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Landeshauptstadt Stuttgart

Böckinger Straße

Siegerentwurf für Quartiersmitte

Die neue Quartiersmitte – als Herzstück des städtebaulichen Plangebiets Böckinger Straße in Zuffenhausen-Rot – soll lebendig und offen, verbindend und nachhaltig gestaltet werden.

Die neue Quartiersmitte soll Neu- und Altbewohner des Gebiets an einem zentralen attraktiven Treffpunkt zusammenbringen.

So sieht es der Siegerentwurf des Wettbewerbgewinners UTA Architekten und Stadtplaner GmbH vor, der von einer neunköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Professor Jens Wittfoht Ende Dezember 2020 ausgewählt wurde.

Vorausgegangen war ein von der Stuttgarter Wohnungs und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) ausgelobter nicht-öffentlicher Wettbewerb, an dem fünf Architekturbüros teilnahmen, sowie eine intensive Bürgerbeteiligung mit Workshops und Befragungen, deren Anregungen und Ideen in die Ausschreibung mit eingeflossen sind. Gefordert war im Wettbewerb die Planung eines offenen Platzes mit einer Kita sowie einer Begegnungsstätte für Ältere, die als zentraler Treffpunkt des Quartiers für Neu- und Alt-Anwohner dienen sollen.

Der prämierte Entwurf des Architekturbüros zusammen mit Koeber Landschaftsarchitektur GmbH, Bureau Baubotanik, Transsolar KlimaEngineering und ohlfschoch Architekten, von dem die Jury urteilte, er füge sich sehr gut in die städtebauliche Struktur ein und sei gleichzeitig selbstbewusst und respektvoll, sieht für die Gebäude begrünte Fassaden und ein begrüntes Dach vor. Dadurch entsteht eine starke und nachhaltige Verbindung zwischen den ringsum liegenden Wohngebäuden des Neubaugebiets und der zentralen Grünfläche.

Eine über zwei Geschosse vorgesetzte Fassadenkonstruktion an der Begegnungsstätte dient als Rankhilfe und bildet so ein gleichsam offenes „grünes Zimmer“ auf dem Dach des Gebäudes, das als Stadtteilterrasse von allen Anwohnern des Quartiers genutzt werden kann. Dabei wurde selbstverständlich auch an Spielmöglichkeiten für Kinder gedacht. Zwischen den Bauten werden überwiegend grün angelegte Flächen gestaltet.

„Der Entwurf verbindet geschickt Architektur und Natur miteinander“

Das Gebäude der Kita setzt sich aus einem ein- und einem zweigeschossigen Baukörper zusammen, in denen sechs Kindergruppen Platz finden sollen. Ein großzügiger Außenbereich mit unterschiedlichen Spielebenen schließt sich an der Südseite des Gebäudes an. Die beiden geplanten Häuser sollen vorzugsweise aus Recyclingbeton errichtet werden. „Der Entwurf verbindet geschickt Architektur und Natur miteinander“, urteilt Helmuth Caesar, der technische Geschäftsführer der SWSG. „Eine ganz besondere Attraktion könnte aber die zugängliche Dachterrasse der Begegnungsstätte werden, welche der Nachbarschaft vielfältige Möglichkeiten bietet“, so der Geschäftsführer weiter.

Eingebunden ist die Planung der neuen Quartiersmitte in den städtebaulichen Entwurf des Büros Hild und K Architektur in Zusammenarbeit mit Studio Vulkan, der aus dem ebenfalls von der SWSG Ende 2019 initiierten, europaweit ausgeschriebenen Realisierungs- und Ideenwettbewerb zum Wohnbauentwicklungsgebiet Böckinger Straße hervorging. Letztendliches Ziel ist hier die Schaffung eines lebendigen, sozial durchmischten Stadtquartiers mit rund 360 Mietwohnungen auf dem ehemals vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Gelände im Stadtteil Rot. Für die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) sollen zirka 30 der Wohneinheiten in einer innovativen Wohn- und Bautypologie entstehen.

Weitere Infos zum Projekt stehen unter  www.swsg.de/boeckinger-strasse.