Münster

Münster ist ein Bezirk, dessen Grenzverlauf sich über die Jahrhunderte hinweg mehrmals geändert hat. Das hat der kleine Ort nicht zuletzt einem kräftigen Mönch zu verdanken, der anlässlich einer Wette einen schweren Stein in Richtung Mühlhausen trug. Die Stelle, an der er ihn schließlich fallen ließ, wurde neue Ortsgrenze. Jenseits dieser Grenze entstand später der Mühlhausener Stadtteil Mönchfeld. Historiker vermuten zwar, dass es auf dem heutigen Gebiet Münsters schon in der Keltenzeit Siedlungen gab, die erste urkundliche Nennung stammt aber erst aus dem Jahr 1193. Hierin wird der Ort als Besitz des Klosters Lorch genannt.

Geschichte geprägt vom Kloster Lorch

Der Ortsname leitet sich vermutlich von dem lateinischen Wort "monasterium" (Kloster) ab. Seine Frühgeschichte ist geprägt von dem vermutlich 1473 errichteten Pfleghof des Klosters Lorch. Von hier aus zog das Kloster die ihm gebührenden Naturalabgaben aus zahlreichen Gemeinden um Münster ein. Das Haus des Lorch'schen Klosterpflegers wurde später zum Schloss des Staatsministers Graf von Zeppelin umgestaltet und 1943 ein Opfer des Krieges.

Wappen Münster 100px

Jüngere Geschichte

Ursprünglich ein Bauern- und Weingärtnerdorf, entwickelte sich der Ort zu Beginn des 19. Jahrhunderts - gefördert durch den Bau des 855 Meter langen König-Wilhelm-Viadukts (1896) und der 1895 gebauten Bahnstrecke Untertürkheim - Kornwestheim - rasant von 2190 Einwohnern im Jahre 1895 auf 4600 in 1916. Heute zählt Münster rund 6300 Einwohner.

Blick auf einen Ort an einer Flussbiegung liegendVergrößern
Blick auf Münster vom Zuckerberg. Foto: Manfred Engelmann

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