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Landeshauptstadt Stuttgart

Aktuelle Meldung

Wie steht es heute um Integration?

„Integration und Toleranz“ ist das Thema des zweiten Manfred-Rommel-Stipendiums, das im Dezember im Stadtpalais – Museum für Stuttgart vergeben wird. Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich hierfür noch bis zum 15. November bewerben.

Die Stadt vergibt seit 2018 alle zwei Jahre das Stipendium in Würdigung und Anerkennung der großen kommunalpolitischen Verdienste sowie des gesellschaftlichen und humanistischen Engagements von Manfred Rommel.

Wie steht es heute um die Integration in unserem Land? Welche kommunalen Modelle haben sich bewährt, wie können andere Gemeinden profitieren? Die Stadt Stuttgart erhofft sich mit der zweiten Ausschreibung des Manfred-Rommel-Stipendiums Antworten, Ausblicke und Ideen zu diesen und anderen relevanten Fragen zum diesjährigen Thema „Integration und Toleranz“.

Bewerbungen können bis Sonntag, 15. November, per E-Mail an  andrea.beckstuttgartde eingereicht werden.

Das mit 35 000 Euro dotierte Stipendium richtet sich insbesondere an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Promotionsphase, um diesen die Fortsetzung und Vollendung einer geplanten wissenschaftlichen Arbeit und deren Veröffentlichung zu ermöglichen. Die Ausschreibung wendet sich an alle wissenschaftlichen Disziplinen und will besonders innovativ angelegte Arbeiten prämieren, die von gesellschaftspolitischer Relevanz im Sinne Manfred Rommels sind. Gefördert werden zielgerichtete Arbeiten über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Voraussetzung ist, dass sie vor nicht mehr als zwei Jahren begonnen wurden und noch unveröffentlicht sind.

Moderne Integrationspolitik

In den vergangenen Jahren hat die Integrationspolitik und -arbeit bundesweit und auf kommunaler Ebene an Bedeutung gewonnen. Dabei prägt heute immer mehr die Idee einer transkulturellen Gesellschaft die Vorstellung, in der alle mit ihrer eigenen Kultur gleichberechtigt teilnehmen können und toleriert werden. Doch ein Blick auf die kulturellen und religiösen Auseinandersetzungen, geschlossene Grenzen und das Erstarken der rechten Szene zeigt eine andere Welt. Stuttgarts ehemaliger Oberbürgermeister Manfred Rommel (1974 bis 1996) gilt als Wegbereiter einer liberalen Integrationspolitik. Er setzte sich mit seiner Arbeit und Persönlichkeit intensiv für Verständigung und Teilhabe aller Menschen ein, die zusammen an einem Ort leben. Bereits 1978 verfasste er Leitlinien für eine moderne Integrationspolitik, die darauf setzt, ausländische Mitbürger als dauerhaften Bestandteil der Stuttgarter Bevölkerung anzusehen, sie zu integrieren, teilhaben zu lassen und mit ihnen gemeinsam zu leben. Darauf aufbauend hat die Landeshauptstadt mit dem „Stuttgarter Weg“ eine Vorreiterrolle in der Integrationspolitik übernommen, die auf ineinandergreifenden Maßnahmen basiert. Dazu gehören unter anderem die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in möglichst allen Stadtbezirken, das Vermeiden von Massenunterkünften, eine intensive soziale und pädagogische Betreuung sowie flächendeckend schnell verfügbare Sprachkurse. Die Vergabe erfolgt am Mittwoch, 16. Dezember. Die Entscheidung trifft eine Fachjury unter Vorsitz von Oberbürgermeister Fritz Kuhn.