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Landeshauptstadt Stuttgart

Stadtplanung

„AKUT – Eine Innenstadt für Übermorgen“

Bürgerbeteiligung gestartet

Stuttgarts Innenstadt steht vor funktionellen und strukturellen Herausforderungen. Mit dem Projekt „AKUT – Eine Innenstadt für Übermorgen“ sollen diese aktiv gestaltet und zukunftsfähige Strategien entwickelt werden. Wie diese aussehen könnten, soll mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden.

Das Projekt "AKUT" setzt mit der Frage auseinander, wie die Innenstadt nachhaltiger und vielfältiger, also resilienter werden kann. Bürgerinnen und Bürger können sich in dieses Projekt einbringen.

Dazu ist am 5. Dezember eine Bürgerbeteiligung gestartet. Auf dem städtischen Beteiligungsportal können Interessierte unter  www.stuttgart-meine-stadt.de/stadtentwicklung/akut/ (Öffnet in einem neuen Tab) dazu Ideen und Vorschläge einbringen.

Wie in vielen anderen Städten haben auch in Stuttgart die Transformationsprozesse der Innenstadt mit den damit verbundenen Herausforderungen und Problemlagen schon lange vor der Corona-Pandemie begonnen. Die Pandemie hat sich jedoch als Katalysator erwiesen und aktuelle Entwicklungen und Trends beschleunigt und verstärkt. Dadurch hat sich eine Chance geöffnet, bestehende Ziele und Konzepte zu überdenken, um gemeinsam aktiv und nachhaltig die vielfältigen Veränderungen zu gestalten.

Die Aktivitäten im Rahmen von „AKUT“ zielen dabei auf langfristigen Wandel und neue Nutzungskonzepte ab. Sie ergänzen die Maßnahmen des „City-Gipfels“, die sich verstärkt auf kurz- bis mittelfristige Verbesserungen und attraktive Angebote in der Innenstadt fokussieren. Beide Ansätze greifen ineinander und setzen sich letztlich mit der Frage auseinander, wie die Innenstadt nachhaltiger und vielfältiger, also resilienter werden kann.

Strategien und Konzepte entwickeln und testen

Wie diese Entwicklungen hin zu einer noch vielfältigeren Innenstadt konkret aussehen können, soll mit „AKUT“ – das von einem Transformationskonzept für die gesamte Innenstadt ausgeht – in den Jahren 2022 bis 2025 diskutiert und erprobt werden. Dabei sollen Entwicklungstrends und Zukunftsfragen aufgearbeitet und einzelnen Quartieren zuordnet werden. In sogenannten „Reallaboren“ unter Beteiligung einer Vielzahl innerstädtischer Akteure werden anschließend Strategien und Konzepte entwickelt und getestet sowie erste konkrete Maßnahmen (Impulsprojekte) umgesetzt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden dann in einer „Handlungshilfe Transformation“ aufgearbeitet und für weitere Projekte verfügbar gemacht.

Dadurch entstehen dringend notwendige Praxisbeispiele, Strategien und Konzepte für innovative, zukunftsfähige beziehungsweise untypische oder unterrepräsentierte Nutzungskonzepte, die zu normalen Marktbedingungen möglicherweise kaum realisiert werden könnten. Zugleich trägt die begleitende Bürgerbeteiligung zur Sensibilisierung und Mobilisierung der Innenstadtakteure und der Stadtgesellschaft bei. Der Dialog soll eine breite Diskussion über nachhaltige Nutzungen, die Neuprofilierung von Innenstadtquartieren und ihren Immobilien hin zur einer zukunftsorientierten „Entwicklungsperspektive Innenstadt“ und einem aktiven Transformationsmanagement anregen.

AKUT ist Teil eines Bundesförderprogramms

Die Stadt Stuttgart hat sich im Herbst 2021 erfolgreich am Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ mit dem Projekt „Aktivierungs- und Transformationsstrategien für die Stuttgarter Innenstadt und ihre Quartiere“ – kurz „AKUT“ – beworben. In einem zweistufigen Bewerbungsverfahren wurde Stuttgart in die Gruppe geförderter Kommunen jüngst aufgenommen. Betreut wird dieses Projekt innerhalb der Landeshauptstadt durch das Amt für Stadtplanung und Wohnen in Kooperation mit der Abteilung Wirtschaftsförderung.

Bis zum 31. August 2025 soll das Projekt „AKUT“ mit einem Finanzierungsrahmen von 1,3 Millionen Euro, davon 75 Prozent Bundesmittel, realisiert werden. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) möchte mit diesem Programm Städte und Gemeinden zur Stärkung der Resilienz beziehungsweise nachhaltigen Krisenbewältigung der Innenstädte – von einzelhandelsgeprägten Quartieren hin zu Handlungsräumen mit multifunktionalen, innovativen Nutzungen – mittels modellhafter Konzepte und ihrer pilotartigen Umsetzung unterstützen.

Amt für Stadtplanung und Wohnen

Regina Stolz

Symbolbild Personen-Kontakt
Mitarbeiterin Sachgebiet Flächennutzungsplanung

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Bildnachweise

  • Max Kovalenko
  • Thomas Wagner/Stadt Stuttgart
  • Arnim Kilgus
  • Thomas Wagner/Stadt Stuttgart