Inhalt anspringen

Landeshauptstadt Stuttgart

Literatur, Philosophie und Geschichte / Geschichte / Lesung

Katharinenstraße 35 - Die Geschichte eines Hauses

Das heute unter Denkmalschutz stehende Haus in der Katharinenstraße 35 kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: 1870 erbaut ging es 1892 in den Besitz des jüdischen Metzgermeisters Eduard Leiter über, der dort über fast vier Jahrzehnte ein Ladengeschäft führte.

  1. Veranstaltungsort
  2. Veranstalter
Katharinenstraße 35, Sommer 1942

Eduard Leiter wurde zusammen mit seiner Frau Ernestine im August 1942 nach Theresienstadt deportiert, nach Treblinka verbracht und dort ermordet. Im Rahmen der sogenannten Arisierung sicherte sich die Stadt Stuttgart den Besitz am Haus. Charles S. Leiter, der Sohn von Eduard und Ernestine, dem 1939 die Flucht in die USA geglückt war, gelang es nach 1945 nur mit großer Mühe, seine Rückerstattungsansprüche durchzusetzen.

Heute befindet sich in der Katharinenstraße 35 die Galerie Sichtbar, ein Projekt des Caritasverbandes für Stuttgart e.V. In der Galerie wird "Outsider Kunst" präsentiert, also Kunst von Menschen mit herausfordernden Biographien, schwierigen Lebenswegen und alternativen Problemlösungen. In der Veranstaltung wird in einem Kurzvortrag die besondere Geschichte des Hauses erzählt. Zugleich werden künstlerische Arbeiten gezeigt, die auf die Hausgeschichte Bezug nehmen.

In Kooperation mit dem Caritasverband für Stuttgart e.V. und der Galerie Sichtbar sowie der Stolperstein-Initiative Stuttgart-Mitte

Anmeldung

Haftungsausschluss

Ohne Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Rechtmäßigkeit der Information.

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.

Mehr erfahren