Einstein in der Kita

In den städtischen Einstein-Kitas können Stuttgarter Kinder ihren Forschergeist spielerisch ausleben, selbst den Geheimnissen der Welt, der Dinge und der Natur nachspüren und dabei wichtige soziale Erfahrungen in der Gemeinschaft mit anderen Kindern sammeln - ganz im Sinne des genialen Wissenschaftlers Albert Einstein, der seine Überzeugung so formulierte: "Das Schönste und Tiefste, was ein Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen."

Seit 2003 entwickeln Fachkräfte in Erziehungspartnerschaft mit Eltern und bürgerschaftlich Engagierten ein richtungsweisendes, neues Bildungs- und Erziehungskonzept das bundesweit große Anerkennung erfährt: So 2005 durch den Gewinn beim bundesweiten Wettbewerb "Alle Talente fördern", durch die dreimalige Auszeichnung der Einstein-Kita Bismarckstraße 6 mit dem Stuttgarter Innovationspreis und 2008 durch die Auszeichnung der Einstein-Kita Daimlerstraße 107 mit dem bundesweiten Präventionspreis.

Experimentieren in der Einstein-KitaVergrößern
Wenn es ums Experimentieren geht, sind alle voll bei der Sache. Foto: Kathrin Harms

Jedes Kind wird individuell gefördert

Jedes Stuttgarter Kind wird mit seinen individuellen Interessen und Gefühlen, seinem Entwicklungsprofil und dem sprachlichen, kulturellen und sozialen Hintergrund seiner Familie wahrgenommen.

Die Beobachtungen der ErzieherInnen münden in individuelle Bildungspläne. Die Kinder werden aktiv an der Alltagsgestaltung und Projekten beteiligt. Dazu finden auch Kinderkonferenzen statt, um beispielsweise gemeinsame Bildungserlebnisse von Kindern mit ähnlichen Fragestellungen auf den Weg zu bringen. Auf diese Weise sollen die Bildungsprozesse aller Kinder vertieft und neue Bildungsbereiche erschlossen werden.

Die Bildungsbereiche orientieren sich am baden-württembergischen Orientierungsplan und umfassen die Bereiche Sprache - Kommunikation - Literatur, Körper und Bewegung, Musik - Soziales Lernen - Experimente sowie Naturphänomene - Mechanik - Konstruktion. Korrespondierend dazu sind die Räume in den Kitas unterschiedlich gestaltet.

Klettern in der Einstein-KitaVergrößern
Klettern ist klasse. Foto: Kathrin Harms

Sprachförderung

Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die Kinder all ihr Tun sprachlich differenziert in Worte fassen und dabei durch die Fachkräfte im Dialog unterstützt und gefördert werden. Zusätzlich wird die Präsenz der deutschen Sprache durch andere Sprachvorbilder wie Vorlesepatinnen und -paten bewusst gesichert. Mittels regelmäßiger Sprachstandserhebungen wissen die ErzieherInnen wo bei jedem Kind Schwerpunkte in der Sprachförderung gesetzt werden müssen und können auch die Eltern entsprechend beraten. Mehr dazu...

Erziehungspartnerschaft wird großgeschrieben

Die wichtigsten Beobachtungen und Erfahrungen in der Bildungsgeschichte der Mädchen und Jungen werden von den BetreuerInnnen für jedes Kind in einem persönlichen Bildungs- und Entwicklungsbuch - Portfolio genannt - festgehalten und regelmäßig mit den Eltern besprochen und ausgewertet.

Auch sonst wird eine intensive Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Kita gepflegt, die bereits mit der Anwesenheit von Mutter und Vater während der Eingewöhnungszeit beginnt. Später gehören dazu vielfältige gemeinsame Aktivitäten im Rahmen von Projekten und Festen sowie eine alle zwei Jahre stattfindende Elternbefragung mit gemeinsamer Auswertung durch Kita-Leitung und Elternbeirat. Außerdem entwickeln sich die Kitas immer mehr zu Familien-Treffpunkten mit Beratungs- und Bildungsangeboten. So können Eltern zum Beispiel Kinderbücher und Spiele ausleihen.

Wer sich für die Literatur- und Spielelisten der Einsteinkitas interessiert, findet hier alle Informationen:

In Einstein-Kitas kommen auch kleine Handwerker voll auf ihre KostenVergrößern
Schutzbrille muss sein, wenn es mit Schlegel und Meisel ans Werk geht. Foto: Kathrin Harms

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