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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Gemeinsames Forschungsprojekt für klimaneutrales und bezahlbares Wohnen

Stuttgart und Überlingen erhalten 13,5 Millionen Euro Förderung

Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Bodenseestadt Überlingen erhalten vom Bund einen Zuschuss in Höhe von 13,5 Millionen Euro für ein gemeinsames Forschungsprojekt zur zukunftsweisenden, klimaneutralen und innovativen Quartiersentwicklungen. Das hat die Stadt Stuttgart am Freitag, 9. April, bekanntgegeben.

Über die Bewilligung eines ressortübergreifenden Forschungsprojekts aus der Förderinitiative „Solares Bauen / Energieeffiziente Stadt“ der Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) sowie Wirtschaft und Energie (BMWi) dürfen sich jetzt alle Projektpartner und assoziierte Partner des Verbundvorhabens „Stadtquartier 2050“ freuen. Das Projekt, das sich mit der zukunftsgerechten Neugestaltung zweier Stadtviertel befasst, ist eines von insgesamt sechs sogenannten „Leuchtturmprojekten“, das aus mehr als 60 bundesweit eingereichten Beiträgen ausgewählt wurde.

Die Leuchtturmprojekte, wozu auch das Verbundvorhaben „Stadtquartier 2050“ aus Stuttgart und Überlingen gehört, sollen unter besonderer Berücksichtigung einer sozialverträglichen Gestaltung aufzeigen, wie in Stadtquartieren der Energieverbrauch gesenkt, die Vernetzung von Strom, Wärme und Mobilität intelligent gelingen und erneuerbare Energien sinnvoll integriert werden können, ohne dabei gleichzeitig das Ziel der Erhaltung und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu gefährden. Die ausgewählten Vorzeigequartiere dienen als beispielhafte Lösungsansätze, in denen unter Einbeziehung aller relevanten Akteure innovative Konzepte sowohl erforscht als auch gleichzeitig umgesetzt werden.

Beim Stuttgarter Teilprojekt des „Stadtquartier 2050“ wird ein ehemaliges Krankenhausareal zu einem neuen Stadtquartier umgebaut. Das Überlinger Demonstrationsquartier umfasst sowohl die Erweiterung eines städtischen Randgebiets durch Neubau als auch die energetische Sanierung bereits vorhandener Wohnbebauung. Um das Ziel „Klimaneutralität“ zu erreichen, müssen bei beiden Teilprojekten höchste energetische Standards und die Versorgung mit Energie auf Basis erneuerbarer Energie erreicht werden. Zusätzlich wird mit dem Projekt die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für soziale Ausgeglichenheit und wirtschaftlicher Tragfähigkeit für die Investoren verfolgt.

Mit ersten Forschungsergebnissen des bis 2023 geförderten Projekts kann bereits in 2021 gerechnet werden. In Kürze wird die Projekthomepage www.stadtquartier2050.de über den Projektfortschritt informieren. Zu den Projektpartnern von „Stadtquartier 2050“ gehören: Baugenossenschaft Überlingen eG (BGÜ), Energieagentur Ravensburg gGmbH, Energiedienste der Landeshauptstadt Stuttgart GmbH, Forschungsinstitut für Wärmeschutz e. V. München (FIW), Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT), Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP), Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien IREES GmbH, Landeshauptstadt Stuttgart, puren gmbh, Stadt Überlingen, Stadtwerk am See GmbH & Co. KG, Universität Stuttgart. Assoziierte Partner sind Saint-Gobain und die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG).

Weitere Informationen zum Projekt „Stadtquartier 2050“ sind erhältlich bei: Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Umweltschutz, Dr. Jürgen Görres, Gaisburgstr. 4, 70182 Stuttgart, Telefon 0711-21688668, per Mail unter  juergen.goerresstuttgartde oder unter  www.stadtquartier2050.de (Öffnet in einem neuen Tab).