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Landeshauptstadt Stuttgart

Aktuelle Meldung

Sportlerehrung 2020

Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, hat am Freitag, 24. Juli, das Ergebnis der Wahl zur Stuttgarter Sportlerin, zum Stuttgarter Sportler und der Stuttgarter Mannschaft des Jahres 2019 bekanntgegeben.

Sportbürgermeister Dr. Martin Schairer mit dem Stuttgarter Sportler des Jahres 2019, Weitspringer Fabian Heinle (VfB Stuttgart), stellvertretend für die Stuttgarter Mannschaft des Jahres 2019 von Allianz MTV Stuttgart Volleyball-Spielerin Lara Berger und der Stuttgarter Sportlerin des Jahres 2019, Turnerin Elisabeth Seitz (MTV Stuttgart) (vlnr.)

Zudem ernannte er drei neue Sportpioniere der Landeshauptstadt Stuttgart. Die Sportkreisjugend zeichnete die Jugendsportlerin und das Jugendteam 2019 aus. Die Ehrung fand im GAZi-Stadion auf der Waldau statt.


Die Wahl zur Stuttgarter Sportlerin des Jahres 2019 gewann – wie bereits im Vorjahr – die deutsche Top-Turnerin Elisabeth Seitz vom MTV Stuttgart. 2019 wurde sie Deutsche Meisterin am Stufenbarren und schaffte im selben Jahr bei der Heim-WM in Stuttgart den 6. Platz im Mehrkampf. Sportler des Jahres 2019 ist der Weitspringer Fabian Heinle vom VfB Stuttgart. Er ist amtierender Vize-Europameister, mit 8,25 Metern württembergischer Rekordhalter und wurde 2019 erneut deutscher Meister in der Halle und im Freibereich. Zur Mannschaft des Jahres 2019 wurde – wie bereits im Jahr 2017 – das Volleyball-Bundesliga Frauen-Team von Allianz MTV Stuttgart gewählt. 2019 gewann das Team die Deutsche Meisterschaft und belohnte sich damit für konstant hochklassige Leistungen in der 1. Bundesliga.


Sportbürgermeister Dr. Martin Schairer betont den Wert der Wahl für die Sportlerinnen und Sportler: „Jedes Jahr ehrt die Landeshauptstadt Sportlerinnen und Sportler, die im Vorjahr mit einem Titel als Deutscher Meister oder einer höherwertigen Auszeichnung herausragende sportliche Leistungen erbracht haben. Im Jahr 2019 waren es 400 Sportlerinnen und Sportler. Diese Sportler und das zur Sportlerehrung geladene Fachpublikum wählen auf Basis eines Juryvorschlags gemeinsam die Sportler des Jahres. Die Wahl findet bereits vorab statt, wird aber erst am Veranstaltungstag bekannt gegeben. Aus ihr als Stuttgarter Sportlerin, Sportler oder Mannschaft des Jahres hervorzugehen, ist daher eine ganz besondere Anerkennung und Wertschätzung unter Kolleginnen und Kollegen.“

Zu Sportpionieren 2020 wurden Walter Betsch vom TB Bad Cannstatt, Hans H. Pfeifer vom VfB Stuttgart und Dr. Christoph Wüterich vom HTC Stuttgarter Kickers ernannt. „Diese Persönlichkeiten des Sports haben sich in herausragender ehrenamtlicher Tätigkeit um den Sport in der Landeshauptstadt verdient gemacht und werden hierfür zu Stuttgarter Sportpionieren ernannt“, erklärt Bürgermeister Dr. Schairer. Die Auszeichnung wurde Mitte Oktober vergangenen Jahres vom Sportausschuss des Gemeinderats beschlossen.


Jugendsportlerin des Jahres 2019 ist Isabel Kämpfert mit ihrem 1. Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Bahnradfahren. Jugendteam des Jahres 2019 ist die 4x100m-Staffel des VfB Stuttgart mit ihrem Rekordlauf bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm. Die Auszeichnungen überreichte Matthias Binder, Leiter Privatkunden Stuttgart City der BW-Bank, welche die Sportjugendehrung finanziell unterstützt.


Martin Maixner, Vorsitzender der Sportkreisjugend Stuttgart, erinnert an alle Nachwuchstalente, die in diesem Jahr nicht zur Ehrung geladen werden konnten: „220 Jugendsportlerinnen und -sportler hätten im März eine Medaille und Urkunde überreicht bekommen. Uns ist es wichtig, dass trotz allem alle Sportlerinnen und Sportler Lob und Anerkennung erfahren. Deshalb erhalten sie ihre Medaille und Urkunde sowie ein kleines Geschenk über ihren Sportverein.“


Nachdem die ursprünglich für den 13. März im Rathaus geplante Sportjugendehrung der Sportkreisjugend Stuttgart und die für den 30. März im Kursaal Bad Cannstatt geplante Sportlerehrung des Amts für Sport und Bewegung aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen zum vorbeugenden Gesundheitsschutz abgesagt werden mussten, fanden die Veranstaltungen nun gemeinsam in kleinerem Rahmen im GAZi-Stadion auf der Waldau statt.


In zwei Videos zur Veranstaltung werden alle erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler sowie Jugendsportlerinnen und Jugendsportler nochmals namentlich erwähnt. Die Videos werden auf den Social-Media-Kanälen der Stadt und der Sportkreisjugend zu sehen sein.

Die Sportpioniere des Jahres 2020

Walter Betsch übernahm kurz nach seinem Eintritt in den Turnerbund Bad Cannstatt 1958 bereits verschiedene Aufgaben und Ämter, unter anderem war er als Schülerwart und Jugendwart für die Sportart Leichtathletik aktiv. 1991 wurde er als stellvertretender Vorsitzender des TBC in den Vorstand gewählt. Dieses Amt hatte er fast 15 Jahre bis zu seinem Ausscheiden 2005 inne. 2009 folgte seine zweite Amtsperiode im Vorstand, dieses Mal als 1. Vorsitzender des TB Cannstatt. Dank des Pioniergeistes und des persönlichen Engagements der Vorstandschaft hat sich der TBC prächtig entwickelt und gehört nun zu einem der mitgliedsstärksten Vereine in der Landeshauptstadt.


Unter der Führung von Walter Betsch bewies sich der TBC als aktiver und engagierter Partner der Stadt, insbesondere im Sportbereich bei der Umsetzung vieler Programme und Themen zur Bewegungsförderung. Ein weiterer Verdienst von Walter Betsch sind die vielen Angebote des Vereins, die sich explizit an benachteiligte Zielgruppen richten. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, sozial Schwachen und aktuell auch auf Geflüchteten. Der TBC leistet damit einen großen Beitrag zum Zusammenhalt in unserer Stadtgesellschaft.


Seit 1976 hatte Walter Betsch zahlreiche Ehrenämter auf Landesebene inne und wurde für seine Verdienste um den Sport vielfach ausgezeichnet. Unter anderem verlieh ihm die Landeshauptstadt Stuttgart im Jahre 2014 für seine großen ehrenamtlichen Verdienste die Ehrenmünze.


Hans H. Pfeifer ist seit 2020 bei den Sportfreunden Stuttgart aktiv und begleitet und unterstützt den Verein. Auch sein jahrelanges Engagement als Wegbegleiter von Allianz MTV Stuttgart prägt die Funktionärs-Laufbahn von Hans H. Pfeifer. Seit dem Jahr 2014 ist er in verschiedenen Funktionen beim VfB Stuttgart aktiv und sitzt seit 2016 als Mitglied im Ehrenrat des VfB. 2017 bis Juli 2019 trat er in den Vereinsbeirat „der Roten“ ein und unterstützte dann bis Dezember 2019 als Präsidiumsmitglied den Vorstand des Fußball-Bundesligisten. Auch politisch war Hans H. Pfeifer aktiv: Von 2009 bis vergangenes Jahr gehörte er zehn Jahre lang der SPD-Fraktion im Gemeinderat der Landehauptstadt Stuttgart an. In dieser Funktion war er Mitglied des Sportausschusses des Gemeinderats.


Dr. Christoph Wüterich ist aktiver und erfolgreicher Hockeyspieler. In den Jahren 1976 bis 1979 errang er mit der deutschen Junioren Nationalmannschaft den Europa-, Vize- und Weltmeistertitel. Seit 1978 war er langjähriger Bundesligaspieler des HTC Stuttgarter Kickers. Bis heute ist er dem Hockeysport treu geblieben und ist aktuell Mitglied der deutschen Nationalmannschaft Ü55.


Er begann seine Laufbahn im Verein mit der Funktion des Vizepräsidenten Hockey beim HTC Stuttgarter Kickers (1998-1999). Seit 2015 ist er Präsident des Hockey- und Tennisclubs Stuttgarter Kickers, einem der größten Hockey- und Tennisclubs Baden-Württembergs. Auch überregional war Christoph Wüterich aktiv. Sechs Jahre lang, von 1999 bis 2005, war er Präsident des Deutschen Hockey-Bundes. Für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement wurde er vom Deutschen Hockey-Bund 2005 nach Ausscheiden aus dem Präsidium zum Ehrenmitglied ernannt.


Seit 2007 ist er Mitorganisator des „Stuttgarter Sportgesprächs“, das jährlich in der Landeshauptstadt stattfindet. Das Sportgespräch ist ein Denk- und Diskussionsforum für Sport, Sportpolitik und Sportrecht. Herausragende Vertreter auf dem Podium und unter den Teilnehmern diskutieren ein aktuelles Thema und vermitteln so Denkanstöße für Sportler, Trainer, Verbände, Vereine, Sportpolitiker, Manager, Medienvertreter und Wissenschaftler. Anspruch der Veranstaltung ist eine offene, fachlich fundierte und kritische Diskussion mit dem Ziel, dem Sport innovative Impulse zur Problemlösung zu vermitteln sowie Raum für neue Perspektiven zu eröffnen. Christoph Wüterich ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

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