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Landeshauptstadt Stuttgart

Sicherheit

Stuttgart würdigt erfolgreiche Projekte der Kriminalprävention

Bürgermeister Dr. Maier überreicht Präventionspreis „Partner für Sicherheit“

Ordnungsbürgermeister Dr. Clemens Maier hat am Mittwoch, 1. Juni, im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses drei Projekte zur Kriminalitätsvorbeugung mit dem Präventionspreis „Partner für Sicherheit“ ausgezeichnet. Der mit insgesamt 6.500 Euro dotierte Preis wurde zum sechsten Mal vergeben.

Ordnungsbürgermeister Clemens Maier hat die Preise im Rathaus übergeben.

Die Landeshauptstadt würdigt damit vorbildliche Projekte aus der Stuttgarter Sicherheitspartnerschaft für ihre erfolgreiche Arbeit in der Kriminalitätsvorbeugung und der Verkehrspräventionsarbeit. Die Preisgelder hat der Stuttgarter Versicherer WGV gestiftet. Aus den 16 eingereichten Projekten hat die Jury, bestehend aus Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Polizeipräsident Franz Lutz, Vorsitzender des Fördervereins Sicheres und Sauberes Stuttgart, Klaus Thomas, und Torsten Widmann, Abteilungsleiter Marketing, sowie Marion Elsasser, Abteilung Marketing der WGV, die drei Gewinner und den Preisträger des Zusatzpreises ausgewählt.

Stadtjugendring, Kobra, Sportkreis Stuttgart, Gemeinschaftserlebnis Sport und Neues Gymnasium Leibniz unter den Preiträgern

Der erste Platz, dotiert mit 3.000 Euro, ging an den Stadtjugendring Stuttgart und die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg mit dem Projekttag „Was hat das alles zu bedeuten?!“, der junge Menschen präventiv von Polarisierung und Radikalisierung abhalten soll. Den zweiten Platz mit 2.000 Euro errang der Verein Kobra für „Power Child“, ein Projekt für sexuelle Bildung und Prävention von sexueller Gewalt speziell für Kinder. Den dritten Platz mit 1.000 Euro erhielt das Projekt „Nachtschwärmer“ des Sportkreises Stuttgart und des Gemeinschaftserlebnis Sport, bei dem junge Menschen vor allem an den Wochenenden mit Sport für einen respektvollen Umgang sensibilisiert werden.

Für die Jury spielten in diesem Jahr die Herausforderungen mit den Einschränkungen oder Gefahren durch die Pandemiezeit eine zentrale Rolle. Der Zusatzpreis „Sicher durch die Pandemie“ mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro ging an das Neue Gymnasium Leibniz in Feuerbach, das mit dem Projekt „Gemeinsam unsere Stärken stärken“ ein niederschwelliges Projekt erarbeitet hat, um damit die Schülerinnen und Schüler mit ihren Ängsten während der Pandemie nicht allein zu lassen.

Vielfalt unterschiedlicher Präventionsangebote wertvolle Grundsteine für die Sicherheit in Stuttgart

Bürgermeister Dr. Clemens Maier: „Mit der großartigen Vielfalt unterschiedlicher Präventionsangebote werden wertvolle Grundsteine für die Sicherheit in Stuttgart gelegt, wofür wir alle große Anstrengungen aufbringen müssen. Das Gewinnerprojekt ‚Was hat das alles zu bedeuten?!‘ des Stuttgarter Stadtjugendrings beugt einer zunehmenden Polarisierung und der Radikalisierung vor. Polarisierung zu reduzieren, heißt Gewalt zu verhindern.“

Polizeipräsident Franz Lutz sagte: „Auch Kinder können gefährliche Situationen erleben. Umso wichtiger ist es, dass die Schülerinnen und Schüler über sexualisierte Gewalt Bescheid wissen. KOBRA sensibilisiert die Kinder mit dem speziell konzipierten Präventionsprogramm ‚Power Child‘. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen Handpuppen und betreiben in dieser besonderen pädagogischen Form eine zeitgemäße und altersentsprechende Sexualaufklärung.“

Klaus Thomas, Vorsitzender des Fördervereins Sicheres und Sauberes Stuttgart, führte aus: „Das Vereinsleben hat unter Corona stark leiden müssen, ganz ähnlich ging es auch den Schulen und vielen mehr. Die Projekte zeigen aber den Ideenreichtum unserer Gesellschaft, mit dem es gelang, diese Zeit zu überstehen. Wir werden noch Zeit benötigen, um die negativen Auswirkungen der Isolation zu überstehen. Mit dem Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart werden wir unseren Beitrag leisten, die notwendigen Angebote zu unterstützen.“

Dr. Klaus Brachmann, Vorstand des Sponsors WGV, sagte: „Welche Kräfte eine Gesellschaft entwickeln und freisetzen kann, wird uns häufig erst in Ausnahmesituationen bewusst. Gerade auch in der Corona-Pandemie, die jeden von uns vor persönliche Herausforderungen gestellt hat, haben sich einige von uns nicht beirren lassen. Sie haben tagtäglich ihr Möglichstes gegeben, damit Andere diese noch nie dagewesene Zeit gut überstehen konnten. Ich freue mich, dass wir genau diese Menschen heute im Rahmen des Präventionspreises ehren dürfen.“

Stuttgart zählt unter den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern schon seit vielen Jahren zu den sichersten. Gemessen wird dies in der polizeilichen Kriminalstatistik, die jedes Jahr erscheint. Zuletzt wurden im Berichtsjahr 2021 je 100.000 Einwohner 6.731 Delikte gezählt, was einen weiteren Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 6,3 Prozentpunkten bedeutet. Trotz steigender Einwohnerzahl ist auch die Gesamtzahl an Straftaten zurückgegangen, insgesamt 42.428 Delikte bedeuten den niedrigsten Wert der vergangenen Jahrzehnte.

Zum Netz der Stuttgarter Sicherheitspartnerschaft zählen neben der Polizei und der Stadtverwaltung auch freie Institutionen, wozu einige Förder- und Bürgervereine zählen. Die Themen umfassen den Schutz des Eigentums, den Umgang mit digitalen Medien, die Förderung der Toleranz und des Demokratieverständnisses, Zivilcourage und Gewaltprävention, Suchtprävention, Prävention durch Sport, Prävention im Öffentlichen Nahverkehr, städtebauliche Kriminalprävention, Prävention durch Integration und Unterstützung, die Verkehrsunfallprävention und sogar Sauberkeitsthemen.

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