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Landeshauptstadt Stuttgart

Stadtentwicklung

Bahnhofsplatz in Bad Cannstatt wird umgestaltet

Die Landeshauptstadt wird im Sommer 2024 einer von zehn Austragungsorten der Fußball-Europameisterschaft sein. Bis dahin soll der Bahnhofsplatz in Bad Cannstatt zu einem urbanen Aufenthaltsraum und attraktiven Eingangstor in den Stadtbezirk umgestaltet werden, der die Fans aus der ganzen Welt willkommen heißt.

Die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes in Bad Cannstatt spielt eine zentrale Rolle in der städtischen Infrastruktur für die EM 2024.

Stuttgart macht sich bereit für die Fußball-Europameisterschaft 2024, das beinhaltet die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes in BadCannstatt und eine attraktive Gestaltung von „Fassade zu Fassade“. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik hat am 29. März der Vorplanung zugestimmt.

Neben der geplanten Aufwertung der Mercedes-Benz Arena sind weitere Anpassungen der städtischen Infrastruktur im Umfeld des Stadions sowie im Stadtbezirk Bad Cannstatt vorgesehen. Die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes spielt dabei eine zentrale Rolle. So sollen durch die Verbreiterung der Gehwege und das Anlegen neuer Radinfrastrukturen sowie urbaner Freiräume die Flächen zu Gunsten des Fuß- und Radverkehrs neu verteilt werden, wobei die Fußgängerüberwege erhalten bleiben. Die Schaffung von Aufenthalts- und Begegnungsräumen ermöglicht später das flexible Bespielen des Bahnhofsvorplatzes.

Neue Baumstandorte sowie der Erhalt der bestehenden Bäume und ein einheitlicher Bodenbelag über den gesamten Platz stärken das städtebauliche Gesamtbild und verbessern die Klima- und Aufenthaltsqualität. Der Zugang zum Bahnhofsgebäude wird ebenso wie der gesamte Platz barrierefrei gestaltet.

Platz soll verkehrsarm werden

Der heutige Platzbereich wird stark von seiner Verkehrsfunktion geprägt und durch die direkte Vorfahrt zu Parkplätzen vor dem Bahnhofsgebäude zerschnitten. Um einen zusammenhängenden, verkehrsarmen Platz zu erreichen, soll die Durchfahrt zwischen Frösnerstraße und Parkhaus Wilhelmsplatz für den allgemeinen Kfz-Verkehr unterbrochen werden. Zudem ist vorgesehen die Kiss+ride-Flächen in die östliche Bahnhofstraße, ins Parkhaus Wilhelmsplatz sowie auf die Südseite des Bahnhofs zu verlagern.

Bei der Umgestaltung wird zudem Augenmerk auf den Busverkehr gelegt, um ein attraktives Verkehrssystem gewährleisten zu können. Die Intermodalität und Vernetzung spielt eine wichtige Rolle bei der Mobilitätswende.

Weitere Ziele sind die Gestaltung des Platzes von „Fassade zu Fassade“ zu betrachten, um eine einheitliche Wirkung erzeugen zu können, aber auch die Inszenierung der denkmalgeschützten Bausubstanz des Bahnhofsgebäudes sowie die Freihaltung wichtiger Sichtachsen. Darüber hinaus soll der in die Jahre gekommene Kiosk durch einen neuen ersetzt werden.

Umgestaltung beginnt 2023

Das Auswahlverfahren für das ausführende Büro wurde bereits gestartet, um die Arbeiten rechtzeitig zur EM 2024 fertigzustellen. Die Umgestaltung soll im Jahr 2023 umgesetzt werden. Dafür sind Kosten von rund 5,8 Millionen Euro vorgesehen, die in den Haushaltsjahren 2022 bis 2024 finanziert werden.

Ergänzend zum Beschlussantrag der Verwaltung wurde einem mündlichen Antrag aus der Mitte des Gemeinderats ebenfalls mehrheitlich zugestimmt. Dieser sieht eine sogenannte Pop-up-Fußgängerzone in der Seelbergstraße, im Abschnitt Frösnerstraße bis Waiblinger Straße vor, die spätestens mit dem Baubeginn des Bahnhofsvorplatzes eingerichtet werden soll. Die Fußgängerzone soll als Verkehrsversuch über einen Zeitraum von zwei Jahren laufen.

Informationen auch online unter:  www.stuttgart.de/leben/bauen/bauprojekte/umgestaltung-bahnhofsplatz-bad-cannstatt.php (Öffnet in einem neuen Tab)

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Bildnachweise

  • Foto: Stadt Stuttgart