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Landeshauptstadt Stuttgart

Aktuelle Meldung

Afrikanische Schweinepest ist auf dem Vormarsch

Anzeigenpflichtige Viruserkrankung gefährdet Haus- und Wildschweine – Totfunde umgehend beim Veterinäramt melden

Deutschland hat seit September die ersten bestätigten Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Sie ist eine anzeigenpflichtige Viruserkrankung und tritt sowohl bei Hausschweinen als auch bei Wildschweinen auf und verläuft in der Regel tödlich.

Wildschweine sind von der Afrikanischen Schweinepest genauso gefährdet wie Hausschweine.

Derzeit gibt es keinen Impfstoff und kein Heilmittel. Andere Tiere und Menschen sind durch die Seuche nicht gefährdet. Für eine effektive Seuchenbekämpfung bei Wildschweinen ist es sehr wichtig, dass Wildschweinkadaver frühzeitig gefunden und geborgen werden, damit sie über Monate und Jahre nicht als Infektionsherd für weitere Schweine dienen. Daher ist es wichtig, tote Wildschweine umgehend zu melden, auch im Zustand fortgeschrittener Verwesung. Hierbei ist darauf zu achten, Abstand zu toten Tieren zu halten, um den Erreger nicht an Schuhen und Kleidung zu verschleppen.

Tote Tiere sollten dem zuständigen Veterinäramt mit präziser Standortangabe (GPS-Daten oder Google Maps) und den persönlichen Kontaktdaten gemeldet werden. Möglich ist das außerdem über die App „Tierfund-Kataster“. Im Stuttgarter Stadtgebiet ist die Dienststelle Lebensmittelüberwachung, Verbraucherschutz und Veterinärwesen zu den Dienstzeiten Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 15.30 Uhr und freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr unter Telefon 216-88590 zuständig. Außerhalb der Dienstzeiten ist der Städtische Vollzugsdienst von 6 bis 22 Uhr telefonisch unter 216-91900 erreichbar. Zwischen 22 und 6 Uhr sollte der Fund der Polizei gemeldet werden.

Die Ausbreitungswege sind bereits infizierte Tiere, virushaltige Erzeugnisse wie Fleisch, Wurst oder Jagdtrophäen und die illegale Entsorgung von Tierkadavern. Durch diese Ausbreitungswege kann eine Verschleppung in andere Gebiete über größere Distanzen erfolgen.

Die Seuche ist in zahlreichen osteuropäischen Staaten mittlerweile stark verbreitet. Zur sicheren Feststellung der Afrikanischen Schweinepest ist eine Laboruntersuchung notwendig. Aggressive Virusstämme führen zu schweren Symptomen und innerhalb von zehn Tagen zum Tod. Infizierte Tiere mit weniger virulenten ASP-Stämmen zeigen mitunter keine typischen klinischen Symptome.