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Landeshauptstadt Stuttgart

Sicherheit

Corona-Pandemie bremst Feuerwehr nicht aus

Trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie ist die Stuttgarter Feuerwehr jederzeit einsatzbereit. Dank eines umfassenden Schutz- und Hygienekonzeptes gab es bislang nur wenige Infektionsfälle unter den Einsatzkräften.

Einsatzkräfte der Stuttgarter Berufsfeuerwehr neben ihren Einsatzfahrzeugen.

Die Feuerwehr Stuttgart ist für die Sicherheit in der Landeshauptstadt unverzichtbar. Rund 500 haupt- und über 1.100 ehrenamtliche Einsatzkräfte stehen für Einsätze im Stadtgebiet bereit, retten Menschen und Tiere, löschen Brände und sind Teil des medizinischen Rettungsdienstes der Landeshauptstadt Stuttgart. Dank eines Schutz- und Hygienekonzeptes gab es bislang nur wenige Infektionen unter den Einsatzkräften. Feuerwehr-Leiter Dr. Georg Belge: „Die Pandemie macht auch vor uns nicht halt. Durch Schutzmaßnahmen und umsichtiges Verhalten aller Angehörigen der Feuerwehr, ist es gelungen die Einsatzbereitschaft dauerhaft sicherzustellen.“

Interne Teststation an Wache 1

Um die Einsatzfähigkeit sicherzustellen, wurde im März 2020 das Schutz- und Hygienekonzept erstellt und stets weiterentwickelt. Beispielsweise werden die Wachschichten von anderen Bereichen getrennt. Für Fragen und Infektionsverdachtsmeldungen innerhalb der Wehr wurde eine 24-Stunden -Hotline eingerichtet.
Seit November 2020 gibt es eine interne Teststation an der Feuerwache 1. So können Infektionen schnell erkannt und Infektionsketten unterbrochen werden. Seit April 2021 wird die Teststrategie durch freiwillige Selbsttests ergänzt.

Schutz beim Einsatz

In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden die Schutzmaßnahmen für bestimmte Einsatzlagen angepasst. So tragen die Einsatzkräfte aus Infektionsschutzgründen neben den FFP2/3-Masken auch Schutzkleidung und einen Augenschutz. Die Alarm- und Ausrückeordnung mit den Einsatzkonzepten wurde temporär angepasst. Ziel: Möglichst wenige Kontakte zwischen den verschiedenen Einsatzabteilungen.

Die Feuerwehr Stuttgart ist mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug auch Bestandteil des medizinischen Rettungsdienstes in der Landeshauptstadt. Für eine effektive und sichere Einsatzbewältigung wurden auch hier die Schutzmaßnahmen für die Kräfte erhöht und die Einsatzstandards an die Pandemie angepasst.

Weniger Einsätze in 2020 - Mehr Anrufe

Die Integrierte Leitstelle Stuttgart wird gemeinsam durch die Feuerwehr Stuttgart und den DRK Kreisverband Stuttgart e. V. betrieben. Aufgabe der Leitstelle ist die Annahme von Notrufen bei dringenden medizinischen Notfällen, Bränden, Unfällen und Notlagen, sowie die Alarmierung und Lenkung der Einsatzkräfte. Hierfür ist sie rund um die Uhr über den europaweiten Notruf 112 erreichbar.

Die Einsatzzahlen von Feuerwehr und Rettungsdienst sanken im Jahr 2020 leicht gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Krankentransporte stieg hingegen an. Zudem wandten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zur Pandemie an die Leitstelle. Zu Spitzenzeiten mussten mehrere hundert Anrufe am Tag mit allgemeinen Fragen zu Corona-Schutzmaßnahmen, Impfterminen oder Bezugsmöglichkeiten von Schutzausrüstung bearbeitet werden.

Im Jahr 2020 rückte die Feuerwehr Stuttgart zu 15.118 Einsätzen aus. Dies waren 3.508 Einsätze weniger als 2019. Insgesamt 7.805 Einsätze und damit über die Hälfte der Gesamteinsätze entfielen auf die Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug der Feuerwehr.

Hohe Impfbereitschft

Seit Beginn der Pandemie konnten über lange Zeiträume keine Übungsdienste, Versammlungen oder Weiter- und Ausblidungen der Freiwilligen Feuerwehr stattfinden. Dennoch war die Freiwillige Feuerwehr Stuttgart jederzeit einsatzbereit und absolvierte im Gesamtjahr 2020 über 1.000 Einsätze.

Die Impfbereitschaft innerhalb der Stuttgarter Feuerwehr ist groß. Stand Anfang Mai erhielten bereits über die Hälfte aller Einsatzkräfte der Feuerwehr Stuttgart eine Erstimpfung. Amtsleiter und Feuerwehrkommandant Dr. Georg Belge ist dankbar dafür, dass nach dem Impfgipfel der Landesregierung Mitte April weitere Einsatzkräfte, insbesondere aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr, ein Impfangebot unterbreitet werden kann.