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Landeshauptstadt Stuttgart

Musik / Jazz / Aufführung

La Noche Argentina: Quinteto Astor Piazzolla & Melingo

8. Juli 202219:00Uhr23:00Uhr

La Noche Argentina im Rahmen der jazzopen stuttgart 2022: Quinteto Astor Piazzolla & Melingo im SpardaWelt Eventcenter.

Schlossplatz

Der Argentinier Astor Piazzolla starb 1992 in Buenos Aires im Alter von 71 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Der Begründer des Tango Nuevo arbeitete zu Lebzeiten leidenschaftlich daran, eine zeitgenössische Form des traditionellen Tango Argentino zu schaffen, die alle Zeiten überdauert.

Am meisten Aufsehen erreichte er dabei mit seinem Quintett, das er 1960 gründete und das stets in erstklassiger Besetzung mit Unterbrechungen bis zum Jahr 1988 existierte. Die Instrumente waren gesetzt: Bandoneon, Violine, elektrische Gitarre, Klavier und Bass. Nach seinem Tod gründete seine Ehefrau Laura Escalada Piazzolla die Astor Piazzolla Foundation und ließ das Quinteto Astor Piazzolla 1998 wiederaufleben. Nach über 20 Jahren gehören Pablo Mainetti (Bandoneon), Nicolás Guerschberg (Klavier), Serdar Geldymuradov (Violine), Armando de la Vega (Gitarre), Daniel Falasca (Kontrabass) und Julián Vat (musikalische Leitung) zur aktuellen Generation dieses Quintetts, das sich zur Aufgabe gemacht hat, den reinen Piazzolla-Klang in der heutigen Zeit zu bewahren - und nach Meinung der internationalen Fachpresse das einzige Ensemble, das die Einzigartigkeit und den Stil von Astor Piazzolla wiedergeben kann.

Keiner passt besser zu einer argentinischen Nacht als Melingo, die mystische Figur der argentinischen Rockszene, Verfechter des Tango Argentino, charismatischer Erzähler berührender Geschichten über die Randfiguren der Gesellschaft: Gauner, Zuhälter, Streuner, Hoffnungslose.

Daniel Melingo, Argentinier griechischer Abstammung und 1957 in Buenos Aires geboren, ist ein Künstler mit vielen Facetten. Er ist Schauspieler, Autor und Musiker (Klarinette, Gitarre, Saxophon, Komponist und Sänger) mit bisher 18 veröffentlichten Alben. Zu Hause am Konservatorium lernt er Klarinette und studiert Musikwissenschaft, Komposition und zeitgenössische Musik. Die Diktatur treibt ihn Ende der 70-er Jahre nach Brasilien, wo er viel mit Milton Nascimento zusammenspielt. Nach seiner Rückkehr 1982 schließt er sich der Protest-Pyschedelic-Rockband Los Abuelos de la Nada an (Die Großväter des Nichts) und widmet sich vielen Experimenten. In Madrid wird er Mitglied der Punkband Toreros Muertos, in Argentinien widmet er sich unter anderem der Filmmusik und gibt dem Tango mit Texten in der kraftvollen Gossensprache Lunfardo eine neue Richtung. Mit dem Album Linyera startet er 2014 eine dreiteilige Serie, die sich hauptsächlich um den Charakter des Vagabunden Celeste dreht. Es folgen die Alben Anda und Oasis, alle in der Tradition der berühmten Lunfardo-Dichter wie Luis Alposta. Kritiker bezeichnen Melingo gern als den "Tom Waits des Tango".

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