Vaihingen

Die erste Erwähnung Vaihingens stammt aus der Zeit um 1100, als es im Besitz der Grafen von Calw war. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam der Ort zum Königreich Württemberg und zählte etwa 1.300 Einwohner. Seit der Eingemeindung ist er der flächengrößte Bezirk Stuttgarts. Dank der guten Anschlüsse an die öffentlichen Verkehrsmittel, an die überörtlichen Straßen, an den Flughafen und der günstigen Infrastruktur ist Vaihingen ein bevorzugtes Wohn-, Arbeits- und Bildungsgebiet.

Geschichte bis zur Nachkriegszeit

Die 1879 fertiggestellte Eisenbahnlinie Richtung Horb und die Filderbahn machten Vaihingen zum Verkehrsknotenpunkt auf der Filder und ermöglichte eine stürmische Entwicklung im gewerblichen Bereich und bei der Bevölkerungszunahme. Zahlreiche namhafte Firmen ließen sich hier nieder.

Im Zuge der Zeitverhältnisse vereinigten sich am 1. Oktober 1936 Vaihingen und Rohr. Beide Gemeinden wurden am 1. April 1942 nach Stuttgart eingemeindet. Der landschaftlich reizvoll gelegene Stadtteil Büsnau entstand nach dem zweiten Weltkrieg, als sich Flüchtlinge aus der Bukowina hier eine neue Heimat schufen. Zur Linderung der Wohnungsnot wurde Ende der 50er Jahre der Stadtteil Dürrlewang aufgesiedelt.

Wappen Vaihingen

Vom Industrie- zum Gewerbestandort

Der Wandel vom Gewerbe- und Industriestandort zum Dienstleistungsstandort ist die augenfälligste Veränderung der vergangenen Jahre. Begünstigt wurde dies durch die Tatsache, dass die Universität Stuttgart seit 1957 den Uni-Campus Pfaffenwald entwickelte. Dazu gesellten sich die Institute der Fraunhofer Gesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die Hochschule Druck und Medien und das Bildungszentrum der Telekom. Vaihingen ist heute der Bildungsstadtbezirk innerhalb der Landeshauptstadt, was sich positiv auf die Arbeitsstättensituation auswirkt. Die rasante Entwicklung im Stuttgarter Engineering Park (StEP) bestätigt dies.

ein modernes verglastes Hochaus, in dem sich die Sonne spiegeltVergrößern
Der Colorado-Turm. Foto: Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung

Büsnau

Die Geschichte des heutigen Stadtteils Büsnau ist noch jung. Obwohl schon 1109 erstmals urkundlich erwähnt, erlosch die Siedlungsgeschichte Büsnaus im Mittelalter. Seit 1448 württembergisch, beherbergte es nacheinander einen Viehhof, Guts- und Gestütshof. 1931 begann der Neuaufbau.

Einen ungeahnten Aufschwung in der Nachkriegszeit lösten vertriebene Deutsche vor allem aus der Bukowina aus. Sie schufen sich mit beispielhaftem Einsatz in Büsnau eine neue Heimat.

Dürrlewang

Die große Wohnungsnot der Nachkriegszeit führte Mitte der 1950er Jahre zur Planung und zum Bau des Neubaugebietes Dürrlewang. Evangelische und Katholische Gemeindezentren und eine Reihe von Einzelhandelsgeschäften bilden eine ausgewogene Struktur, wodurch es sich im Stadtteil Dürrlewang angenehm wohnen lässt.

Rohr

Die Ortsgeschichte von Rohr lässt sich bis ins Jahr 1271 zurückverfolgen. Seit 1400 zu Württemberg gehörend, war Rohr immer wieder Ausgangspunkt herrschaftlicher Jagden in den Schönbuch. Der wirtschaftliche Aufschwung setzte auch in Rohr nach dem Bau der Gäu- und Filderbahn ein. 1936 wurde Rohr mit 2108 Einwohnern nach Vaihingen eingemeindet.

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