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Landeshauptstadt Stuttgart

Nachhaltigkeit

Stuttgart beteiligt sich an Photovoltaik-Städtewettbewerb

Ausbau der Photovoltaik auf städtischen Dächern geht voran

Die Landeshauptstadt Stuttgart beteiligt sich an der „Faktor2 StädteChallenge Photovoltaik 2021“. Das hat der Ausschuss für Klima und Umwelt am Freitag, 26. Februar, beschlossen.

Der Städte-Wettbewerb geht zurück auf eine Initiative von „Fossil Free Karlsruhe“ und weiterer NGOs. Ziel ist es, den Photovoltaikausbau in Städten zu beschleunigen.

Den Wettbewerb gewinnt die Stadt, die im Aktionszeitraum am meisten zusätzliche Photovoltaik-Leistung pro Einwohner zubaut. Egal ob Dachanlagen, überbaute Parkplätze, Balkonmodule oder Freiflächenanlagen – alle PV-Anlagen zählen. Um erfolgreich abzuschneiden, will die Landeshauptstadt den Bau eigener Anlagen weiter vorantreiben und gleichzeitig verschiedene Partner wie beispielsweise die Stadtwerke, Umweltverbände, das Handwerk und Unternehmen sowie bestehenden PV-Netzwerke miteinbeziehen.

Die Stadtverwaltung nimmt beim Ausbau der Photovoltaik bereits eine Vorbildrolle ein: Auf städtischen Gebäuden gibt es schon über 160 Photovoltaikanlagen, die rund 15 Prozent der heute im Stuttgarter Stadtgebiet installierten Gesamtleistung ausmachen. Insgesamt sind in Stuttgart aktuell rund 46.000 Kilowatt peak an Photovoltaikleistung verbaut. Dies entspricht einer Photovoltaikmodulfläche von ca. 250.000 m².

Aktuell über 200 Anlagen gebaut

Die Stadtverwaltung hat den Ausbau der Photovoltaik in den letzten Jahren deutlich gesteigert. Wurden 2018 noch 11 Anlagen auf städtischen Dächern neu gebaut waren es 2019 und 2020 jeweils 30 Anlagen. Aktuell sind über 200 Anlagen gebaut, beauftragt oder in der Prüfung. Gesamtstädtisch war 2020 mit 425 neuen Anlagen mit 5.786 kWp ein Rekordjahr für die Photovoltaik. „Wir haben den Ausbau kontinuierlich vorangetrieben und den Klimaschutz in Stuttgart vorangebracht. Wir freuen uns auf die neue Städte Challenge und werden alles tun, um hier auch erfolgreich zu sein“ so Umweltbürgermeister Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt.

Stuttgart erhofft sich Wettbewerbsvorteile durch das Förderprogramm „Solaroffensive“, das die Stadt bereits im November 2020 beschlossen hat. Mit dem Programm werden Gebäudeeigentümer, Mieter, Pächter und Anlagenbetreiber beim Ausbau der Stromerzeugung durch Solarenergie finanziell unterstützt. Gefördert werden begleitende Maßnahmen bei der Installation von Dach- und Fassaden-PV, steckerfertige PV-Anlagen – sogenannte Balkonmodule – sowie die Errichtung von Stromspeichern und vorgelagerter Ladeinfrastruktur in Verbindung mit Photovoltaik. Das noch recht junge Förderprogramm ist in den ersten drei Monaten seit Bestehen erfolgreich gestartet. Bisher wurden über 120 Anträge beim Amt für Umweltschutz in der Energieabteilung eingereicht. Das sind rund 40 Anträge pro Monat, die zeigen, wie gut das Programm angenommen wird.

Rund 16 Millionen Euro für "Solaroffensive

Durch das Aktionsprogramm Klimaschutz „Weltklima in Not – Stuttgart handelt“ stehen für 2020 bis 2023 rund 16 Millionen Euro für die „Solaroffensive“ bereit. Das Aktionsprogramm soll die Aktivitäten im Klimaschutz steigern und dazu beitragen, dass Stuttgart bis spätestens 2050 klimaneutral ist. Dem Gebäudesektor kommt bei der Erreichung der städtischen Klimaschutzziele eine besonders wichtige Rolle zu. Neben einer Reduzierung des Energieverbrauchs ist dabei die bestmögliche Nutzung des lokalen Potenzials an erneuerbaren Energien notwendig. Hier setzt die Stadt auf ein breites Angebot an Fördermöglichkeiten, aber auch auf ambitionierte energetische Vorgaben.

Fragen zum Förderprogramm beantwortet die Energieabteilung im Amt für Umweltschutz. E-Mail:  energiekonzeptstuttgartde, Telefon: 0711 216-88088. Diese ist gleichzeitig Kontaktstelle für das Förderprogramm. Nähere Infos sowie weitere Förderprogramme und Angebote sind unter  www.stuttgart.de/energie-angebote (Öffnet in einem neuen Tab) zu finden.