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Landeshauptstadt Stuttgart

62. Gedenktag

„Flagge zeigen für Tibet“

Stuttgart zeigt Flagge – Anlass ist der 62. Gedenktag des tibetischen Volksaufstands von 1959. Die Stadt Stuttgart beteiligte sich bereits zum 25. Mal an der bundesweiten Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“.

Gemeinsam mit der Regionalgruppe Stuttgart der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) hisste Bürgermeisterin Sußmann auf dem Schlossplatz am Fahnenrondell Planie drei Tibet Fahnen.

Unter dem Motto „Wir sehen nicht weg“ hissten die Regionalgruppe Stuttgart der Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) sowie die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, am Mittwoch, 10. März, auf dem Schlossplatz am Fahnenrondell Planie drei Tibet Fahnen.

Das Hissen der Flagge für Tibet ist gleichzeitig ein Symbol der Achtsamkeit angesichts weltweit zunehmender Menschenrechtsverletzungen.

Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wurden auf Aktionen und einen Informationstisch verzichtet. An der Veranstaltung haben Vertreter und Vertreterinnen der Tibet-Initiative die tibetische Nationalhymne gesungen und ein Gebet gesprochen.

Im Rahmen dieser Kampagne forderte die Regionalgruppe Stuttgart der Tibet Initiative Deutschland e.V. die Verantwortlichen in den Regierungen, insbesondere die chinesische Regierung, dazu auf, die Menschenrechte im besetzten Tibet und deren Recht auf Selbstbestimmung zu wahren.

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. setzt sich seit ihrer Gründung 1989 für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und die Wahrung der Menschenrechte im besetzten Tibet ein. Mit bundesweit 60 Regionalgruppen und Kontaktstellen sowie rund 2000 Mitgliedern gibt die Initiative Tibet eine starke Stimme.

10. März 1959 und Tibet-Aufstände 2008

Am 10. März 1959 erhob sich das tibetische Volk gegen die chinesische Besatzungsmacht als Folge der Besetzung und Unterdrückung Tibets durch China im Jahr 1959/50. Etwa 300.000 Tibeter versammelten sich vor der Sommerresidenz des Dalai-Lama nahe der tibetischen Hauptstadt Lhasa aus Sorge um sein Leben. Der Dalai-Lama musste ins Exil nach Indien fliehen. Mindestens 87.000 Tibeter kamen ums Leben als das chinesische Militär den Aufstand blutig niederschlug.

Im März 2018 jährten sich auch die letzten großen Tibet-Aufstände von 2008. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking brachen in ganz Tibet Proteste aus. Die chinesische Regierung antwortete mit militärischer Gewalt. Tausende Tibeter wurden festgenommen, inhaftiert und gefoltert.