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Landeshauptstadt Stuttgart

Mobilität

Öffentlicher Nahverkehr – unterwegs mit Bus und Bahn

Die Stadt Stuttgart bietet ihren Einwohnern und Gästen eines der dichtesten Nahverkehrsnetze Deutschlands. Im Einsatz sind täglich rund 500 Stadtbahnen und Busse.

Von der Innenstadt zum Kurpark nach Bad Cannstatt? Das geht schnell mit der U2.

Vom frühen Morgen bis spät in die Nacht transportieren die Stuttgarter Straßenbahn AG (SBB) und der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) täglich im Schnitt mehr als eine Million Menschen durch die Metropolregion. Bus und Bahn leisten somit einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität im Alltag.

In den letzten Jahren hat sich der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Stuttgart positiv entwickelt. Bürger nutzen Stadtbahnen, Busse und S-Bahnen immer häufiger. Ziel der Stadt ist es, dass noch mehr Menschen den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Die entsprechenden Maßnahmen dafür beschreibt das  Verkehrsentwicklungskonzept 2030. Zudem wurden zahlreiche Ansätze beschlossen, um den ÖPNV weiter auszubauen.

Historische Reform der Tarifzonen

Stuttgart verfügt über einen ÖPNV mit langer Tradition. Die SSB AG ist seit über 140 Jahren aktiv. Sie zählt heute zu einem der modernsten Nahverkehrsbetriebe in Deutschland und ist ein Beteiligungsunternehmen der Landeshauptstadt Stuttgart. Der VVS bietet seit 1978 für die Region Stuttgart eine integrierte Mobilität an. Der Verbund eint rund 40 Verkehrsunternehmen in Stuttgart und den vier Landkreisen Böblingen, Ludwigsburg, Esslingen und Rems-Murr.

Die größte Reform in der Verbundgeschichte war der Start des neuen VVS-Tarifs am 1. April 2019. Das  Tarifzonensystem wurde stark verschlankt: Aus den bisher über 50 Tarifzonen wurden fünf Ringzonen im Kerngebiet des VVS. Das Tarifsystem wurde damit einfacher und übersichtlicher. 

Ausbau des ÖPNV

Die SSB, die ihr Angebot – zum Beispiel beim Nachtverkehr – weiter verbessern will, erhält 2021 zusätzlich zwei Millionen Euro. Das hat der Gemeinderat für den Doppelhaushalt 2020/2021 beschlossen. Um mehr Barrierefreiheit an Bushaltestellen zu schaffen und alle prioritären Haltestellen (circa 75 Stück) des Nahverkehrsplans weiter auszubauen, stehen 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Für ein kostenloses SeniorenAbo bei Rückgabe des Führerscheins stellt der Gemeinderat zunächst bis 2022 752.000 Euro bereit. Darüber hinaus sind für die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets für Schülerinnen und Schüler, Azubis und Meisterschüler pro Schuljahr 5,92 Millionen Euro eingeplant.

Bereits im Jahr 2018 wurden die Schnellbuslinien X1 und X2 eingeführt, mit denen das Stuttgarter Zentrum attraktiv erschlossen wurde. Die Schnellbuslinie X1 verbindet Bad Cannstatt mit der Innenstadt im Fünf-Minuten-Takt. Vom Wilhelmsplatz zum Wilhelmsbau braucht man mit dem X1 nur noch zwölf Minuten. Mit der Schnellbuslinie X2 geht es im Geparden-Tempo nach Leonberg. So wird die Taktlücke der Linie 92 geschlossen und die Verbindungsfrequenz auf dieser Strecke erhöht. Ab der Haltestelle Schillerhöhe fährt der X2 ohne Zwischenhalt bis nach Stuttgart und dann über die Haltestellen Schwabstraße und Feuersee bis zum Rotebühlplatz.

Bis 2023 sieht die mittelfristige Finanzplanung der SSB Investitionen von rund einer halben Milliarde Euro vor.

U6 wird 2021 fertig

Die U6 zum Flughafen und zur Messe soll 2021 fertig gestellt werden. Die Verlängerung der U5 zum Neuen Markt in Leinfelden-Echterdingen wird in den Jahren 2020 und 2021 erfolgen. Weitere Projekte sind die Verlängerung der U19, die Verlängerung der S2, die Übereckverbindung Möhringen, die Verbindung an der Pflugmühle, der Ausbau der U1 mit 80-Meter-Bahnsteigen, die Stadtbahnstrecke nach Hausen und Ditzingen und der Bau eines vierten Stadtbahnbetriebshofs in Weilimdorf. Die Landeshauptstadt Stuttgart unterstützt den Betriebshofneubau mit 25 Millionen Euro.

Neue Bahnen für den Fuhrpark

Aktuell umfasst der Fuhrpark der SSB 204 Stadtbahnen, 2023 werden es bereits 224 sein. Bis dahin werden auch 20 bereits bestellte, ganz neue Stadtbahnfahrzeuge DT 8.15 geliefert. Diese bezuschusst die Stadt mit jeweils rund zwei Millionen Euro etwa zur Hälfte. Die ebenfalls bereits bestellten neuen Zahnradbahnfahrzeuge werden in den Jahren 2021 und 2022 erwartet. Die Stadt subventioniert die Fahrzeuge mit jeweils 2,5 Millionen Euro, das Land fördert die Zahnradbahnen in einem Sonderprogramm mit jeweils einer Million Euro. Ab 2020 werden neue Fahrzeuge voraussichtlich zu 30 Prozent durch das Land gefördert.

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