Energie
Voraussetzung für eine zukunftsfähige Gesellschaft ist auch eine nachhaltige Energieversorgung. Hierzu muss der Energieverbrauch auf ein Minimum begrenzt und der verbleibende Energiebedarf mit dem lokalen Energieangebot gedeckt werden. Diese Umgestaltung der Energieversorgung ist eine zentrale Aufgabe insbesondere für die Kommunen, die es zu lösen gilt, damit Städte zukunftsfähig bleiben.
Nachhaltiger Umgang mit Energie
Stuttgart hat in der Vergangenheit wichtige Voraussetzungen für den nachhaltigen Umgang mit Energie geschaffen. Dazu gehört seit über 30 Jahren ein Energiemanagement für die stadteigenen Liegenschaften, das mit einem zentralen Controlling, energetischen Vorgaben, einem stadtinternen Contractingmodell, einer Reihe von Anlagen mit erneuerbaren Energien und insbesondere mit vorbildhaften, energetischen Demonstrationsvorhaben den Energie- und Wasserverbrauch signifikant reduziert hat. Mit vertraglich abgesicherten Energievorgaben für private Bauvorhaben, einem Förderprogramm im Energiebereich und einem Energieberatungszentrum für Privatpersonen im Wohnungsbau wurden bereits richtungsweisende Ansätze verfolgt.
Als zentrales Element der Energiepolitik der Stadt Stuttgart wurde ein 10-Punkte-Programm entwickelt. Mit dem Projekt Stadt mit Energieeffizienz SEE Stuttgart wird nun das Energiekonzept ausgestaltet. Hierbei bedeuten die Bereiche Energie sparen und erneuerbare Energien sowie umweltfreundliche Verkehrsentwicklung die zentrale Rolle.
Zukunftsweisende Energieprojekte
Darüber hinaus beteiligt sich die Stadt an verschiedenen Netzwerken (Arbeitskreis Energieeinsparung des Deutschen Städtetags, Rat der Gemeinden und Regionen in Europa, Energie Cités). Die bereits in der Vergangenheit durchgeführten Forschungsvorhaben zeigen, dass sich die Stadt intensiv mit innovativen Ansätzen und Technologien auseinandersetzt und dass sie bei Demonstrationsvorhaben die Umsetzung der notwendigen Schritte und die damit verbundene Verbreitung der Maßnahmen intensiv verfolgt. Mit Triple Zero, einem auf die kommenden Jahre angelegten Klima-, Energie- und Ressourcenspar-Programm, sollen Gebäude entwickelt werden, die keinen Energieverbrauch haben, die keine Emissionen erzeugen und die möglichst keine natürlichen Ressourcen (Materialien oder Flächen) verbrauchen.
Energiebericht 2011 liegt vor
Seit 1976 wurden bei der Heizenergie, Strom und Wasser 490 Millionen Euro eingespart. Folgende Entwicklungen haben sich gegenüber dem Vorjahr ergeben.
- Heizenergieverbrauch -14,4 % auf 279.523 MWh (Grund ist die milde Witterung)
- Stromverbrauch -2,0 % auf 198.472 MWh
- Wasserverbrauch -4,5 % auf 1.685.487 m³
- Kosten für Energie und Wasser: +3,6 % auf 60 Mio. Euro
- Anteil erneuerbarer Energien
Wärme 7,2 % (20.040 MWh)
Strom 5,3 % (10.422 MWh) - CO2 Emissionen der städtischen Liegenschaften -35 % auf 98.768 t CO2 (-51,6 % gegenüber 1990).Grund ist die milde Witterung und die Erhöhung des Ökostromanteils von 25 % auf 67 %.
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