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Mutmaßlicher "Reichsbürger": Waffen und Munition eingezogen

Die Landeshauptstadt Stuttgart und das Polizeipräsidium Stuttgart haben am Dienstag, 10. Mai, bei einem mutmaßlichen sogenannten Reichsbürger Waffen und Munition sichergestellt, die der Mann bislang legal besaß.

Die Landeshauptstadt Stuttgart und das Polizeipräsidium haben Waffen und Munition sichergsestellt.

Darüber hat die Stadt am Donnerstag, 12. Mai, informiert. Der Mann war zuvor durch ein an Behörden gerichtetes Schreiben aufgefallen, das reichsbürgertypische Formulierungen enthielt.

Da der mutmaßliche sogenannte Reichsbürger als Waffenbesitzkarten-Inhaber verschiedene Lang- und Kurzwaffen legal besaß, erwirkte die städtische Waffenbehörde beim Verwaltungsgericht Stuttgart einen Durchsuchungsbeschluss, um die Waffen sicherzustellen. Mit Unterstützung der Polizei konnten die Waffen samt Munition sowie mehrere Messer widerstandlos eingezogen werden.

Konsequentes Vorgehen gegen Reichsbürgerszene

Stadt und Polizei gehen seit mehreren Jahren konsequent gegen die Reichsbürgerszene vor. Bislang wurden in Stuttgart bei zwölf sogenannten Reichsbürgern insgesamt 74 Waffen und tausende Schuss Munition eingezogen, die die Betroffenen als Jäger, Sportschützen oder Sammler legal erworben hatten. Die Stadt hält die sogenannten Reichsbürger für waffenrechtlich unzuverlässig und stützt sich bei der Beschlagnahmung der Waffen auf einen Erlass des Innenministeriums Baden-Württemberg.

Die sogenannten Reichsbürger leugnen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland und berufen sich teilweise auf das Fortbestehen des Deutschen Reichs. Manche von ihnen gelten als gewaltbereit.

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