Sozialmietwohnungen

Bund, Land und die Landeshauptstadt Stuttgart fördern seit Jahrzehnten den Bau von Sozialwohnungen. Als Gegenleistung sind die Bauherren die Verpflichtung eingegangen, bestimmte Belegungs- und Mietpreisbindungen zu beachten.

Günstige Mietwohnung mit gewissen Voraussetzungen

Der Verfügungsberechtigte (in der Regel der Eigentümer) darf eine Sozialwohnung einem Wohnungssuchenden zum Gebrauch nur überlassen, wenn dieser ihm vorher seine Wohnberechtigung durch Übergabe eines Wohnberechtigungsscheins nachweist, die Wohnung die angemessene Wohnungsgröße nicht übersteigt und kein Vorbehalt für bestimmte Personengruppen besteht.

Der Wohnberechtigungsschein

Der Wohnberechtigungsschein wird auf Antrag vom Amt für Liegenschaften und Wohnen ausgestellt, wenn das Einkommen aller zum Haushalt zählenden Familienangehörigen die Einkommensgrenze nach § 30 Abs. 5 des Landeswohnraumförderungsgesetzes einhält.

Den Wohnberechtigungsschein erhalten Sie, wenn Ihr Jahresbruttoeinkommen folgende Grenzen nicht überschreitet:

1 Person      21.730 Euro
2 Personen 28.885 Euro
3 Personen 37.270 Euro
4 Personen 45.655 Euro
5 Personen 54.040 Euro

Je nach Wohnungstyp bzw. Förderart können teilweise um bis zu 60 % erhöhte Einkommensgrenzen gelten.

Hinweis: Im städtischen Programm "Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher" gelten sogar um 90 % erhöhte Einkommensgrenzen.

Wohnungen mit städtischem Belegungsrecht

Die Stadt hat das Belegungsrecht an 16.500 Mietwohnungen in Stuttgart. Da diese Wohnungen nur im Rahmen von Mieterwechseln neu belegt werden können und nur wenige Sozialmietwohnungen neu erstellt werden, ist mit einer durchschnittlichen Wartezeit bis zur Wohnungsvermittlung von 6 Monaten zu rechnen. In Einzelfällen kann dieses auch bis zu 1,5 Jahren betragen.

Der Wohnungssuchende wird, entsprechend den vom Gemeinderat beschlossenen Vormerk- und Belegungsrichtlinien, in die Datei der Wohnungssuchenden aufgenommen. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Vormerkung sind ein mindestens dreijähriger Aufenthalt in Stuttgart (Ausnahme: Arbeitsplatz in Stuttgart) und ein Mindestalter von Alleinstehenden von 25 Jahren.

Satzung Höchstmieten

Die zulässige Höchstmiete für Sozialwohnungen in Stuttgart wird nach Abschaffung der Kostenmiete für öffentlich geförderte Wohnungen in Baden-Württemberg zum 1. Januar 2009 durch eine städtische Satzung bestimmt. Ab dem Jahr 2011 werden die ausgewiesenen Höchstmieten mit den Mietpreissteigerungen der jeweiligen Mietspiegel fortgeschrieben.

Die Satzung über die Höhe der zulässigen Mieten für öffentlich geförderte Wohnungen und eine Informationsliste über die aktuellen Satzungsmieten öffentlich geförderter Wohnungen sind unter Publikationen abrufbar.