Präventionspreis "Partner für Sicherheit"

Stuttgart ist seit vielen Jahren eine der sichersten Großstädte Deutschlands. Seit 2010 verleiht die Stadt Stuttgart den Präventionspreis "Partner für Sicherheit". Damit werden Projekte aus der Stuttgarter Sicherheitspartnerschaft für ihre vorbildliche Arbeit in der Kriminalitätsvorbeugung gewürdigt.

Titelbild Präventionspreis 2017 - Ausschreibung

Präventionspreis 2017

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am Montag, 29. Mai 2017, im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses drei Projekte zur Kriminalitätsvorbeugung mit dem Präventionspreis "Partner für Sicherheit" ausgezeichnet. Der mit insgesamt 3.000 Euro dotierte Preis wurde zum vierten Mal vergeben.

Die Landeshauptstadt würdigt damit vorbildliche Projekte aus der Stuttgarter Sicherheitspartnerschaft für ihre erfolgreiche Arbeit in der Kriminalitätsvorbeugung und der Verkehrspräventionsarbeit. Die Preisgelder hat der Stuttgarter Vorsorge-Konzern Wüstenrot & Württembergische gestiftet.

Verleihung des Präventionspreis 2017 mit Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Verabschiedung von Jörg Hafner vom Weißen RingVerleihung des Präventionspreises 2017 mit Oberbürgermeister Fritz Kuhn und gleichzeitige Verabschiedung von Außenstellenleiter Jörg Hafner vom Weißen Ring. Foto: Lichtgut/Leif PiechowskiDie Preisträger


Preisträger 2015

  • 1. Platz "Wehr Dich mit Köpfchen", ein Projekt des Gemeinschaftserlebnisses Sport
Das Projekt richtet sich an Grundschulkinder der Klassen drei oder vier und Kinder mit Behinderungen der Klasse fünf. Im Vordergrund stehen das Fördern des Selbstbewusstseins und Empfehlungen für ein zivilcouragiertes Auftreten im Alltag. Präventionsbeamte sprechen mit den Kindern über ihre Möglichkeiten in Gewaltsituationen, fortgebildete Lehrkräfte setzen die theoretischen Inhalte in spielerische und praxisnahe Übungen um.

  • 2.Platz "Selbstbewusst" der Initiative "move&do"
Das Angebot richtet sich an Klassen der Stufe 8 bis 10 mit dem Ziel, die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen zu fördern. Dies geschieht in acht Modulen, welche sich aus Gruppenerlebnissen, Praxistraining und Selbstreflexion zusammensetzen. Nur wer sich mit seinen Stärken und Schwächen auseinandersetzt, kann selbstbewusst und teamfähig handeln und seinen Platz in der Gesellschaft finden.

  • 3.Platz "Kein Alk/ Kein Stress/ Mein Beat" der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft
Mit Themen rund um Alkohol, Gewalt und Sozialkompetenzen setzen sich 14- bis 19- Jährige in wöchentlich stattfindenden Treffen in drei Stuttgarter Stadtbezirken auseinander. Dabei spielt vor allem die Musik und das Verfassen von Rap-Texten eine wichtige Rolle.
Durch eine übergreifende Kampagne im Internet, auf Pick-up-Karten und in Radiobeiträgen werden die erarbeiteten Inhalte verbreitet, insbesondere der verantwortungsvolle Umgang mit Alkohol und Gewalt soll positiv belegt werden.


Preisträger 2012

  • Platz 1: "Hinschauen - Eingreifen. Stuttgart Süd zeigt Zivilcourage" (3.000 Euro)

Zivilcourage in einem ganzen Stadtteil stärken. Das ist das Ziel des Projektes, welches sich in Stuttgart Süd an alle gesellschaftlichen Gruppen wendet, wie Vereine, Schulen, Eltern, Migranten und viele mehr.

Fragen wie: "Warum helfen Menschen nicht, obwohl sie eine Notlage erkennen?", "Wie kann ich helfen, ohne selbst vom Täter angegriffen zu werden?" werden im Projekt analysiert und gemeinsam Lösungen entwickelt.
 

  • Platz 2: "Basketball um Mitternacht" (2.000 Euro)

Im Dreiwochenrhythmus gibt es Basketball-Veranstaltungen für Jugendliche ab 14 Jahren. Zwischen 22.00 Uhr und 00.30 Uhr können die Mannschaften in ihrem Wohngebiet bei dem Streetballturnier um den Sieg spielen.

Ziel ist es durch Sport und Kommunikation Aggressionen abzubauen, das Selbstvertrauen zu stärken und die Toleranz gegenüber anderen zu fördern. Jugendsachbearbeiter der Polizei stehen als Ansprechpartner bereit.
 

  • Platz 3: "Power Child" (1.000 Euro)
Das Programm dient der Aufklärung von Kindern der vierten Klassenstufe über Gewalt, um sie dadurch vor Straftaten und Übergriffen zu schützen. In einem sechsteiligen Workshop werden Gefahrensituationen spielerisch mit pädagogischen Handpuppen und altersgemäßen Rollenspielen erarbeitet. Polizeibeamte sprechen mit den Kindern darüber, wie sich mögliche Tatsituationen erkennen und vermeiden lassen.

Zusätzliche Auszeichnungen:

Zwei Projekte wurden für eine besondere Initiative in der Stuttgarter Sicherheitsarbeit ausgezeichnet:
  • Die "Brandschutzerziehung im Kindergarten", welche sich um häusliche Sicherheit kümmert 
  • "Überdachter Jugendtreffpunkt Raitelsberger Plätzle", den Jugendliche in Abstimmung mit Anwohnern gebaut haben
Die Gewinner wurden aus 79 eingereichten Projekten mit mehr als einhundert Projektpartnern ausgewählt.

"Kriminalprävention lohnt sich - und Stuttgart ist in dieser Hinsicht ein Leuchtturm." (Prof. Dr. Dieter Hermann, Universität Heidelberg)

Die Jury setze sich zusammen aus Vertretern der Landeshauptstadt, dem Polizeipräsidium, dem Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart sowie dem Sponsor Wüstenrot & Württembergische AG. Das Preisgeld hat der Stuttgarter Vorsorge-Konzern Wüstenrot & Württembergische gestiftet

 
 

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