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Landeshauptstadt Stuttgart

Wohnen

Wohnbauentwicklung

Wohnraum ist in Stuttgart knapp und muss deshalb effektiv genutzt werden, denn die Nachfrage steigt weiterhin an. In Stuttgart gibt es dafür zwei besondere Modelle: Das „Stuttgarter Modell“ treibt die Baulandentwicklung an, das Stuttgarter Innenentwicklungsmodell legt den Fokus auf den Innenstadtbereich.

Die Bodenordnung ist für die Stadtentwicklung besonders entscheidend, in Stuttgart gibt es dafür ein eigenes Modell. Ein Beispiel dafür ist der Stadtteil Neugereut im Bezirk Mühlhausen.

Grundszenario

Grundszenario ist die Umsetzung der „Zeitstufenliste Wohnen 2018“. Die Zeitstufenliste beschreibt das Flächenpotential für Wohnungsbau in Stuttgart, sie wird alle zwei Jahre fortgeschrieben. Aus ihr ergibt sich ein Potenzial von 20.444 Wohnungen bis 2029. Dafür werden 161 Flächen mit einer Größe von rund 240 Hektar genutzt. Aus weiteren Nachverdichtungen ergibt sich die Möglichkeit für 2.750 weitere Wohnungen, also zusammen 23.194 Wohnungen. Bis 2029 gibt es auf den aktuell bekannten Stuttgarter Flächen ein Potenzial von im Schnitt jährlich 2.109 neuen Wohnungen.

Bodenordnung

Boden muss immer wieder auf die Erfordernisse sich ändernder Zeitumstände hin neu geordnet werden, und zwar nicht nur so, dass bestimmten neuen Nutzungen zur Verwirklichung verholfen wird, sondern auch dahingehend, dass Restgrundstücke – Grundstücksteile, die nach Durchführung von Planungen möglicherweise übrig bleiben – wieder sinnvoll genutzt werden können. Diese bodenordnende Maßnahme wird als Umlegung bezeichnet. Dabei werden für eine Bebauung ungeeignete Grundstücke so umgestaltet, dass der vorhandene Bebauungsplan auf Ihnen verwirklicht werden kann. Meist handelt es sich um lang und schmal geschnittene landwirtschaftliche Grundstücke, die durch ein Umlegungsverfahren in Straßen und bebaubare quadratische Plätze umgestaltet werden.

Die Bodenordnung ist ein Regelinstrument zur Bereitstellung von Bauland im öffentlichen und privaten Interesse. Sie ist deshalb für die Stadtentwicklung von besonderer Bedeutung.

Umlegungen gemäß §§ 45 - 84 Baugesetzbuch
Umlegungen haben in Stuttgart eine lange Tradition. Die Umlegungspraxis begann nach der Verabschiedung des Württembergischen Baulandgesetzes im Jahre 1926. Seit 1960 ist das bundesweit einheitliche Baugesetzbuch die Rechtsgrundlage für die Durchführung von Umlegungen.

Das  Amt für Stadtplanung und Wohnen ist die Geschäftsstelle der Umlegungsstelle. Sachentscheidungen über vereinfachte Umlegungen nach §§ 80 ff. BauGB werden allein dort gefällt. Die Durchführung von Verfahren zur Bodenordnung in der Landeshauptstadt Stuttgart erfolgt ebenfalls durch das Amt.

SIM - Das Stuttgarter Innenentwicklungsmodell

Das SIM ist ein Mittel für eine sozial ausgewogene und städtebaulich qualifizierte Bodennutzung in Stuttgart. Im März 2011 hatte der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur Einführung von SIM gefasst. Im April 2014 sowie im Mai 2019 wurde beschlossen das Modell fortzuschreiben.

SIM ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts „Wohnen in Stuttgart“, das Oberbürgermeister Fritz Kuhn vorgestellt hat, um mehr Wohnraum, insbesondere Sozialwohnungen und geförderten Wohnraum, zu schaffen.

SIM trägt zur nachhaltigen und qualifizierten städtebaulichen Entwicklung sowie zur Transparenz und Gleichbehandlung bei den Investoren bei. Zudem sichert SIM dauerhaft Kontingente für den Wohnungsbau und schafft familiengerechten und zugleich preiswerten Wohnraum.

Zielbalance des SIM

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