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Landeshauptstadt Stuttgart

Klimaschutz

Innovative Ideen zur Anpassung an den Klimawandel

Stuttgart will mehr Grün im Stadtbild haben. Neben „Grünstadtgrau“ oder „Urbanes Grün“ startet jetzt ein Programm, das innovative Ideen mit insgesamt drei Millionen Euro fördern wird.

Begrünte Dächer verbessern die Klimaresilienz.

Gesucht werden weitere Lösungen, die der Stadt helfen, sich an den Klimawandel anzupassen. Das Programm legt die Stadt gemeinsam mit der Naturschutzorganisation Nature Conservancy Europe (TNC) auf.

Die Stadt hat dazu den Stuttgarter Klima-Innovationsfonds um die Förderlinie „Efeu“ erweitert, die auf einer neuen Zusammenarbeit mit der Naturschutzorganisation TNC gründet. Neben der Kofinanzierung in Höhe von 750.000 Euro werden Mitarbeitende von TNC die Umsetzung der Efeu-Förderlinie in Abstimmung mit der städtischen Stabsstelle Klimaschutz unterstützen.

Gefördert werden Unternehmen, Hochschulen, Vereine und Organisationen

Wie bei den anderen Förderlinien können sich Unternehmen, Hochschulen, Vereine und andere Organisationen mit ihren Ideen bewerben. Hauke Diederich, Leiter des Stuttgarter Klima-Innovationsfonds: „Aktueller Schwerpunkt ist die Begrünung von Flächen, seien es Stadtgärten, umgewandelte Innenhöfe, Dächer oder Fassaden, und die Aufwertung von Freiflächen. Es geht aber auch um einen reduzierten Abfluss bei Starkregen. Ziel ist es, innovative Ansätze in der Praxis zu erproben und gute Ideen zu verbreiten.

Stadtparks oder begrünte Dächer verbessern die Klimaresilienz, verringern das Katastrophenrisiko, reinigen Luft und Wasser, senken die Temperaturen und fördern die Artenvielfalt.

Hauke Diederich, Leiter des Stuttgarter Klima-Innovationsfonds

Diederich weiter: „Stuttgart profitiert von mehr Grün und Blau in der Stadt, also der Begrünung von Flächen und neuen Wasserflächen. Das ist wirksam, kostengünstig und schnell umsetzbar, wenn es darum geht, die Auswirkungen des Klimawandels zu mindern." Die Begrünung helfe der natürlichen Umwelt und fördere die körperliche und geistige Gesundheit der Menschen, die hier leben oder Stuttgart besuchen.

"Urban Greening" des TNC Europe

Der TNC Europe ist seit 2020 mit seinem Programm „Urban Greening“ in Deutschland aktiv. Nach Berlin ist Stuttgart jetzt die zweite von drei Pilot-Städten. Das Urban-Greening-Programm von TNC Europe wird durch den „Right Now Climate Fund“ von Amazon finanziert.

Regionaldirektorin Marianne Kleiberg von TNC sagt: „Die Natur ist entscheidend, um unsere Städte bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. TNC Europe freut sich, mit Stuttgarts ehrgeizigem Klimaprogramm zusammenzuarbeiten, um naturbasierte Lösungen zu verbreiten, die sowohl den Menschen als auch der biologischen Vielfalt zugutekommen.“

Hintergrund

Stuttgart unternimmt bereits einiges, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Der Klima-Aktionsplan sieht zum Beispiel das Pflanzen von Bäumen und Hecken vor, Blühwiesen, begrünte Gleisbette, die Begrünung von städtischen Dächern und mehr Brunnen. Mit dem städtischen Grünflächenprogramm gibt es auch ein Förderprogramm für Immobilienbesitzer, bei dem Dächer, Fassaden oder Innenhöfe begrünt werden. Diederich sagt auch: „Mit Hilfe der Ideen aus dem Stuttgarter Klima-Innovationsfonds und durch die Zusammenarbeit mit The Nature Conservancy werden wir bei der Umsetzung schneller, weil wir stärker halb-öffentliche und private Flächen einbeziehen können.“

Insgesamt hat der Stuttgarter Klima-Innovationsfonds mit allen vier Förderlinien ein Budget von 13 Millionen Euro. Bewertet und ausgewählt werden die Projekte von einem interdisziplinären Expertengremium aus der Zivilgesellschaft, Wissenschaft und der Wirtschaft. Eine Bewerbung ist bis zum 31. Mai möglich. Weitere Bewerbungsphasen sind für den Herbst 2022 und im Jahr 2023 geplant.

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Bildnachweise

  • Landeshauptstadt Stuttgart
  • www.miketraffic.com
  • GettyImages/filippo romeo
  • Thomas Wagner/Stadt Stuttgart, Unterer Schlossgarten