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Landeshauptstadt Stuttgart

Aktuelle Meldung

19. November: Welttoilettentag

Der Welttoilettentag wird seit dem Jahr 2001 jährlich am 19. November von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Im Jahr 2013 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen diesen Tag zu einem Welt-Tag erklärt, um auf die sanitären Verhältnisse in der Welt aufmerksam zu machen.

Symbolfoto

Rund 40 Prozent der Weltbevölkerung hat keinen Zugang zu ausreichend hygienischen Sanitäreinrichtungen, was zur mangelnden Hygiene und Konsequenzen für die Gesundheit führt. Denn ohne Toiletten und den erforderlichen Abwasserleitungen sowie Klärwerken breiten sich Krankheiten ungehemmt aus. Eine funktionierende Abwasserinfrastruktur ist Voraussetzung für gesunde und lebenswerte Flüsse und Seen.

In Stuttgart übernimmt die Stadtentwässerung Stuttgart (SES) die Aufgabe der Abwasserleitung und Abwasserreinigung und sorgt dafür, dass die Nutzung einer Toilette ganz selbstverständlich ist. Hierzulande ist es schwer vorstellbar, dass weltweit mehr als 2,5 Milliarden Menschen diese Möglichkeit nicht haben. Die Selbstverständlichkeit einer Toilettennutzung lässt viele nicht darüber nachdenken, was mit dem Schmutzwasser nach dem Spülvorgang passiert.

Die Toilette ist kein Abfalleimer

Katharina Welsch, Leiterin des Hauptklärwerks in Stuttgart, sieht mit Sorge, dass die „Entsorgung“ häuslicher Abfälle über die Toilette zunimmt. Feuchttücher, Wattestäbchen, Medikamente, Essensreste, Lacke, Haare und Monatshygieneartikel wie Tampons und Binden gehören nicht in die Toilette. Für derartige Abfälle ist der Mülleimer da. Vor allem die Feuchttücher verstopfen Abwasserleitungen, Kanäle und Pumpen. Das Entfernen solcher Stoffe ist nur mit erheblichem Aufwand möglich und kann im Einzelfall schnell mehrere zehntausend Euro pro Pumpe kosten – Kosten, die am Ende alle Verbraucher tragen.

Die Corona-Pandemie hat zudem zu Hamsterkäufen an Toilettenpapier geführt und damit das so stille Örtchen in den Vordergrund gerückt sowie in den Medien zu Diskussionen angeregt. Besorgte Bürger stellten vermehrt die Frage, ob es Alternativen zu dem heißbegehrten Toilettenpapier gibt. Spontan denken viele dabei an die Tageszeitung, Küchenkrepp, Papiertaschentücher oder Feuchttücher. Doch bei diesen gedachten Alternativen lösen sich die Fasern im Wasser nicht schnell genug auf und führen zu Problemen. Um Probleme in der Abwasserentsorgung zu umgehen, bittet die SES, keine Abfälle in die Toilette zu werfen. Bei Unklarheiten, wie verschiedene Abfallarten umweltgerecht entsorgt werden können, hilft das Online-Abfall-ABC der AWS weiter:  www.stuttgart.de/abfall-abc.