Vom Schoch Areal zum Quartier am Wiener Platz

Die ca. 2,8 ha große Fläche liegt in zentraler Lage zwischen dem Bahnhof Feuerbach und dem Stadtbezirkszentrum an der Stuttgarter Straße. Nach über 80 Jahren Industrietätigkeit am Standort liegt das Areal brach. Die Landeshauptstadt Stuttgart hat das Areal erworben und investiert erhebliche Mittel, insbesondere bei der Sanierung der Altlasten, damit diese städtebaulich wertvolle Fläche wieder bebaut werden kann. Gebiet im Stadtplan ansehen.

Im Dezember 2012 wurde der städtebauliche Wettbewerb zur Entwicklung des ehemaligen Schoch Areals entschieden. In die Auslobung flossen die Ergebnisse der zweistufigen Bürgerbeteiligung vom Oktober 2011 und April 2012 ein.

Der erste Preis von Schüler-Architekten (Düsseldorf) und faktorgruen (Freiburg) sieht ein gemischt genutztes Gebiet mit einer gegliederte Blockrandbebauung als "Tor zu Feuerbach" vor. Zur Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses wird derzeit ein neuer Bebauungsplan aufgestellt.

Im Baufeld Süd (BS) soll ein gemischt genutztes Gebiet mit ca. 140 Wohnungen mit unterschiedlichen Wohnformen realisiert werden. In den Erdgeschosszonen sollen nichtstörendes Gewerbe - insbesondere kleinteiliger Einzelhandel und Gastronomie zur Belebung des öffentlichen Raums - vorgesehen werden. Eine Kindertagesstätte ergänzt das Baufeld.

Die Realisierung erfolgt durch verschiedene Bauherren. Ende 2017 wurden hierfür unterschiedliche Grundstücksvergabeverfahren gestartet. Die Entwicklung der Baulose BS1-3 wird durch Unternehmen (Wohnungsbaugesellschaften, -genossenschaften) des "Bündnis für Wohnen" gewährleistet. Das Baulos BS4 ist für Baugemeinschaften reserviert.

Weitere Informationen finden Sie hierzu unter:

www.stuttgart.de/immobilien (Grundstückvergabe an Baugemeinschaften im Quartier am Wiener Platz)
 
www.stuttgart.de/baugemeinschaften (Allgemeine Informationen zu Baugemeinschaften)

Das Baufeld Nord (BN) ist geprägt durch eine hochwertige "Mantelbebauung", direkt angrenzend an die Entwicklungsfläche der Firma Klumpp (Logistik- und Produktionseinheiten). In der Burgenlandstraße sind gemischte Nutzungen, Einzelhandel, nicht störendes Kleingewerbe sowie Wohnanteile (u.a. 2 Pflege-Wohngemeinschaften) möglich. Dem Blockabschluss zum Wiener Platz bleiben Büros, Dienstleistungen, Einzelhandel und Gewerbe, sowie einem Beratungszentrum für Jugend und Familie vorbehalten.
In den Erdgeschosszonen sollen publikumsintensive Nutzungen zur Belebung des öffentlichen Raums untergebracht werden. Insgesamt ist ein Verhältnis von 20 Prozent Wohnen und 80 Prozent Nichtwohnen vorgesehen.

Anfang 2018 soll das Grundstücksvergabeverfahren Baufeld Nord zur Realisierung der "Mantelbebauung" gestartet werden.

Aufgrund der optimale Anbindung des Areals an den öffentlichen Personennahverkehr soll auf Basis eines Mobilitätskonzeptes eine modellhafte Reduzierung des Stellplatzbedarfs mit Angeboten für Carsharing erfolgen.
Das Energiekonzept für das neue Quartier sieht eine Versorgung unter anderem über ein Biomethan-Blockheizkraftwerk in Verbindung mit großflächigen Photovoltaik-Anlagen vor.

Im Osten des Plangebiets wurde das ehemalige Postgebäude (Baufeld Ost BO) in die städtebauliche Planung integriert mit dem Ziel dieses einer attraktiven neuen Nutzung zuzuführen.

Auf über einem Hektar Gesamtfläche werden neue qualitätsvolle öffentliche Platz-, Grün- und Straßenflächen entstehen (Planung faktorgruen). Hierzu wurde 2015 erneut eine Bürgerbeteiligung durchgeführt.

Weitere Informationen

Broschüre Feuerbach 7 - Wiener Platz (PDF)

Kennzahlen:
Bebauungsplan im Verfahren (gesamt) ca. 2,8 ha

Schoch-Areal (Feu 251) Baufeldschema M:1000Schoch-Areal (Feu 251) Baufeldschema M:1000. Grafik: LHS

  • Neubauflächen (Baufeld Süd BS, Baufeld Nord BN, Fa. Klumpp) ca. 1,3 ha
  • Bestehende Bauflächen (Neuordnung Baufeld Ost BO) ca. 0,3 ha
  • Öffentliche Freiflächen (Plätze, Straßen, Grünflächen usw.) ca. 1,2 ha
Bruttogeschossfläche
  • Baufeld Nord ca. 8.500 m²
  • Baufeld Süd ca. 18.000 m²
Wohneinheiten gesamt ca. 150 Wohneinheiten, davon werden im Baufeld Süd 100 Wohneinheiten für den geförderten Wohnungsbau und mindestens 40 Wohneinheiten für Baugemeinschaften zur Verfügung stehen.

Grundstücksvergabeverfahren 2017 / 2018
Auswahlverfahren für Baugemeinschaften seit 2017

Baubeginn: vorrausichtlich 2019

Webcam: Schoch Areal

Was tut sich gerade am Schoch-Areal? Informieren Sie sich über den aktuellen Stand mit der Webcam:



Video: Zukunft Schoch Areal - der Abriss

Der Film (2016) zeigt vor welchen Herausforderungen die Stadt Stuttgart steht, um das Gelände wieder bebauen zu können. Die Industriebrache ist schwer belastet mit giftigen Substanzen. Etwa 19,5 Millionen Euro wird die Altlastensanierung des Bodens kosten, die im Moment durchgeführt wird.


Video: Zukunft Schoch Areal - Industriebrachen im Umbruch

Der Film (2014) zeigt die Geschichte des Areals von der Industriebrache bis zum Planungswettbewerb.



Video: Rückbau des Schoch-Areals

Den Rückbau des Schoch-Areals bis November 2015 können Sie hier im Zeitraffer-Video nachverfolgen:



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