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Landeshauptstadt Stuttgart

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Unterbringung Geflüchteter: Gemeinderat stimmt Errichtung von zwei Modulbauten zu

Die Landeshauptstadt wird im kommenden Jahr zwei Modulbauten mit Platz für gut 180 Geflüchtete Menschen errichten. Die Bauten entstehen in Plieningen, In den Entenäckern, und in Hedelfingen, Amstetter Straße. Die Entscheidung dafür fiel im Gemeinderat mit nur einer Gegenstimme.

In Plieningen, dem südlichsten Stadtbezirk Stuttgarts, sollen Modulbauten für Geflüchete Menschen entstehen. (Archivbild)

Über einen weiteren Standort in Hedelfingen wird der Rat nach Beschluss des dortigen Bezirksbeirat Anfang 2023 befinden.

Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH wird beauftragt, die Modulbauten zu errichten. Sie könnten bereits Ende 2023 bezogen werden. Die Kosten für alle zwei geplanten Bauten, inklusive Ausstattung der 46 Module, belaufen sich auf 14,4 Millionen Euro. Die Verwaltung wird Zuweisungen vom Land beantragen. Die zweigeschossigen Bauten sind für eine Nutzung von drei Jahren vorgesehen.

Erschöpfte Kapazitäten

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper sagte vor der Abstimmung: „Wir verurteilen Drohungen, Schmähungen, Gewalt gegen Menschen und Sachen auf das Schärfste. Ich habe gestern mit Ulrich Strobel telefoniert, der sich für die Errichtung von Unterkünften in Hedelfingen ausgesprochen hatte und daraufhin bedroht worden ist. Ich habe ihm den Rücken gestärkt und ihm unsere volle Unterstützung zugesagt.“

Der Bürgermeister für Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen Thomas Fuhrmann, sagte: „Viele Geflüchtete mussten kurzfristig in angemieteten Hotels, zeitlich befristet angemieteten Containern oder in städtischen Hallen untergebracht werden. Die Kapazitäten sind erschöpft. Daher brauchen wir schnellstmöglich zusätzliche Unterkünfte und Alternativen zu den Notunterkünften.“ Die Stadt nutze wiederverwendbaren Wohnmodule auf zeitlich verfügbaren Grundstücken, da dies für Flexibilität in der Nutzung der Fläche oder auch einer anderweitigen Verwendung sorge.

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Bildnachweise

  • Ute Schmidt-Contag/Stadt Stuttgart.
  • Thomas Niedermüller/Stadt Stuttgart
  • Die Freiwilligenagentur
  • GettyImages/FatCamera