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Landeshauptstadt Stuttgart

Interview

Stuttgarts Weg zur digitalen Verwaltung

Interview mit Thomas Bönig, Leiter des Amts für Digitalisierung, Organisation und IT (DO.IT)

Der große Gepard aus Stoff in Thomas Bönigs Büro sticht sofort ins Auge: Ein Geschenk seiner Tochter und zugleich ein Sinnbild dafür, wie DO.IT aus Bönigs Sicht agieren soll: „schnell, effektiv und agil“.

Thomas Boenig im Gespräch mit Interviewprtnerin, im Hintergrund ist ein Bildschirm zu sehen mit Aufschrift: Stuttgart digital, Digitalisierung jenseits der Bürokratie.
Thomas Bönig, Leiter des Amts für Digitalisierung, Organisation und IT (DO.IT) im Interview.

Vor einigen Monaten sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von DO.IT in ihr neues Domizil in die Heilbronner Straße umgezogen: moderne Büros, New Work und eine Atmosphäre, die sich nach echter Aufbruchsstimmung anfühlt. Es ist unverkennbar - die Digitalisierung hat in der Stadtverwaltung unweigerlich an Fahrt aufgenommen. 

Sie sind ein waschechter Stuttgarter, aufgewachsen sind Sie in Weilimdorf und Zuffenhausen. In den letzten Jahren haben Sie die Digitalisierung der Stadt München entscheidend vorangebracht. Was hat Sie zurück in unsere Landeshauptstadt gezogen? 

Bönig: Stuttgart ist meine Heimatstadt, hier bin ich aufgewachsen und bin somit den Stuttgarterinnen und Stuttgartern sehr zugetan. Meine Aufgabe hier ist sehr spannend und gibt mir viel Gestaltungsspielraum. Die Digitalisierung ermöglicht viele Veränderungen, die das Leben der Menschen leichter und besser machen können. Daran mitzuarbeiten ist großartig für mich.

Schnell, agil und digital – so wünschen sich die meisten Stuttgarterinnen und Stuttgarter ihre Verwaltung. Welche Ziele sind damit für Ihre Arbeit verbunden?

Bönig: Der beste Gang zum Amt ist derjenige, der nicht stattfinden muss, weil man alles bequem von Zuhause online und digital erledigen kann. Das ist unser Ziel, da wollen wir hin. Und wenn uns die Bürgerinnen und Bürger auf der Straße sagen, dass wir einen richtig guten Job machen – dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. 

Aber wie bekommt man es hin, dass die digitalen Angebote leicht verständlich und gut bedienbar sind?

Bönig: Um wirklich einfache digitale Angebote anzubieten, müssen wir uns mit unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft kontinuierlich austauschen. Es wird für alle ein umfassender Lernprozess sein. Was funktioniert, wo läuft der Prozess nicht rund, wo können wir Synergien nutzen? Wir müssen einfache Verfahren für komplexe Thematiken entwickeln. Wir müssen sie austesten, ständig verbessern und jeweils zeitnah an neue und moderne Technologien anpassen.

Wie nehmen Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung mit auf dem Weg der Digitalisierung?

Bönig: Wir müssen die Menschen dafür begeistern für die Stuttgarterinnen und Stuttgarter hochwertige Services und exzellente Leistungen zu erbringen. Dafür müssen wir organisatorisch und strukturell ein geeignetes Umfeld schaffen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen nicht durch hohe bürokratische Hürden ausgebremst werden, sondern sie müssen ihr Know-how, ihre Fähigkeiten und ihr Wissen bestmöglich einbringen können. Stuttgart hat schon sehr viele Dienstleistungen online umgesetzt und damit ein gutes Angebot. Auf unserem städtischen Portal gibt es mittlerweile zahlreiche Dienstleistungen, die Sie bequem mit Ihrem PC oder Smartphone in Anspruch nehmen können – Abfallbehälter bestellen, Bewohnerparkausweis oder Führungszeugnis anfordern, Hundesteuer anmelden, ein Kraftfahrzeug an- oder abmelden und vieles mehr. Das wird auch in Zukunft weiterhin ein Schwerpunkt unserer Arbeit wird es sein: Online-Dienstleistungen auszubauen und danach konsequent in echte digitale Services zu überführen. 

Gibt es denn viele offene Stellen bei DO.IT?

Bönig: Wir haben noch sehr viele offene Stellen in der Landeshauptstadt Stuttgart. Wir freuen uns auf jede Bewerbung, vor allem von Menschen, die innovativ oder kreativ sind und sich dafür einbringen möchten für die Landeshauptstadt Stuttgart die Dinge noch besser und einfacher zu machen.

Und noch eine Frage zu guter Letzt: Gibt es ein analoges Gerät, dass Sie sehr schätzen?

Bönig: Ja, ein solches „Gerät“ gibt es in der Tat. Es ist der Kugelschreiber, weil ich damit schnell und einfach Informationen festhalten kann.

Welche Dienstleistungen der Landeshauptstadt Stuttgart bereits online am PC oder mit dem Smartphone erledigt werden können, finden Sie hier:  www.stuttgart.de/online-dienstleistungen (Öffnet in einem neuen Tab)

Thomas Bönig packt's an (kurz nachgefragt)

Kuzvideo mit Amtsleiter Thomas Bönig

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Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Max Kovalenko/Stadt Stuttgart
  • Stadt Stuttgart
  • martinlorenz.net/Stadt Stuttgart
  • Thomas Wagner/Stadt Stuttgart
  • Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer (l.) und der stellvertretende Leiter der Abteilung Informations‐ und Kommunikationstechnik, Björn Janser, im Rechenzentrum der Landeshauptstadt Stuttgart. Die IT‐Infrastruktur ist im April 2020 in das neue Rechenzentrum gezogen, das entsprechend den Empfehlungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) konzipiert wurde. Foto: Thomas Niedermüller