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Landeshauptstadt Stuttgart

Aktuelle Meldung

John Cranko Schule eröffnet

Feierlich, kurzweilig und künstlerisch eindrucksvoll ist der Neubau der John Cranko Schule am Montagabend eröffnet worden. Oberbürgermeister Fritz Kuhn lobte die gestaffelte Anlage zwischen Urbansplatz und Werastraße als „Musterbeispiel für hervorragende Ästhetik und Funktionalität”.

Zur feierlichen Eröffnung tanzten diese zehn Mädchen aus der Vorschulklasse 10 einen Ausschnitt aus der Choreographie "Etüden" nach Musik von Carl Czerny.

Ende Juni war der Neubau der renommierten Stuttgarter Ballettschule nach rund fünf Jahren Bauzeit fertig. Nur die Übergabe des Schlüssels fehlte noch. Dazu hatte das Finanzministerium Corona-bedingt wenige Ehrengäste in die Schule eingeladen. Alle Ballettfans konnten das rund 80-minütige Programm via Live-Stream verfolgen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann wandte sich zunächst an die Cranko-Schülerinnen und -Schüler, die inzwischen aus allen Teilen der Welt wieder nach Stuttgart zurückgekehrt sind. In der Zwangspause durch die Corona-Pandemie hätten sie zuhause mit Ferntraining sehr diszipliniert weitergelernt. „Vor dieser Leistung habe ich großen Respekt.” Das galt auch für die Compagnie des Stuttgarter Balletts, die der Krise mit viel Kreativität begegnet seien und im Juli mit „Response I” eine erste Antwort geben hatten. „Wir sind stolz, euch in unserer Mitte zu haben”, so Kretschmann.

Glückwünsche an Architekten der Cranko Schule

Oberbürgermeister Fritz Kuhn beglückwünschte die Architekten der neuen Cranko Schule, das Münchner Büro Burger Rudacs, das den Neubau in drei Kurzfilmen präsentierte. Kuhn bedankte sich beim Hauptsponsor Porsche, der 2010 bereit gewesen sei, das Projekt finanziell zu unterstützen.

„Die Cranko Schule ist das Rückgrat des Stuttgarter Balletts”, sagte Kuhn. Zwei Drittel der Tänzer der Compagnie werden dort ausgebildet.  Es sei immer wieder zu spüren, wie sich die Begeisterung auf die Zuschauer übertrage. „Und man kann stolz sein und sich freuen”, wandte sich der OB auch an die Kritiker des Projekts: „Denkt nicht, dass das hier eine Ausbildungsstätte für die Privilegierten der Welt ist. Es ist harte Arbeit, die es zu schützen gilt.” 


Zu den Höhepunkten des Abends gehörte die Videobotschaft von Marcia Haydée aus Santiago de Chile: „Cranko wäre glücklich”, sagte sie.
 
Als „Überraschungsgast” kam der frühere Ballettchef Reid Anderson auf die Bühne und sorgte für den Clou des Abends: mit Dieter Gräfe habe er eine Stiftung gegründet. „Sie soll die Schule schützen – für immer.”