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Landeshauptstadt Stuttgart

Kongress

4. Kongress „Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt“

Die teilnehmenden Experten haben die Anlagen im Rahmen der Veranstaltung besichtigt und sich im Zentrallabor der SES die komplexe Analytik und Interpretation von organischen Spurenstoffen erläutern lassen.

Das Hauptklärwerk Mühlhausen.

Großteil von Mikroschadstoffen soll entnommen werden

Trotz aller Erfolge in der Abwasserreinigung können problematische Stoffe wie Arzneimittelrückstände, Pflanzenschutzmittel oder Industrie- und Haushaltschemikalien im Abwasser bislang nicht ausreichend gereinigt werden. Zwar liegen diese in geringsten Konzentrationen vor, wirken aber nachteilig auf die aquatischen Ökosysteme und die darin lebenden Organismen. Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg (KomS) wurde für das Hauptklärwerk Mühlhausen ein Verfahren zu Entnahme dieser Stoffe entwickelt, um langfristig 80 Prozent dieser Mikroschadstoffe zu entnehmen. Mutz erläuterte den Ausbau des Klärwerks, mit dem künftig ein Großteil der Mikroschadstoffe entnommen und damit der Eintrag in Gewässer reduziert werden kann.

Der Kongress „Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt“ in Stuttgart will Hersteller und Verbraucher dafür sensibilisieren, Mikroschadstoffe zu vermeiden und diese erst gar nicht ins Abwasser einzuleiten. Zugleich will dieser eine intensive Information der Öffentlichkeit und der Hersteller anstoßen.

Inbetriebnahme der Silos im Juli 2022

Der Bau der vierten Reinigungsstufe erfolgt im Hauptklärwerk Mühlhausen im laufenden Betrieb. Die Arbeiten sind in drei Abschnitte gegliedert, die über mehrere Jahre realisiert werden. Mit dem ersten Abschnitt wird die Möglichkeit geschaffen, bereits in der biologischen Reinigungsstufe Spurenstoffe und Mikroschadstoffe durch die Zugabe von Aktivkohle zu entnehmen. Sichtbar sind die rund 20 Meter hohen Silos. Diese fassen 150 Kubikmeter Pulveraktivkohle, um die Mikroschadstoffe zu binden. Mit der Inbetriebnahme der Silos im kommenden Juli ist ein wichtiger Meilenstein für die Verbesserung des Neckars erreicht.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Foto: Michael Fuchs/SES