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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Stadt stärkt Kultur und Sport - Millionenpaket soll Auswirkungen der Coronakrise abfedern

Die Landeshauptstadt Stuttgart federt die Auswirkungen der Corona-Krise auf Kultur und Sport ab. Dazu hat der Gemeinderat am Donnerstag, 28. Mai, strukturellen und konkreten Maßnahmen zugestimmt, die Angebote der Kultur mit drei und die des Sports mit zwei Millionen Euro stützen.

Existenzielle Nothilfe zur Bewahrung von Kultur

Das dreimonatige Veranstaltungsverbot bedeutet für etwa 120 geförderte Institutionen des vielfältigen kulturellen Lebens in der Landeshauptstadt das Wegbrechen sämtlicher wirtschaftlicher Einnahmequellen. Die nun beschlossenen 3 Millionen Euro sind nach Einschätzung des Kulturamts knapp ausreichend. 45 Anträge erreichten die Kulturverwaltung, darunter vor allem Institutionen aus den Bereichen Theater, Musik und der kulturellen Bildung. Zusätzlich wird der Live Music Fonds Stuttgart verdoppelt. Damit stehen etwa 20 Veranstaltenden und Clubs insgesamt 160.000 Euro Unterstützung für kleinere und wirtschaftlich oft nicht rentable Veranstaltungen zur Verfügung.

Erster Bürgermeister Dr. Mayer betont: "Die Kulturmetropole Stuttgart reagiert angemessen auf die Krise und spannt den kommunalen Schutzschirm für wesentliche gesellschaftliche Aufgaben auf. Wir wollen damit die kulturelle Infrastruktur der Stadt langfristig sichern. In dieser schwierigen Situation wird eine unglaubliche Solidarität und Verbundenheit der Bürger zu ihren Institutionen deutlich - Spenden oder ungeminderte Mitgliedsbeiträge signalisierten: Haltet durch! Die vom Gemeinderat beschlossenen Hilfspakete geben den vom Veranstaltungsverbot stark betroffenen Einrichtungen eine Perspektive und spiegeln die Haltung der Stadtgesellschaft."

Eine erneute Bewertung der Notsituation von Kultureinrichtungen ist vor der Sommerpause nötig, da auch im Herbst 2020 nicht von einem Regelbetrieb ausgegangen werden kann. Das kulturelle Leben Stuttgarts wird vor allem im Bereich der Darstellenden Künste und der Musik nur angesichts erheblicher Mehrkosten hochgefahren werden, da Auditorien bei geltenden Abstandsregelungen nicht auslastbar sein werden.

Breiten- und Spitzensport wird gefördert

Der Sportbetrieb in Stuttgart wurde am 14. März stillgelegt. Eine Umfrage machte deutlich, wie schwer die Krise die Vereine getroffen hat. So sind schwere finanzielle Schäden entstanden durch ausgefallene Veranstaltungen, Pacht- und Ertragsausfälle der Gastronomie, Rückforderungen bzw. Ausfälle von Mitgliedbeiträgen und Kursgebühren sowie durch fehlender Werbeeinnahmen, Sponsorengelder und Spenden. Die Vereine sind trotz erster Lockerungen noch vom Normalbetrieb entfernt.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, sagte: "Die Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen waren hart aber richtig. Gleichzeitig haben alle erkannt, wie wichtig Sport und Bewegung für jeden Einzelnen und auch für die Gesellschaft sind. Die Sportvereine stärken den Zusammenhalt, bieten eine soziale Heimat und tragen zur Lebensqualität in unserer Stadt bei. Wir wollen die Sportlandschaft so erhalten, wie wir sie kennen. Deswegen ist es gut, dass der Rat nun die Vereine auch finanziell unterstützt."

Jeder Sportverein wird mit einem strukturellen Zuschuss von 7 Euro je Mitglied unterstützt. Die existenzielle Hilfe hilft Vereinen, die trotz der bestehenden Corona-Soforthilfen von Bund und Land und der strukturellen Förderung durch die Landeshauptstadt Insolvenz anmelden müssten. Hier werden mit den betroffenen Vereinen im Einzelnen weitere finanzielle Hilfen geprüft.

Auch Vereine, die in der Bundesliga spielen, sollen - unter Einsatz ihrer finanziellen Reserven - im Rahmen einer Defizitbezuschussung unterstützt werden. Hiervon ausgenommen ist der VfB Stuttgart.

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