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Landeshauptstadt Stuttgart

Wirtschaft

Studie „Vitale Innenstädte“: Stuttgart schneidet gut ab

Stuttgart hat als eine von 107 deutschen Städten an der Untersuchung „Vitale Innenstädte 2020“ des Instituts für Handelsforschung (IFH) Köln teilgenommen und dabei im Vergleich zu anderen gleich großen Städten gut abgeschnitten.

Noch Anfang Dezember war die City Anziehungspunkt für viele Passanten.

Vier Partner der Stadt haben sich zusammengetan, um die Analyseergebnisse zu nutzen und zur positiven Entwicklung der Innenstadt aktiv steuernd beizutragen.

Große Herausforderungen

Die deutschen Innenstädte ­stehen vor großen Herausforderungen. Auch die Stuttgarter City durchlebt einen Strukturwandel. Um sie angesichts der Corona-Auswirkungen ­zukunftsfähig aufzustellen, ­erarbeiten nun City-Initiative, Stuttgart-Marketing, städtische Wirtschaftsförderung und IHK Region Stuttgart gemeinsame Perspektiven. Ausgangspunkt für diese ­Initiative war die gemeinsame Beauftragung des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens IFH Köln mit einer Untersuchung. Diese hinterfragt die Rolle der Innenstädte in der Zukunft und wurde im Herbst 2020 durchgeführt. An der Umfrage unter mehr als 57 863 Passanten an zwei Tagen nahmen 107 Städte teil. In der Größenordnung Stuttgarts (mehr als 500 000 Einwohner) waren neben der baden-württembergischen Landeshauptstadt auch Düsseldorf, Bremen, Dortmund, Hannover, Köln und Leipzig dabei. Ziel der Untersuchung ist es, Erkenntnisse über die empfundene lokale Standortattraktivität und das lokale Kaufverhalten in den Innenstädten zu bekommen. Dabei wurde die Studie aus aktuellem Anlass um die Schwerpunkte „Auswirkungen des Corona­virus“ und „Analyse der Visitor Journey“ ergänzt. 

Ergebnisse im Überblick

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Anteil auswärtiger Besucher in Stuttgart bei 47,2 Prozent und damit zehn Punkte über dem Wert der vergleichbaren Großstädte liegt. Es gelingt also, ein großes Besuchervolumen aus der Region in die Stutt­garter City zu ziehen.

Als Besuchsanlass für Stuttgart wird an erster Stelle Einkaufsbummel/Shopping mit 63,5 Prozent genannt. Auf Rang zwei steht als Besuchsanlass die Gastronomie mit 45,7 Prozent. Über die Hälfte der Befragten gab an, die Innenstadt mit dem ÖPNV zu besuchen. Rund 32 Prozent waren mit dem Pkw unterwegs.

Beim Einkaufsverhalten wird deutlich, wie stark die Innenstadt-Geschäfte auch in Zeiten der Corona-Pandemie noch besucht wurden. Fast 62 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie trotz Online-Shopping unverändert häufig die Läden in der Innenstadt zum Einkaufen aufsuchen würden. Und auch bei der Dauer des Aufenthalts lag Stuttgart mit seinen Besuchern deutlich über dem Schnitt anderer Städte. 58,8 Prozent gaben an, sich mehr als zwei Stunden in der Innenstadt aufzuhalten. Der Schnitt lag hier bei knapp 50 Prozent.

Der Gesamteindruck der Stuttgarter Innenstadt wird in der Untersuchung mit gut bis sehr gut bewertet. Nahezu alle Bereiche, die die Attraktivität der City ausmachen, erhielten gute Noten, darunter Plätze, Grünbereiche und Verweilmöglichkeiten. Optimierungsbedarf zeigt die Studie dagegen bei den Kriterien Sauberkeit und Bequemlichkeit, Veranstaltungsangebot und Parkraum auf.

Kritikpunkte ansehen und Lösungen aufzeigen

Ines Aufrecht, Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart, sagte: „Mit Freude haben wir die Zustimmungswerte der befragten Passantinnen und Passanten zur Stuttgarter City vernommen. Denn gerade weiche Faktoren, wie Wohlbefinden und Sicherheitsgefühl, sind von hoher Bedeutung, wenn es darum geht, eine Stadt als attraktiv wahrzunehmen. Auch die positive Bewertung unserer Plätze und Grünbereiche bestätigt uns, diese Flächen des öffentlichen Lebens weiter zu entwickeln, so wie wir es schon seit geraumer Zeit beispielsweise mit Licht- und Außenmöblierungskonzepten tun.“

Weiter betonte Aufrecht: „Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir uns die Kritikpunkte genau ansehen und passgenaue Lösungen aufzeigen.“