Inhalt anspringen

Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Alt-Bürgermeister Matthias Hahn feiert 75. Geburtstag

Der ehemalige Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn, feiert am Montag, 2. Januar 2023, seinen 75. Geburtstag.

Matthias Hahn wurde 1948 in Mannheim geboren. Nach dem Abitur in Stuttgart und dem Studium der Rechts‐ und Politikwissenschaften an den Universitäten Lausanne, München und Tübingen war er von 1981 bis 1996 als selbstständiger Rechtsanwalt in Stuttgart tätig. Seit 1967 gehört er der SPD an. Hahns kommunalpolitische Tätigkeit begann 1973 als stellvertretendes Mitglied im Bezirksbeirat Mitte, wo er zum Sprecher der SPD‐Fraktion avancierte.1980 wurde er in den Gemeinderat der Landeshauptstadt gewählt. Bis 1996 vertrat er die SPD‐Fraktion im Ausschuss für Umwelt und Technik sowie im Städtebauausschuss und war Sprecher für städtebauliche Fragen. 1992 wurde Hahn Vorsitzender seiner Fraktion.

Im September 1996 wählte ihn der Gemeinderat zum Bürgermeister für Städtebau, im Dezember trat er das Amt an. 2004 wurde er durch Wiederwahl bestätigt. Im Mai 2006 wurden seine Aufgaben um den Umweltbereich erweitert. Damit war er für die Ämter Stadtplanung und Stadterneuerung, Baurecht sowie Umweltschutz zuständig. Nach der erneuten Wiederwahl im Oktober 2012 startete Hahn in seine dritte Amtszeit. 2015 verabschiedete Oberbürgermeister Fritz Kuhn Matthias Hahn in den Ruhestand.

Zu den wichtigsten Projekten seiner Amtszeit gehören die der Sozialen Stadt. Ob in Neugereut, Freiberg oder im Hallschlag, die sozialen Projekte hat Bürgermeister Hahn erstmalig in der Stadt angestoßen und engagiert verfolgt. Oft war er bei unterschiedlichsten Veranstaltungen vor Ort und hat so den Bürgerinnen und Bürgern der sozialen Stadt vermittelt, dass sie geschätzt sind, gesehen und gehört werden. Jugendhäuser, Bürgerhäuser, neue Plätze, Quartiersmanagement und Sanierungsmaßnahmen führten dazu, dass einstige Problemstadtteile heute zu sozial stabilen Quartieren geworden sind. Seine persönlichen Besuche waren beispielgebend für die heutigen Projekte, und der von ihm eingeführte Eiswagen bei solchen Veranstaltungen ist heute nicht mehr wegzudenken.

Zudem hat Hahn wichtige Grundsteine der Stuttgarter Wohnungsbaupolitik etabliert. Sowohl das Stuttgarter Innenentwicklungsmodell (SIM), das Konzeptvergabeverfahren und die Förderung von Baugemeinschaften wurden von ihm unterstützt und dann vom Gemeinderat beschlossen. Mit der Konzeptvergabe wurde das Konzept wichtiger als der Grundstückspreis, womit das Wohnen in Stuttgart neu ausgerichtet wurde. Insbesondere im Olgaareal wurde dies konsequent umgesetzt. Es entstand ein gemischtes, dichtes und urbanes Quartier mit Baugemeinschaften, Sozialmietwohnungen, sozialen Einrichtungen, freiem Wohnungsbau und einer Nahversorgung. Begleitet von einem Beteiligungsverfahren und Wettbewerben, die für Qualität in der Gestaltung sorgten. Das Energiekonzept war ebenfalls vorbildlich und beispielgebend für andere Projekte.

Ein weiteres wichtiges Projekt war die Entwicklung des Hospitalviertels. Matthias Hahn ist es zu verdanken, dass aus dem Hospitalhof ein offenes Veranstaltungszentrum geworden ist und kein reiner kirchlicher Verwaltungsbau. Ebenso wurde mit dem öffentlichen Raum und der Umgestaltung des Hospitalplatzes eine gesamtstädtische Zielsetzung im Quartier umgesetzt, die heute dazu beiträgt, dass das Viertel die Stuttgarter Innenstadt belebt.

Das Stadtentwicklungskonzept (STEK) trägt ebenso seine Handschrift. Das Wohnen in der Innenstadt, die Entwicklung des Wissensstandorts Vaihingen oder die Entwicklung auf dem Pragsattel, waren Projekte aus dem STEK 2006, das nun fortgeschrieben wird.

Bürgermeister Hahn prägte durch seine sachliche, aber zugewandte und vermittelnde Diskussionsleitung „seinen“ Ausschuss für Umwelt und Technik.

Erläuterungen und Hinweise