berücksichtigt werden dabei sowohl die Nutzergruppen, die sich direkt auf dem Gebiet C1 befinden, als auch Nutzergruppen unmittelbar angrenzender Flächen, z. B. auf der Prag. Unter dem Titel „Vision Maker City“ wird ein gemeinsames Zielbild – die „Vision“ – formuliert und Lösungsvorschläge für die zukünftige Ausgestaltung des Quartiers werden festgehalten. Die Ergebnisse dieser Beteiligung sind ein wichtiger Baustein für die weitere Planung des Gebiets, in welche die Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger weiterhin einbezogen werden sollen. Vertreter der Stadt und lokaler Nutzergruppen treffen sich derzeit regelmäßig in einer so genannten Begleitgruppe, die den Beteiligungsprozess unterstützt und vertiefende Vorschläge zu einzelnen Themen entwickelt.

Fest steht, dass die lokalen Nutzergruppen im Anschluss an die notwendigen Umbaumaßnahmen auf der Fläche weiterhin fester Bestandteil des Quartiers sein können. Eine Verlagerung der aktuellen Zwischennutzungen wird durch die baulich notwendigen Maßnahmen zur Entwicklung der C1-Flächen im Rahmen des Rosenstein-Quartiers und der IBA’27 notwendig. Das Ziel, dort langfristig einen starken kulturellen und kreativen Standort zu erhalten und weiter zu entwickeln, wird von allen Beteiligten weiterhin verfolgt. Eine Zwischenphase mit gewissen Einschränkungen ist aber unabdingbar. Für diese Interimsphase prüft die Stadt Stuttgart derzeit verschiedene Lösungsmöglichkeiten für die einzelnen temporären Nutzungen und steht im Austausch mit den Akteuren vor Ort. Insbesondere für das Projekt „Bauzug 3YG“ vertieft die Stadt derzeit zwei Prüfszenarien sowie die Möglichkeit einer Zwischenlösung.