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Landeshauptstadt Stuttgart

Wohnungsnothilfe

Angebote zur Unterstützung obdachloser Menschen

Die Bürgermeisterin für Soziales und Gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandrea Sußmann, nahm eine Petition der Straßenzeitung Trott-War entgegen, die bessere Unterkünfte für Obdachlose fordert. Die Unterstützungsangebote der Landeshauptstadt wurden bereits zu Beginn der Pandemie um Schutzkonzepte ergänzt.

Bei der Übergabe der Petition trafen sich (v.l.) Bürgermeisterin Dr. Alexandra Sußmann, Martin Grunenberg, stv. Geschäftsführer Trott-war e. V., Helmut H. Schmid, Geschäftsführer Trott-war e. V. und Dr. Florian Schröder vom Sozialministerium.

Die Bürgermeisterin für Soziales und Gesellschaftliche Integration hat am Donnerstag, 4. März, erklärt: „Auch wer in Stuttgart kein Obdach hat, ist Teil unserer Stadtgesellschaft. Die Menschen brauchen in diesem Jahr mehr denn je Unterstützungs- und Hilfsagebote und einen besonderen Schutz. Diesen erhalten sie auch. Die Stadt Stuttgart hält ein breites Angebot zur Unterstützung obdachloser Menschen vor.“ Die Bürgermeisterin nahm eine Petition der Straßenzeitung Trott-War entgegen, die bessere Unterkünfte für Obdachlose fordert.

Die Landeshauptstadt hat umfassende Unterstützungsangebote, die bereits zu Beginn der Pandemie gemeinsam mit den freien Trägern erweitert und um Schutzkonzepte ergänzt wurden. Dr. Sußmann: „In Stuttgart muss niemand unfreiwillig auf der Straße übernachten. Die Zimmer in der Notübernachtung stehen offen, sie sind mit höchstens zwei Personen belegt. Damit erfüllen wir schon grundlegende Forderungen der Petition.“

Umfassendes Schutzkonzept für Wohnungslose

In Stuttgart stehen Wohnungslosen sowohl 2-Bett-Zimmer in der Notübernachtung zur Verfügung oder auch, bei nachgewiesenem Anspruch, ein Platz in einer Sozialunterkunft. In den 35 Hotels, mit denen das Sozialamt Belegungen vereinbart hat, sind derzeit genug Zimmer zur Unterbringung obdachloser Personen frei. In den drei offenen Notübernachtungen sind aktuell etwa zwei Dutzend Plätze frei. In kalten Nächten fährt in Stuttgart der Kältebus des DRK, jährlich etwa 40 Mal. Die Ehrenamtlichen des DRK leisten dabei gesundheitliche Unterstützung, begleitet von einer erfahrenen Sozialarbeiterin. Das Sozialamt ist mit dem städtischen Vollzugsdienst und auch der aufsuchenden Arbeit der Träger der Wohnungsnothilfe in Bad Cannstatt sowie allen Beratungsstellen in regelmäßigem Austausch. Der städtische Vollzugsdienst verweist immer wieder auf die Notübernachtung.

Auch der Schutz vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus ist wichtig. Das Konzept sieht vor, alle Personen in der Notübernachtung sofort oder wenn sie die Notübernachtung am Wochenende oder am Abend aufsuchen, spätestens am nächsten Werktag zu testen. Um die Belegungsdichte dennoch weiterhin so gering wie möglich zu halten, wurde für die Notübernachtung ein zusätzliches Gebäude bereitgestellt.