In einer historischen Parkanlage gelegen, bietet das Freilichtmuseum Städtisches Lapidarium einen besonders reizvollen Zugang zur Bau- und Kulturgeschichte der Landeshauptstadt. Über zweihundert Plastiken und Überreste zerstörter oder abgerissener Bauten der Stadt sind zu sehen. So bilden unter anderem die Jaspis-Schale aus dem Besitz der Königin Olga (1858), die Eingangsfassade vom Wohnhaus des Baumeisters Heinrich Schickardt, das Portal der großen Mühle in Berg (1613) und einige anderen Portale, Säulen und Architekturteile die bedeutendsten Stücke der Anlage. Im Jahre 1905 ließ Carl von Ostertag-Siegle den Park anlegen. Sein Schwiegervater Gustav Siegle war ebenfalls ein großer Förderer der Stadt und Großindustrieller. 45 Jahre später, 1950, erwarb die Stadt die Anlage und richtete auf Initiative von Professor Gustav Wais das Städtische Lapidarium ein. Die Atmosphäre des "steinernen Gartens" mit Terrassen, Brunnenhof und alten Bäumen ist ruhig und zauberhaft zugleich. Gerne verweilt der Besucher an diesem einzigartigen Ort in Stuttgart. Die Vorbilder des angelegten Lapidariums sind italienische Renaissancegärten.
In den Sommermonaten finden im Lapidarium zahlreiche Veranstaltungen statt.
Öffnungszeiten
Das Städtische Lapidarium ist nur in der warmen Jahreszeit zugänglich.
Die Öffnungszeiten sind:
- Mi, Do, Fr, Sa. 14:00 - 18:00 Uhr
- So.11:00 - 18:00 Uhr
Das Lapidarium ist vom 1. Mai bis 19. September 2010 geöffnet.

Marmorskulptur einer Quellnymphe nach einem Entwurf von Johann Heinrich Dannecker. Foto: Ulli AyadiMarmorskulptur einer Quellnymphe nach einem Entwurf von Johann Heinrich Dannecker. Foto: Ulli Ayadi