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Landeshauptstadt Stuttgart

Boden

Bodenschutz

Obwohl der Boden eine unserer Lebensgrundlagen ist, findet er zu wenig Beachtung. Dabei ist es wichtig, ihn zu schützen. Denn einmal zerstört, lassen sich natürliche Böden nicht reproduzieren. Auch Verunreinigungen und Verdichtungen sind nur sehr schwer beheben.

Boden: Ein kostbares Gut, das oft irreparabel zerstört wird.

Maßnahmen zum Schutz von Böden

Die Aufgabengebiete beim Bodenschutz sind vielfältig. Generell wird zwischen gefahrenbezogenem Bodenschutz und vorsorgendem Bodenschutz unterschieden. Beides erfordert eigene Konzepte, zielgerichtete Maßnahmen und eine sorgfältige Planung:

  • Gefahrenbezogener Bodenschutz: Beim gefahrenbezogenen Bodenschutz geht es darum, schädliche Bodenveränderungen durch Schad- und Fremdstoffe sowie Verdichtung zu verhindern oder gegebenenfalls zu beseitigen. Beispiele dafür sind Auffüllungen in der Landschaft, unsachgemäße Lagerung von Kompost, Mist oder Ähnlichem oder auch das unerlaubte Einbringen von Schadstoffen wie Chemikalien. Bei konkreten Anlässen werden dann Bodenuntersuchungen durchgeführt, um den Schadstoffgehalt zu ermitteln und dementsprechende Maßnahmen zu entwickeln.
  • Vorsorgender Bodenschutz: Durch die Mitwirkung an Verfahren zur Bauleitplanung (Flächennutzungsplan, Bebauungspläne), Planfeststellungsverfahren sowie Bauvorhaben wird auf einen schonenden, sparsamen und haushälterischen Umgang mit Boden geachtet. Für die konkrete Arbeit werden die Instrumente des Nachhaltigen Managementsystem (NBS) und das Bodenschutzkonzept Stuttgart (BOKS) eingesetzt.

Bodenschutzkonzept Stuttgart

Im Bodenschutzkonzept Stuttgart (BOKS) dreht sich alles um Methoden und Strategien zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Boden. Ziel ist es, Planern und politischen Entscheidungsträgern geeignete Grundlagen zu liefern und Zielsetzungen vorzuschlagen, die für die erfolgreiche Umsetzung von nachhaltigem Bodenschutz erforderlich sind.

Grundlage ist eine Planungskarte, auf der alle vorhandenen Böden nach ihrer funktionalen Leistungsfähigkeit klassifiziert sind. Berücksichtigt werden beispielsweise die Wasserspeicherfähigkeit, die natürliche Bodenfruchtbarkeit und die Filter- und Puffereigenschaften. Dank der Karte haben wir eine zuverlässige Gesamtübersicht darüber, wie sie die unterschiedlichen Bodenqualitäten im Raum verteilen. Damit kann schnell und einfach beurteilt werden, wie sich Planungen auf den Bodenvorrat auswirken. Messen, Planen und Steuern sind die Schlagworte für einen erfolgreichen Bodenschutz in Stuttgart.

Seit 2006 werden die Ziele des BOKS bei der Bauleitplanung konsequent verfolgt, und die regelmäßigen Bilanzen bescheinigen einen nachhaltigen Umgang mit dem Boden, ohne die Stadtentwicklung auszubremsen.

Amt für Umweltschutz

Prof. Dr. Gerd Wolff

Sachgebietsleiter Technischer Grundwasser- und Bodenschutz, Altlasten

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