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Landeshauptstadt Stuttgart

Wohnungsbau

Stuttgart will den Bau von 20.000 zusätzlichen Wohnungen bis 2033 möglich machen

Die Landeshauptstadt sieht bis 2033 ein Potential von 20.000 neuen Wohnungen für Stuttgart. Um die Zielmarke zu erreichen, sollen neue Bebauungspläne beschlossen werden. Zugleich soll die Verwaltung in die Lage versetzt werden, noch mehr Bauanträge zu genehmigen. Der Gemeinderat hat der Vorlage am 27. April zugestimmt.

Neue Wohnungen: Die Stadt setzt auch Akzente beim innovativen Bauen, etwa beim modularen Bauen.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper sagte: „Trotz der enorm gestiegenen Baukosten halten wir an dem sehr ambitionierten und optimistischen Ziel von 20.000 zusätzlichen Wohnungen netto in den elf Jahren bis 2033 fest. Uns ist bewusst, dass die Bautätigkeit von Baugenossenschaften und privaten Wohnungsbauunternehmen in naher Zukunft stark zurückgehen wird. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Situation mittelfristig kostenseitig wieder verbessern wird.“

Stadt kann vor allem Voraussetzungen für neue Wohnungen schaffen

Zudem unterstütze die Landeshauptstadt die Neubautätigkeit in städtischer Hand mit einer kraftvollen Finanzspritze in Höhe von 200 Millionen Euro für die SWSG für den Neubau von Wohnungen mit fairen und bezahlbaren Mieten. Damit sollen auch in Zeiten stark gestiegener Kosten für Baufinanzierung und Gebäudeerstellung bis zum Ende des Jahres 2027 1.890 neue SWSG‐Wohnungen entstehen.

Der Oberbürgermeister betonte: „Wir können als Stadt im Wesentlichen nur die Voraussetzungen für neue Wohnungen schaffen. Wir schaffen es bei weitem nicht, mit der SWSG allein die notwendige Zahl von neuen Wohneinheiten zu schaffen. Deswegen müssen wir das Engagement von Baugenossenschaften und privaten Wohnungsbauunternehmen durch die Erstellung neuer Bebauungspläne und durch optimierte Baugenehmigungsverfahren ermöglichen und stimulieren.“

Arrondierungen am Siedlungsrand vorantreiben

Die Stadt strebt seinen Überlegungen zufolge keine größeren Neubaugebiete auf der „grünen Wiese“ an. So soll etwa das Birkacher Feld – eine 65 Hektar große Freifläche im Süden Stuttgarts – unberührt bleiben. Vielmehr will die Stadt die Potentiale innerhalb der bestehenden Bebauungsgrenzen nutzen und Arrondierungen am Siedlungsrand vorantreiben. Neue Bebauungspläne sind für die freiwerdenden Gleisflächen in der Innenstadt oder das Gebiet Schafhaus in Mühlhausen vorgesehen.

OB Nopper weiter: „Es ist gut, dass der Landesverkehrsminister von seiner Idee für einen Ergänzungsbahnhof im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs Abstand genommen hat und Stuttgart damit den Wohnungsbau im Herzen der Stadt schnellstmöglich vorantreiben kann.“

Die Stadt setzt auch Akzente beim innovativen Bauen, etwa beim modularen Bauen. Auf diese Weise sollen mindestens 1.000 neue Wohnungen entstehen. Nach einigen Jahren sollen diese Module auch abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden können.

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Bildnachweise

  • Thomas Wagner/Stadt Stuttgart
  • Leif-Hendrik Piechowski
  • Getty Images/vitranc
  • Meluner Straße/SWSG