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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Einrichtung der Pop-up-Bike-Lanes in der Theodor-Heuss-Straße und Holzgartenstraße hat begonnen

Die Landeshauptstadt Stuttgart richtet während der Corona-Krise temporäre Radfahrstreifen, sogenannte "Pop-up-Bike-Lanes" ein. Die Radwege werden in der Theodor-Heuss-Straße zwischen Lange Straße und Bolzstraße (ca. 700 Meter) sowie in der Holzgartenstraße zwischen Schloßstraße und Hegelplatz (ca. 400 Meter) in beiden Richtungen ausgewiesen. Jeweils die rechte Fahrspur wird zum Radfahrstreifen. In der Theodor-Heuss-Straße in Fahrtrichtung Bolzstraße und in der Holzgartenstraße in Fahrtrichtung Schloßstraße werden die Radfahrstreifen für Busse freigegeben (Umweltspur). Die Arbeiten haben am Montag, 8. Juni, begonnen.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, die Leiterin der Abteilung Straßenverkehr beim Amt für öffentliche Ordnung, Susanne Scherz, der Leiter der Abteilung Straßen und Verkehr beim Tiefbauamt, Jochen Hutt, und die Fahrradbeauftragte beim Amt für Stadtplanung und Wohnen, Eva Adam, haben die Pop-up-Bike-Lanes am 8. Juni bei einem Pressetermin vorgestellt.

Bürgermeister Schairer sagte: "In der Corona-Krise sind immer mehr Menschen aufs Rad umgestiegen. Gleichzeitig hat der Autoverkehr abgenommen. Die Stadt hat darauf schnell und unproblematisch reagiert und als erste Stadt in Baden-Württemberg temporäre Radfahrstreifen umgesetzt. Es ist ein Experiment, auf einer Hauptverkehrsstraße wie der Theo eine Spur für die Radfahrer freizumachen. Damit wollen wir den Radverkehr in Stuttgart stärken und das Radfahren sicherer machen. Zudem sammeln wir damit Erfahrungen, die uns dabei helfen, den Radverkehr weiter zu fördern."

Die temporären Radfahrstreifen gehen zurück auf einen Beschluss des Gemeinderats. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik hat darüber am 5. Mai 2020 entschieden. Für die Streckenzüge in der Theodor-Heuss-Straße und Holzgartenstraße existierten bereits Planungsansätze für Radverkehrsführungen. Diese überführte die Verwaltung umgehend in eine Interimsplanung. In einem ämterübergreifenden Abstimmungsprozess (Tiefbauamt, Straßenverkehrsbehörde und Amt für Stadtplanung und Wohnen) unter Einbeziehung von Polizei und SSB wurden anordnungsfähige Umsetzungspläne erarbeitet. So werden die Pop-up-Bike-Lanes nun als temporäres Radverkehrsangebot während der Corona-Krise umgesetzt. Die Umsetzung der temporären Radverkehrsanlagen erfolgt durch das Tiefbauamt.

Die neuen Pop-up-Bike-Lanes erhalten eine gelbe Markierung, um sie als provisorische Einrichtung zu kennzeichnen. Zudem werden sie mit Spurleittafeln und Verkehrszeichen ausgestattet. In der Theodor-Heuss-Straße werden in den bestehenden Parkbuchten mobile Radbügel aufgestellt sowie eine Ladezone und Flächen für das Abstellen von E-Scootern und Krafträdern eingerichtet.
Die Gesamtkosten betragen für die Theodor-Heuss-Straße rund 100.000 Euro und für die Holzgartenstraße rund 30.000 Euro.

Die Wirkungen der Pop-up-Bike-Lanes werden kontinuierlich beobachtet. Sollten sich bei steigenden Verkehrsmengen negative Wirkungen insbesondere für die Linienbusse der SSB ergeben, werden die Interimsradfahrstreifen überarbeitet oder müssen rückgängig gemacht werden. Insbesondere im Bereich der Theodor-Heuss-Straße ist abzuwarten, ob die reduzierte Kapazität auskömmlich ist. Im Bereich der Holzgartenstraße ist ein positiver Verlauf durchaus realistisch, die dann eine zeitliche Verlängerung des Projekts ermöglichen würde.

Die Integrierte Verkehrsleitzentrale (IVLZ) beobachtet die Entwicklung des Kfz-Verkehrs. Nach den starken Rückgängen Mitte März lag das Kfz-Verkehrsaufkommen vor den Pfingstferien in den Spitzenstunden noch rund sechs Prozent unter den Vergleichszahlen des Jahres 2019.

Die Pop-up-Bike-Lanes sind zunächst bis zum 4. Oktober 2020 befristet.

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