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Landeshauptstadt Stuttgart

Stadtentwicklung

Nachfolgeplan für Breuninger Parkhaus steht

Die Umwandlung des Breuninger Parkhauses in einen hochmodernen "Smart Mobility Hub" inmitten der Stuttgarter Innenstadt nimmt weiter Formen an. Ein Preisgericht hat am Freitag, 18. Dezember, die Entwürfe von haascookzemmrich STUDIO2050 und WERK Arkitekter zum „Smart Mobility Hub“ ausgezeichnet.

Der Entwurf des Architketurbüros haascookzemmrich STUDIO2050 aus Stuttgart überzeugte das Preisgericht.

Über acht Stunden tagte das Preisgericht unter Vorsitz des Ehrenpräsidenten der Architektenkammer Baden-Württemberg, Wolfgang Riehle, mit Vertretern von Breuninger, externen Fachpreisrichtern und der Stadt Stuttgart. Die Jury bewertete die eingereichten Architekturentwürfe für eine neue Quartierskante mit einem innovativen Mobilitätszentrum und dem Haus für Film und Medien auf dem Gelände des aktuellen Breuninger Parkhauses. Ausgezeichnet wurden schließlich zwei Architekturbüros: haascookzemmrich STUDIO2050 aus Stuttgart und WERK Arkitekter aus Kopenhagen.

Im Zuge der städtebaulichen Entwicklung der Stuttgarter Leonhardsvorstadt und der dortigen Planung eines Film- und Medien-Hauses soll das derzeit bestehende Breuninger Parkhaus in einen modernen und nachhaltigen "Smart Mobility Hub" umgewandelt werden.

Wichtig dabei ist, dass auch künftig herkömmliches Parken für den Individualverkehr in Form von ausreichend Parkplätzen auch nach dem Wegfall des Breuninger Parkhauses zur Verfügung steht und mit innovativen Themen der Fortbewegung und Logistik sowie weiteren, für die Entwicklung des Stadtquartiers förderlichen Nutzungen verbunden wird. 

Entsprechende Entwürfe für die 2.800 Quadratmeter große Wettbewerbsgrundstücksfläche konnten bis Ende November 2020 im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs, in dem darüber hinaus Ideen für die Neuformulierung der Quartierskante an der Hauptstätter Straße zu formulieren waren, eingereicht werden. Der geschlossene Wettbewerb wurde von Breuninger in Kooperation mit der Stadt Stuttgart ausgelobt. Insgesamt fünf Planungsentwürfe hatte das Fashion- und Lifestyle-Unternehmen in Abstimmung mit der Stadt vorab ausgewählt - diese wurden nun in einer digitalen Preisgerichtssitzung bewertet. 

Breuninger CEO Holger Blecker bildete zusammen mit Bürgermeister Peter Pätzold, weiteren Vertretern der Stadt Stuttgart und des Fashion- und Lifestyle-Unternehmens Breuninger sowie externen Fachleuten die Jury. Fragen wie: „Welche Ansprüche haben wir in Zukunft an das Thema Mobilität?“ sowie nach der städtebaulichen und gestalterischen Qualität der Entwürfe standen dabei im Zentrum des Bewertungsverfahrens.

Innovative Entwürfe für Stuttgart

Per digitaler, anonymer Abstimmung entschied sich die Jury am Freitagabend schließlich mehrheitlich für zwei Einreichungen: Der Entwurf von haascookzemmrich STUDIO2050 aus Stuttgart überzeugte das Preisgericht maßgeblich durch die durchdachte Mischung an innovativen Mobilitätsformen, eine belebte Erdgeschosszone und städtebaulich gut gegliederte Baukörper.

Der Entwurf von haascookzemmrich STUDIO2050

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Einreichung von WERK Arkitekter aus Kopenhagen, der "Parkhaus" im doppelten Sinne des Wortes auch als Stadtpark versteht und einen großzügigen Park auf dem Mobilitäts Hub vorsieht. 

Besonderer Wert wurde bei den Einreichungen neben Innovation auf eine nachhaltige Bauweise gelegt, die es möglich macht, auf Entwicklungen und Trends in der Zukunft zu reagieren. „Ich freue mich sehr, dass wir heute in Abstimmung mit der Stadt Stuttgart zwei vielversprechende Entwürfe ausgezeichnet haben. Die beiden Planungen bieten beide eine enorme städtebauliche Chance für die Stuttgarter Innenstadt“, so Breuninger CEO Holger Blecker. Nach einer finalen Prüfung wird eines der beiden ausgezeichneten Büros mit den Leistungsphasen beauftragt, so dass im neuen Jahr die Entwurfs- und Genehmigungsplanung starten kann.

Der Breuninger "Smart Mobility Hub"

Als ein neuer Stadtbaustein inmitten der City, gegenüber der Leonhardskirche sollen am heutigen Standort des Breuninger Parkhauses ein Film- und Medien-Haus sowie ein innovativer, nachhaltiger "Smart Mobility Hub" mit ergänzenden Nutzungen entstehen. Bürgermeister Pätzold: "Wir haben eine Vision, wie die Innenstadt lebens- und erlebenswerter wird. Wir haben uns dazu auf den Weg einer Stadtreparatur gemacht. Den Weg dazu weist uns der Siegerentwurf aus dem B14-Wettbewerb. Unsere Zusammenarbeit mit Breuninger zeigt Schritte zur Neuordnung der Quartierskante. So wollen wir öffentliche Räume schaffen, in denen wir uns gern bewegen und aufhalten."

Gerade in Hinblick auf eine positive Stadtentwicklung und den aktuellen Infrastrukturwandel soll das Mobilitätszentrum vielseitige Nutzungsmöglichkeiten beinhalten und weit über ein normales Parkhaus hinausgehen. Geplant sind neben innovativen Parkmöglichkeiten auch weitere Dienstleistungen wie Drohnenparkplätze, Carsharing-Angebote, kleine Logistik-Hubs sowie weitere Nutzungsmöglichkeiten, die den "Smart Mobility Hub" vielseitig und lebendig gestalten.

(Gemeinsame Pressemitteilung der Landeshauptstadt Stuttgart und der E. Breuninger GmbH & Co.)