Bonuscard

Die Landeshauptstadt Stuttgart gewährt Ihnen mit der Bonuscard + Kultur eine freiwillige soziale Leistung. Mit dieser können Sie Ermäßigungen und Zuschüsse für vielfältige Angebote erhalten. Dem Berechtigtenkreis soll dadurch ermöglicht werden, trotz finanzieller Einschränkungen, am kulturellen, sportlichen und sozialen Leben in der Stadt teilzunehmen. Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, mit der Bonuscard + Kultur vergünstigte MonatsTickets für den öffentlichen Nahverkehr innerhalb des Stadtgebietes von Stuttgart zu beziehen.

Über alle Vergünstigungen der Bonuscard + Kultur 2016 informiert Sie das hinterlegte Faltblatt

Der Antrag auf die Bonuscard + Kultur sowie die allgemeinen Informationen finden Sie hier: 

Bonuscard 2016Vergrößern

Änderungen ab 01. Januar 2017

Zum 01. Januar 2017 ändern sich die Zugangsvoraussetzungen für die Bonuscard + Kultur aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses. Der Grund für diese Entscheidung ist mehr Einzelfallgerechtigkeit  bei der Gewährung der Bonuscard + Kultur zu erreichen und somit in Zukunft die individuelle Finanzsituation eines Haushalts besser berücksichtigen zu können.

Aus diesem Grund wird der Erhalt der Bonuscard + Kultur ab dem 01. Januar 2017 ausschließlich an den tatsächlichen Bezug von Sozialleistungen gekoppelt werden. Für den Erhalt der Bonuscard + Kultur sind Personen anspruchsberechtigt, die mit ihrem Hauptwohnsitz in Stuttgart gemeldet sind und

  • Wohngeld oder
  • Kinderzuschlag (nicht Kindergeld) oder
  • Leistungen nach dem SGB II oder
  • Leistungen nach dem SGB XII oder
  • Leistungen nach dem AsylbLG oder
  • Jugendhilfe (SGB VIII )
erhalten.

Ihre bisherige Möglichkeit, die Bonuscard + Kultur im Rahmen der sogenannten "Schwellenhaushaltsberechnung" zu erhalten, wird entfallen. Selbstverständlich können Sie bei den Wohngeldstellen in Stuttgart im Rahmen eines Wohngeldantrags überprüfen lassen, ob Sie in Zukunft zum Bezug von Wohngeld berechtigt sind und auf dieser Grundlage ab dem Jahr 2017 die Bonuscard + Kultur erhalten. Weitere Informationen zum Wohngeld (einschließlich Vordrucke) erhalten Sie beim Thema Wohngeld.


Berechtigtenkreis

Anspruchsberechtigt für den Erhalt der Bonuscard + Kultur sind ausschließlich Personen, die mit  ihrem Hauptwohnsitz in Stuttgart gemeldet sind und

  • Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II)
  • Leistungen nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch (SGB XII)
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
  • Wohngeld
  • Kinderzuschlag
  • Jugendhilfe (SGB VIII)
beziehen.

Anspruchsberechtigt sind auch Personen mit geringem Einkommen, die keinerlei soziale Transferleistungen zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes beziehen.

Folgende Personen erhalten die Bonuscard + Kultur 2016 ohne besonderen Antrag:
  • Personen, die am 06.12.2015 Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (ALG II) erhalten haben. Wurde über den Antrag erst nach dem 06.12.2015 entschieden, erfolgt die Ausgabe der Bonuscard + Kultur durch die Dienststelle Freiwillige Leistungen des Sozialamts nach Vorlage des aktuellen Bewilligungsbescheides des JobCenters Stuttgart.
  • Personen, die im November 2015 Leistungen nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch (Sozialhilfe - oder Grundsicherungsleistungen) sowie Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten haben. Wurde über diesen Antrag erst nach dem 30.11.2015 entschieden, erfolgt die Ausgabe der Bonuscard + Kultur durch die Dienststelle Freiwillige Leistungen des Sozialamts nach Meldung durch den Bürgerservice Soziale Leistungen.
Kinder unter 6 Jahren erhalten keine eigene Bonuscard + Kultur 2016. Bei der Inanspruchnahme von Vergünstigungen kann aber die Bonuscard + Kultur 2016 der Eltern vorgelegt werden.


Empfänger von Wohngeld oder Kinderzuschlag

Empfänger von Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten unabhängig von der Höhe ihres Einkommens die Bonuscard + Kultur. Hierfür ist lediglich ein ausgefüllter Antrag für das Jahr 2016 sowie die Vorlage eines aktuellen Bewilligungsbescheides über den Bezug von Wohngeld oder Kinderzuschlag erforderlich.


Einkommensgrenze

Personen, die nicht unter einen der oben genannten Berechtgtenkreise fallen und deren Einkommen nur geringfügig über dem Regelbedarf nach SGB II oder SGB XII liegt, können ebenfalls auf Antrag die Bonuscard + Kultur erhalten.
Voraussetzung hierfür ist, dass die Gesamteinkünfte aller im Haushalt lebenden Familienangehörigen die jeweilig zutreffende Einkommensgrenze nicht übersteigen.

Bei einer Überschreitung der für Sie geltenden Einkommensgrenze während des Jahres 2016 sind Sie verpflichtet die Bonuscard + Kultur 2016 dem Sozialamt zurückzugeben.

Die Einkommensgrenzen wurden durch den Gemeinderat wie folgt festgesetzt:

Haushalte mit Erwerbstätigen

Anzahl der Kinder

Singles/
Alleinerziehende

Paare

0 1.050,00 € 1.480,00 €
1 1.620,00 € 1.830,00 €
2 1.960,00 € 2.150,00 €
3 2.300,00  € 2.470,00 €
4 2.640,00 € 2.790,00 €

Haushalte ohne Erwerbstätige
Anzahl der Kinder Singles/
Alleinerziehende
Paare
0 780,00 € 1.180,00 €
1 1.350,00 € 1.530,00 €
2 1.690,00 € 1.850,00 €
3 2.030,00 € 2.170,00 €
4 2.370,00 € 2.490,00 €

Für Personen mit einer Behinderung von mindestens 50 Prozent wird die Einkommensschwelle um 60 Euro erhöht.

Bei Familien mit 5 oder mehr Kindern sind für den Erhalt der Bonuscard + Kultur keine Einkommensnachweise vorzulegen. Es ist lediglich ein Nachweis über den Kindergeldbezug für mindestens 5 Kinder vorzuweisen. Die Kinder müssen mit dem Hauptwohnsitz bei den Eltern in Stuttgart gemeldet sein.


So wird das anrechenbare Einkommen ermittelt

Das Einkommen wird aus allen Einkünften der Haushaltsmitglieder (auch des Ehe-/Lebenspartners und der Kinder) ermittelt. Zugrunde gelegt werden dabei in der Regel die durchschnittlichen monatlichen Bruttoeinkünfte (einschließlich Sonderzahlungen),

Von den durchschnittlichen Bruttoeinkünften werden zur Berechnung des anzurechnenden Einkommens folgende Pauschalbeträge abgezogen:

  • 35 Prozent vom Erwerbseinkommen von Arbeitern und Angestellten
  • 25 Prozent von Beamtenbezügen
  • 6 Prozent von sonstigen Einkünften (z.B.: Kindergeld, Unterhalt, Unterhaltsvorschuss, Unterhaltsgeld, Arbeitslosengeld I, Elterngeld, Krankengeld, Rente, Minijob, usw.)
Hierdurch sind Abzüge für Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Beiträge zu öffentlichen und privaten Versicherungen sowie Werbungskosten (z.B.: Fahrtkosten) abgegolten.
Der so ermittelte Gesamtbetrag (sogenanntes bereinigtes oder anrechenbare Einkommen) wird der jeweiligen Einkommensgrenze (vgl. Tabelle) gegenüber gestellt.


Welche Belege sind bei Antragstellung erforderlich?

Ihre gesamten Einkünfte belegen Sie bitte mit entsprechenden Nachweisen wie z.B.:

  • mit einer aktuellen Gehaltsabrechnung (z.B.: Dezember 2015),
  • dem Steuerbescheid 2014,
  • Ihrem aktuellen Arbeitslosengeldbescheid,
  • Ihrem letzten Rentenbescheid (Zusatzrente, Betriebsrente, Witwenrente),
  • Ihrem Wohngeld-, Kindergeld-, oder Kindergeldzuschlagsbescheid.

Vergünstigungen durch die Bonuscard + Kultur

Regelungen für Kinder und Jugendliche:

Seit 2009 wurden, insbesondere für Kinder und Jugendliche, mit der Bonuscard + Kultur eine Vielzahl neuer Vergünstigungen eingeführt.

  • Gebührenbefreiung in Kindertageseinrichtungen, Horten und im Rahmen der verlässlichen Grundschule.
  • Ein auf 1 Euro vergünstigtes Mittagessen an allgemeinbildenden Schulen, Sonderschulen und Sonderschulkindergärten der Stadt Stuttgart.
  • Bei Aufenthalten im Waldheim sind keinerlei Kosten zu tragen.
  • Bei Kursen der Musikschule Stuttgart erhalten die Teilnehmer einen Rabatt in Höhe von 90 Prozent.
  • Gewährung eines frei verfügbaren Budgets für die städtischen, allgemein bildenden Schulen und Sonderschulen in Höhe von 50 Euro pro Schüler und Schuljahr. Dieses wird von den Schulen eigenverantwortlich zur Förderung von finanzschwachen Kindern in den Bereichen Gesundheit, Bewegung, Musik und Kultur eingesetzt.
  • Gewährung eines Sachmittelbudgets für
    Tageseinrichtungen für Kinder von 0-6 Jahren, Horte und Schülerhäuser/Ganztagsschulen in Höhe von 100 Euro pro Kind.
     

Kommunale Schulbeihilfe als Freiwilligkeitsleistung

Der Gemeinderat hat zum Haushalt 2010/2011 beschlossen, Kindern und Jugendlichen an allgemein bildenden Schulen der Klassenstufen 1 bis 13 eine sogenannte Schulbeihilfe in Höhe von 50 Euro pro Schüler als kommunale Freiwilligkeitsleistung für die Beschaffung von Schulmaterial zu gewähren.

Für die Gewährung der kommunalen Schulbeihilfe für das Schuljahr 2016/2017 gelten folgende Voraussetzungen:

  1. Der Schüler besucht im September 2016 eine allgemein bildende Schule in Stuttgart (das sind Grundschulen, Haupt- oder Realschulen, Werkrealschulen, Förder- oder Sonderschulen, Gymnasien, berufliche Gymnasien).
    Nicht gewährt werden kann die kommunale Schulbeihilfe beim Besuch einer Berufsschule, einer Hochschule oder einer sogenannten Grundförderklasse.
  2. Der Schüler ist im Besitz einer gültigen Bonuscard + Kultur 2016.
  3. Der Antrag wird zusammen mit den erforderlichen Unterlagen (ggf. Schulbescheinigungen) spätestens bis zum 31.12.2016 beim Sozialamt eingereicht.
  4. Der Schüler bzw. die Eltern erhalten zum Stichtag 01. August 2016 keine der folgenden gesetzlichen Leistungen:
  • Arbeitslosengeld II vom JobCenter Stuttgart
  • Grundsicherung/Sozialhilfe vom Sozialamt Stuttgart
  • Leistungen nach dem AsylbLG
  • Wohngeld nach dem WoGG
  • Kinderzuschlag von der Familienkasse nach dem BKGG
Sofern Sie am 01. August 2016 eine der unter Ziffer 4 genannten Leistungen beziehen, besteht ein Anspruch auf die gesetzlichen Bildungs- und Teilhabeleistungen, insbesondere für die Ausstattung mit Schulmaterial in Höhe von 100 Euro (davon 70 Euro zum 01. August und 30 Euro zum 01. Februar). Nähere Informationen hierzu erhalten Sie vom Jobcenter Stuttgart

Die kommunale Schulbeihilfe als Freiwilligkeitsleistung der Stadt Stuttgart kann in diesem Fall nicht gewährt werden!

Personen, die keinen Antrag auf Gewährung der kommunalen Schulbeihilfe per Post erhalten haben, können diesen sowie das dazugehörige Informationsschreiben ab Juli 2016 bei der Dienststelle Freiwillige Leistungen in der Eberhardstr. 33, 4. OG, 70173 Stuttgart während der Sprechzeiten erhalten.

Für Kinder der Jahrgänge 2010 bis 2011 ("Erstklässler") und ab Jahrgang 2000 und älter (1999, 1998 usw.) wird unbedingt eine Schulbescheinigung für das Schuljahr 2016/2017 benötigt. Diese ist im Schulsekretariat der Schule erhältlich und dem Antrag unbedingt beizufügen. Der vollständig ausgefüllte und zweifach unterzeichnete Antrag auf Gewährung der kommunalen Schulbeihilfe ist an folgende Adresse zu senden:

Freiwillige Leistungen (50-280)


Das Sozialamt wir die kommunale Schulbeihilfe für anspruchsberechtigte Kinder und Jugendliche, die eine allgemein bildende Schule besuchen, nach Eingang der vollständigen Antragsunterlagen voraussichtlich erst ab Ende September 2016 auf die im Antrag angegebene Bankverbindung überweisen.

Unvollständige oder nicht unterzeichnete Anträge werden nicht bearbeitet und gehen einschließlich der Unterlagen an den Antragsteller zurück.


Sozialticket ab Januar 2016

Inhaber einer Bonuscard + Kultur können zu den in der Tabelle aufgeführten reduzierten Fahrpreisen ein Sozialticket erwerben:
 

MonatsTicket Jedermann
 Zonen Regelpreis Zuschuss Preis Sozial Ticket
1 Zone 64,30 € 32,20 € 32,10 €
2 Zonen 83,00 € 41,50 € 41,50 €
3 Zonen 110,10 € 41,50 € 68,60 €
4 Zonen 136,60 € 41,50 € 95,10 €
5 Zonen 160,80 € 41,50 € 119,30 €
6 Zonen 188,60 € 41,50 € 147,10 €
7 Zonen/Netz 213,60 € 41,50 € 172,10 €

MonatsTicket 9-Uhr-Umwelt

 Zonen Regelpreis Zuschuss Preis Sozial Ticket
1 Zone 51,00 € 25,50 € 25,50 €
2 Zonen 66,00 € 33,00 € 33,00 €
3 Zonen 87,00 € 33,00 € 54,00 €
4 Zonen 107,00 € 33,00 € 74,00 €
5 Zonen 126,00 € 33,00 € 93,00 €
6 Zonen 140,00 € 33,00 € 107,00 €
7 Zonen/Netz 153,00 € 33,00 € 120,00 €

MonatsTicket Senioren
 Zonen Regelpreis Zuschuss Preis Sozial Ticket
3 Zone 53,00 € 26,50 € 26,50 €

MonatsTicket 14-Uhr-Junior
 Zonen Regelpreis Zuschuss Preis Sozial Ticket
Netz 21,30 € 10,70 € 10,60 €

Für Inhaber einer Bonuscard + Kultur, welche die o.g. Vergünstigungen nutzen, ist ein Jahresabo bei der SSB ausgeschlossen.

Um das ermäßigte Monatsticket in Anspruch nehmen zu können, benötigen Sie einen speziellen "Verbundpass Bonuscard". Sollten Sie noch nicht im Besitz eines solchen Verbundpasses sein, dann wenden sie sich bitte unter Vorlage Ihrer Bonuscard + Kultur 2016 direkt an eines der vier Kundenzentren der SSB oder eine der anderen SSB-Verkaufsstellen in Ihrem Stadtteil. Bei einem Verbundpass für das SeniorenTicket oder das 14 Uhr-JuniorTicket müssen Sie als Altersnachweis einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen.

Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) Kundenzentrum - Charlottenplatz
Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) Kundenzentrum - Hauptbahnhof
Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) Kundenzentrum - Klettpassage
Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) Kundenzentrum - Rotebühlplatz

Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH (VVS)


Weitere Vergünstigungen

Mit der Bonuscard + Kultur ist der Einkauf in den Läden der Schwäbischen Tafel und den sogenannten Sozialkaufhäusern möglich. Die einzelnen Verkaufsstellen sowie weitere Vergünstigungen können dem Flyer Bonuscard + Kultur 2016 entnommen werden. Siehe auch
Bonuscard-Partner



Kultur für Alle

"Kultur für Alle" ermöglicht den Inhabern der Bonuscard + Kultur die kostenlose Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen. Eine Vielzahl von Kulturinstitutionen sind der neuen Stuttgarter Initiative angeschlossen und stellen für ihre Veranstaltungen jeweils ein gewisses Kontingent an kostenfreier Tickets zur Verfügung.

Die Eintrittskarten sind

  • kostenlos
  • aus einem festen Kontingent
  • aus allen Preiskategorien
  • analog zu anderen ermäßigten Karten direkt bei den Einrichtungen zu reservieren und vorzubestellen
  • direkt von den beteiligten Kultureinrichtungen zu erhalten
Aktuelle und ausführliche Informationen erhalten Sie auch unter folgender Internetadresse.

KULTUR FÜR ALLE


Die Angebote der einzelnen Veranstaltungen können der Broschüre "Bunt & Umsonst" entnommen werden.


Infos zur Bonuscard + Kultur auf englisch

Hinweis

Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird in den Texten auf dieser Website nur die männliche Form verwendet. Die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen.

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