Degerloch

Die Degerlocher galten schon in früheren Zeiten als etwas eigenwillig. Zwar wurde der Ort 1908 nach Stuttgart eingemeindet, seine Eigenständigkeit hat man sich "auf dem Berg" aber bis heute zu erhalten gewusst.

Geschichte

Degerloch wurde um 1100 erstmals erwähnt, als ein Ritter den Ort dem Kloster Hirsau schenkte. Bis ins 19. Jahrhundert wurde in dem ruhigen Vorort hauptsächlich Ackerbau, Obst- und Weinanbau betrieben, eine Besonderheit war lange Zeit der Beruf des Strumpf- und Seidenwebers. Doch das Ortsbild sollte sich rasch verändern. Denn um die Entfernung zu Stuttgart zu verkürzen, hatte man zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Neue Weinsteige gebaut, seit 1884 verkehrt zusätzlich die Zahnradbahn. Diese günstigen Verkehrsverbindungen machten Degerloch zu einem begehrten Wohnort. Als 1880 die ersten Sommerhäuser am Rande Degerlochs gebaut wurden und der Stadtteil sich zum Höhenluftkurort etablierte, entstand schnell die Villengegend am Südhang.

Wappen Degerloch

Fernsehturm und Waldfriedhof

Die weit über Stuttgart hinaus bekannte Sehenswürdigkeit Degerlochs ist der Stuttgarter Fernsehturm. Von Fritz Leonhardt und Erwin Heinle errichtet, gilt der 217 Meter hohe und 4.500 Tonnen schwere Koloss als Vorbild für sämtliche Fernsehtürme der Welt. In 150 Metern Höhe befinden sich Senderäume des Südwestdeutschen Rundfunks (SWR), ein Restaurant und zwei Aussichtsplattformen. Sie vermitteln einen herrlichen Panoramablick über Stuttgart.

Derzeit ist der Stuttgarter Fernsehturm jedoch aus brandschutztechnischen Gründen für Besucher geschlossen!

Sehenswert ist auch der kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges errichtete Waldfriedhof. Hier befinden sich unter anderem die Gräber von Persönlichkeiten wie Theodor Heuss, Arnulf Klett und Paul Bonatz.

FernsehturmVergrößern
Fernsehturm. Foto: Stuttgart Marketing

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